Zauberei – unterhaltsam und geheimnisvoll

Veröffentlicht am 1 Oktober 2018 von Verena Arnold
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Zauberei begeistert die Menschen schon seit sehr langer Zeit. Fast jeder Mensch ist fasziniert, welche Überraschungen und Geheimnisse die Zauberei bietet. Und gerade das Unerwartete versetzt uns immer wieder in Staunen. Ein guter Zauberer investiert viel Arbeit, Zeit und Mühe in seine Kunst. Das, was auf der Bühne passiert, ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, denn die Entwicklung und Vorbereitung der Kunststücke nimmt ein Vielfaches der Zeit in Anspruch. Und bis ein Kunststück dann auch zuverlässig funktioniert, braucht man viel Geduld für die Fehlversuche. Was auf der Bühne so leicht aussieht, ist im Vorfeld harte Arbeit.

Wir wollten gern ein bisschen hinter die Kulissen schauen und haben mit dem Inhaber von Atelier21, dem 1965 in Biel geborenen Christoph Borer, gesprochen. Seine Leidenschaft für die Zauberei begann schon sehr früh, als er mit 7 Jahren einen Zauberkasten geschenkt bekam. Und schon bald entwickelte sich aus dem Hobby der Berufswunsch. Bei einer Umfrage in der 5. Klasse zu den Berufswünschen der Schüler, gab es für ihn nur eine Antwort: „Ich will Illusionist werden“.  Nach der Schule begann er ein Mathematikstudium, aber die Begeisterung für die Zauberei liess ihn nicht los. Er lernte alles als Autodidakt und als er die Kunst so gut beherrschte, dass er damit auftreten konnte, brach er das Studium ab und gab sich ganz der Zauberkunst hin.

Dreimal hatte er jeweils für einige Jahre ein Zaubertheater in Biel. Da er aber durch seine Auftritte in ganz Europa, teilweise sogar weltweit, sehr viel reist, konnte er dieses Theater nie regelmäßig betreiben, so dass es eher wie ein Hobby anzusehen ist, wo er in der Regel nur 2 x pro Monat auftritt. Termine für seine Auftritte sind auf http://atelier21-biel.ch aufgelistet.

Unser Interviewpartner und Zauberkünstler Christoph Borer

Christoph, du bist Zauberkünstler – wann hast du mit dieser Tätigkeit begonnen? War der Start schwer – in Bezug auf Lampenfieber oder hast du es locker genommen? Und mit welchem Bereich der Zauberei hast du überhaupt begonnen?

Ich habe mit 7 Jahren und mit einem Zauberkasten begonnen. Dann habe ich mich mit Zauberbüchern weitergebildet. Und auch da schon ab und zu Auftritte gemacht. Irgendwie fiel mir alles leicht. Und schliesslich, mit 23 Jahren, habe ich die Profikarriere angefangen. Die ersten zehn Jahre war Lampenfieber ein ständiger Begleiter. Dann legte es sich. Heute habe ich gar kein Lampenfieber mehr. Ich habe mit allgemeiner Zauberei begonnen und dann im Laufe der Zeit nahezu jede Zaubersparte ausgeleuchtet. Heute liebe ich Mentalmagie am meisten.

 

Du bist Teil des Zaubertheaters. Was kann man sich darunter vorstellen? Wie wichtig ist es ihrer Meinung nach, nicht nur zaubern zu können, sondern auch Entertainer zu sein?

Nun, ich bin nicht Teil des Zaubertheaters. Ich habe das Theater „Atelier21“ vor fünf Jahren eröffnet, weil ich wieder einmal eine eigene Spielstätte wollte. Da kann ich Vorstellungen geben, wie ich sie will. Ich muss mein Repertoire nicht den Wünschen von Anderen anpassen, sondern kann zeigen, was ich will. Gut zaubern ist das Wichtigste. Wenn du gut zauberst, unterhältst du damit automatisch die Zuschauer, Aber natürlich musst du eine interessante Bühnenfigur sein, die Zuschauer auch als Mensch begeistern. Witze sind gut, aber nicht zwingend.

 

Hast du einen Lieblingstrick, der in der Show nicht fehlen darf und gibt es noch Tricks von anderen Zauberern, bei denen du denkst: Wow, keine Ahnung wie das ging?

Meine Lieblingstricks wechseln von Zeit zu Zeit immer wieder mal. Im Moment ist es „Die Gedankenübertragung“, die ich mit meiner Bühnenpartnerin Luna Lux aus Berlin häufig vorführe. Sie steht mit verbundenen Augen auf der Bühne. Ich bin im Publikum, die Zuschauer dürfen mir beliebige Gegenstände geben. Luna errät die Gegenstände. Auch Details, wie die Farbe, die Seriennummer auf einem Geldschein oder den Geburtstag eines Zuschauers.

Ich kenne die Zauberei sehr gut, tausche mich auch ständig mit Berufskollegen aus. Ich kenne deshalb alle Trickprinzipien, so dass mich kein Kunststück mehr verblüfft. Aber ich geniesse die verschiedenen Vorführideen dazu.

 

Geht manchmal auch etwas schief? Wie reagierst du? Kannst du in solchen Momenten auch lachen? Gibt es Erlebnisse, die du lieber aus deinen Erinnerungen lieber streichen würdest?

Klar geht was schief. Ich bin ein Mensch! So rund zwei-, dreimal im Jahr geht echt was schief und ein Dutzend Mal etwas Kleines. Früher hat mich das aus der Bahn geworfen. Heute – nach rund 5500 Shows – kann mich nichts mehr rausbringen. Ich bleibe ruhig und kann mich entweder daraus herauswinden oder wenn es nicht geht, gebe ich einfach zu, dass es schief lief. Das ist kein Problem.

Yep, einiges würde ich schon gern streichen. Und das lassen wir hier deshalb auch einfach weg.

 

Wirkt sich die Zauberei auch auf dein Privatleben aus? Wohin würdest du dich jetzt zaubern, wenn du dich an einen anderen Ort zaubern könntest?

Da ich sehr viel herumreise, habe ich keine Kinder. Ich würde sie gar nicht aufwachsen sehen. Aber die Zauberei, die Reisen, die verschiedenen Kulturen, die vielen sozialen Kontakte, geben mir sehr viel. Ich bin richtig glücklich mit meinem Leben.

Ich würde mich gar nirgends hinzaubern. Ich sitze gerade zu Hause, da bin ich selten, aber gerne.

Zauberkünstler Christoph Borer und Luna Lux

Leben für die Zauberei

Das Gespräch mit Christoph Borer, für das wir uns herzlich bedanken, hat uns gezeigt, dass Zauberer kein gewöhnlicher Beruf ist. Für diese Kunst braucht es Leidenschaft und völlige Hingabe und die unabdingbare Freude daran, sein Publikum zu unterhalten. Wer selbst von einer Karriere als Zauberer träumt, sollte sich dessen bewusst sein, genau wie der Tatsache, dass die Arbeit sich nicht auf die Bühnenauftritte beschränkt.

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