Zauberkunst, die magische Unterhaltung für Jung und Alt

Veröffentlicht am 14 August 2018 von Verena Arnold
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Wer lässt sich nicht gern verzaubern? Kinder staunen einfach über die kleinen und großen Tricks von Zauberkünstlern und lassen sich von der Show gefangen nehmen. Mit zunehmenden Alter kommen zum Staunen die Fragen, das verstehen wollen. Und je größer das Rätsel, desto größer auch die Faszination. Immer wenn man glaubt, man ist einem Trick auf der Spur, kommt die nächste Überraschung. Und in diesen Rätseln und Überraschungseffekten liegt der besondere Unterhaltungswert.

Um ein bisschen in die Welt der Zauberei einzutauchen, haben wir mit Pierre Greiner, Inhaber des Pierre Magic-Studio gesprochen, dem man seine 73 Jahre kaum glauben mag. In Montreux geboren und mit der Muttersprache Französisch aufgewachsen, lernte er zuerst in einer Gewerbeschule in Lausanne den Beruf des Elektro-Mechanikers, bildete sich weiter zum Elektroniker und dann in Basel und Luzern weiter zum Informatiker und blieb diesem Beruf dann 41 Jahre lang treu, seit 1984 auf selbstständiger Basis.

Zur Zauberei kam er im Mai 1986 eher zufällig über ein einfaches Inserat einer Zauberschule in Zürich. Unterstützt von seiner Frau, belegte er einen Kurs, um einen Ausgleich zu seinem Beruf zu finden und war sofort dem Zauber der Zauberkunst erlegen, woraus sich eine große Leidenschaft entwickelte. Es folgten diverse Zauber-Seminare in ganz Europa und den USA, sowie eine 2-jährige Ausbildung im Theateratelier Luzern bei Dieter Ockenfels. Bis heute bildet er sich ständig weiter, zum Beispiel mit Workshops beim Deutschen Meister und Weltmeister Gaston und Jeff McBride, einem Zauberer-Star aus Las Vegas, sowie Bob Fitch, zur Vertiefung der Bühnenarbeit und Präsentation.

Inzwischen unterrichtet er selbst, in seiner Zauberschule, aber auch regelmäßig in Kursen in der Rehaklinik Bellikon Schweiz im Rahmen des „Project Magic“- Programm von David Copperfield, welches er 1994 in die Schweiz einführte.

Pierre, da du schon seit mehr als 30 Jahren zauberst, hast du einen Lieblingstrick, der in deiner Show nicht fehlen darf? Unterlaufen dir auch mal Fehler und was machst du um diese zu verbergen?

Ja, es sind sogar zwei Lieblings-Kunststücke. Zum einen ein signierter Geldschein, der verschwindet und in einer intakten Zitrone wieder erscheint, die der Zuschauer selbst aufschneidet und zum anderen ein schwebender Tisch am Ende meiner Show.

Fehler passieren mir selten, weil ich mich sehr gut vorbereite. Aber es ist eine Live Vorstellung und ich kann, je nach Zauberkunststück (ich sage nicht gerne Trick, denn zaubern ist eine Kunst) kann ich mich retten, weil das Publikum nicht weiß. was genau kommt. Wenn keine Rettung möglich ist sage ich einfach, dass ein Problem aufgetreten ist und zeige das nächste Zauberkunststück.

Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, nicht nur zaubern zu können, sondern auch Entertainer zu sein? Stimmt es, dass es nicht ausreicht, nur einen tollen Trick vorzuführen, ohne dass man das Publikum zum Lachen bringt?

                 

Ja, die Unterhaltung ist das Wichtigste bei meinen Vorstellungen. Das Feedback und der Dank des Publikums bestätigen, dass meine Unterhaltung sehr gut war. Um ehrlich zu sein – ich rede Deutsch mit einem französischen Akzent, und das Publikum liebt das!

                 

Und es stimmt, die Präsentation und die Geschichte rund um das Zauberkunststück ist enorm wichtig. Ein unglaubliches Zauberkunststück, ohne eine gute Präsentation, kommt selten gut an.   

Du betreibst selbst eine Zauberschule. Wie viel kostet so ein Kurs und wie lange dauert es, bis man die einfachsten Tricks erlernt hat?               

Ich biete Zauberblöcke von je 4 x 2 Stunden für Erwachsene an und jeweils 8 x 1 Stunde für Kinder, mit Terminen nach Vereinbarung. Die neuen Schüler beginnen immer mit einfachen Zauberkunststücken, wie, z.B. das Erscheinen eines Kopfes auf einem Seil oder kleine Manipulationen mit Gummibändern. Im Prinzip und bei entsprechender Begabung kann ein Schüler das Kunststück relativ schnell zeigen, aber die Präsentation ist noch nicht gut. Ich sehe immer, dass nach ca. einer Stunde keiner der Anfänger ein Zauberkunststück sauber zeigen kann. Man muss üben, üben, üben und wenn man mit üben fertig ist, dann – noch mehr üben, üben, üben! Ein Block à 8 Stunden kostet, inklusiv der Dokumentation und dem Kleinmaterial, CHF 410.00

 

Hat sich die Zauberei in den letzten Jahrzehnten verändert? Musst du immer wieder neue Tricks lernen, um auf dem Laufendem zu sein?

Ja, die Zauberkunst hat sich geändert. Die neue Technologie, wie die Digitalisierung und immer kleinere Elektronik, usw., erlauben Effekte, die früher sehr kompliziert, teilweise unmöglich zu realisieren waren.

Auch das Internet hat seine gute und seine schlechte Seite. Die gute Seite ist z.B. die Gelegenheit gute Zauberkünstler und Zaubershows in der ganzen Welt zu sehen oder Zaubermaterial zu suchen und zu bestellen. Es ist einfach, sich über die Zauberszene, Zauberkongresse, Zauberworkshops, usw. zu informieren.

Nun zur schlechten Seite: Es werden sehr viele Zauberkunststücke erklärt, mit mindestens einer Methode, und das finde ich sehr schlimm. Es ist als würde ich Kindern erklären, dass es keinen Osterhasen, keinen Weihnachtsmann, usw. gibt. Es zerstört die Träume des Publikums. Dazu kommen sogenannte schlaue junge Zauberkünstler, die diverse Techniken zeigen, bzw. erklären, OHNE ein Wort über die Präsentation zu verlieren, wie z.B. über die Winkel. Oft ist die Technik nicht schlecht, aber nur frontal anwendbar.

Und ja, ich lerne auch neue Zauberkunststücke, aber ich arbeite auch immer noch mit den alten und bewährten Zauberkunststücken, denn das Publikum wechselt mehr oder weniger immer wieder. Ich besuche viele Zauberseminare, Workshops und Kongresse, um mich zu verbessern und um Neuigkeiten zu entdecken. Ich denke es ist absolut notwendig, sich immer weiter zu verbessern.      

                

Du bist Mitglied des Magischen Rings der Schweiz (MRS), des Magischen Zirkels von Deutschland (MZvD) und ebenfalls des Clubs Luzerner Zauberkünstler. Was kann man sich darunter vorstellen?

             

Ich denke, dass diese Vereinigungen sehr wichtig sind. Erstens, um z.B. Mitglied des Clubs Luzerner Zauberkünstler zu werden, muss man eine Prüfung absolvieren, um zu beweisen, dass man sich wirklich für die Zauberkunst interessiert und schon etwas gelernt habe. Für die Mitgliedschaft im MRS muss man eine ca. 10 Minuten Show vor erfahrenen Experten der Zauberkunst zeigen und eine theoretische Prüfung über die Geschichte der Zauberkunst absolvieren, mit Fragen wie z.B. wer den Shuttlepass erfunden hat, wer Robert Houdin ist, usw. Für den MZvD gilt dies ebenso. Übrigens ist der MZvD für mich die beste Zaubervereinigung der Welt. Als MZvD Mitglied bekomme ich jeden Monat ein sehr schönes Magazin mit Informationen über die Zauberszene, Zauberkunststücke, Literatur, usw. Diese Vereinigungen organisieren jährlich Zauberkongresse mit Händlermessen, Seminaren, Workshops, Shows und Wettbewerben.

Warum Zaubern keine Zauberei ist

Egal, wie leicht und spielerisch es aussieht, Zaubern ist ein Handwerk und zugleich eine Kunst und bedarf einer gründlichen Ausbildung, ständiger Weiterbildung und viel, sehr viel Übung. Außerdem braucht ein guter Zauberkünstler viel Hingabe und Freude daran, Menschen zu unterhalten, denn die Anerkennung seines Publikums ist das, was einen guten Zauberkünstler antreibt, immer weiter noch besser zu werden. Wir danken „Magic Pierre“ für diesen interessanten Einblick in die Welt der Zauberkunst.

 

www.magic-pierre.ch  /  www.lernen-zaubern.ch

 

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