Wiit Secht – mit Weitsicht durchs Leben 

Veröffentlicht am 16 August 2019 von Verena Arnold
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Die psychische Gesundheit steht in der modernen Medizin gleichberechtigt neben der physischen Gesundheit. Viele Menschen nehmen verschiedenste Belastungen wahr, wissen aber nicht, wie sie diesen begegnen sollen. Jeder wünscht sich wohl ein erfülltes Leben, bestimmt von festen Denkmustern scheint dies aber oft, ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. 

Astrid Rösch wurde 1975 in Sempach geboren und hat schon früh die Natur und die Menschen um sich zu schätzen gelernt. Neben dem Joggen liebt sie es, zu kochen, Freunde zu treffen oder ins Kino zu gehen. – Eine besondere Freude bereitet ihr auch der Beruf als Psychologin in ihrer Praxis Wiit Secht: Frühjahr 2019 hat Astrid eine Gemeinschaftspraxis gegründet, in der ihre Kolleginnen auch in anderen Fachgebieten wie Massage oder Ernährung tätig sind. 

Astrid machte zunächst eine Ausbildung als Primarlehrerin, studierte dann später noch Psychologie und Philosophie. Diese Zeit an der Uni Bern habe sie sehr genossen, erzählt uns Astrid, die mit einem Master in Klinischer Psychologie sowie in Entwicklungspsychologie abschloss. Außerdem hat sie noch verschiedene Ausbildungen in mentalen Therapieverfahren absolviert und arbeitet nebenher als Heilpädagogin mit Kindern und Jugendlichen. 

In ihrer Praxis empfinde sie es als besonders erfüllend, wenn ihre Klienten einen heilsamen Prozess durchlaufen und es ihnen dadurch immer besser geht: Dass Menschen statt Enge und Verzweiflung wieder Zuversicht und Leichtigkeit erfahren, ist Astrids Anliegen. Also erneut wiit secht” oder zu Deutsch Weitsicht” bekommen. Dazu hat sie ein erfolgreiches psychologisches Konzept entwickelt, das auch den präventiven Bereich beinhaltet. 

Unsere Interviewpartnerin und Therapeutin Astrid Rösch

 

Astrid, du therapierst psychische und psychosomatische Beschwerden. Welche Art der Beschwerden zählen hierzu? Seit wann beschäftigst du dich mit den verschiedenen Therapiemethoden und woher stammt dein Interesse dafür?

Der Begriff „psychosomatisch“ stammt von Psyche (Seele) und Soma (Körper). Somit ist mit psychosomatischen Beschwerden zu verstehen, dass seelische/psychische Belastungen körperliche Symptome hervorrufen. Dies können dann z.B. Magen-Darm Probleme sein, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Essstörungen und vieles mehr. Es kann auch umgekehrt sein, sodass körperliche Beschwerden das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen.

Psychische Beschwerden, da gehören alle psychischen Störungen wie z.B. Depression, lang

anhaltende Trauer, Traumata, Phobien, Ängste, Ticks, Stress, Burnout usw. dazu. Seit dem jungen Erwachsenenalter interessiere ich mich sehr für Psychologie. Nach dem Studium habe ich mich intensiv mit verschiedenen Therapiemethoden beschäftigt. Viele Psychologen arbeiten mit den klassischen Methoden, was sehr wertvoll ist. Für diese konnte ich mich aber persönlich nicht begeistern, weil man mit mentalen Verfahren, meines Erachtens, tiefgreifender arbeiten kann. Meine Klientinnen und Klienten kommen gerade deswegen zu mir. Was meine Therapie ausmacht, ist die Kombination aus der Klinischen Psychologie, der Philosophie und dem mentalen Therapie-Verfahren. Meine Erfolge sprechen für sich bzw. für diese Art von Therapie.

 

Aus welchen Anwendungen setzt sich dein Angebot in der Psychologie und im Coaching zusammen? Für welche Zielgruppe sind die Anwendungen konzipiert? Welche möglichen Themen werden in den Sitzungen behandelt? Wie sind die Sitzungen grundsätzlich aufgebaut?

Oft bewegt sich jemand im gleichen Gedanken- oder Verhaltensmuster. Dies geschieht unbewusst. Daher kann sich der Betroffene auch nicht vorstellen, warum etwas ständig misslingt. Der psychologische Teil beinhaltet das Aufdecken dieser Muster z.B. durch

Gespräche, Hypnose oder autogenes Training.

Der Prozess des psychologischen Coachings und der Therapie gliedere ich auf in:

– Erkennen (aha, so mache ich das, so denke ich, so sind meine Glaubenssätze),

– benennen,

– bejahen (Integration),

– verändern.

Die Veränderung benötigt dann das Coachingmodell, d. h. ein möglicher Weg wird entwickelt, welchen ich begleiten darf. Mögliche Themen sind im Coaching:

– berufliches und privates Weiterkommen,

– Optimierung der eigenen Leistung (können x wollen x tun),

– Freundschaften / Beziehungen, Konflikte,

– Strukturen finden (bei diversen Arbeiten), Pläne erstellen, Zeit optimieren, usw.

Meine Zielgruppen sind Menschen egal welchen Alters. Einerseits arbeite ich mit Menschen, welche ihr Leben optimieren wollen, und andererseits mit solchen, die mit psychischen Problemen konfrontiert sind.

 

Mit welchen Gegenständen arbeitest du in der psychologischen Beratung und im Coaching? Welche Utensilien gehören zu deiner Grundausstattung?

Ich verwende oft Spielfiguren, um Beziehungen und Situationen darzustellen, oder wir zeichnen Zusammenhänge auf dem Whiteboard auf.

Im Coaching arbeitet man mit gezielten Fragetechniken, indem sich der Klient die Fragen selber beantworten kann.

Da ich gerne nachhaltig arbeite, sende ich meinen Kunden individuell angefertigte Audioaufnahmen zum Entspannen und um mental an bestimmten Themen zu arbeiten. Meistens kommt auch mein „heißer Stuhl“ zum Einsatz  (Hypnose / Mental-Training-

Sessel).

 

Was versteht man unter dem autogenen Training? Welche therapeutischen Interventionen gibt es in diesem Bereich? Für wen ist diese Art des Trainings besonders geeignet? Auf welche Wirkungsbereiche zielt das autogene Training ab?

Das autogene Training wurde in seiner ursprünglichen Form vor ca. 100 Jahren von Johannes Heinrich Schultz entwickelt. Es handelt sich um eine Technik, welche es ermöglicht, sich selber (autogen) oder geführt in einen tiefen Entspannungszustand zu versetzen und in diesem anschließend mental zu arbeiten. Schultz ließ sich vom Zustand der Menschen in Hypnose inspirieren, wollte aber ein Verfahren generieren, das eigenständiges Arbeiten auch zulässt. Es ist erwiesenermaßen so, dass die mentale Arbeit in diesem entspannten Zustand enorm greift.

Heute gibt es viele Formen unter „autogenem Training“, unter anderem die Therapie, aber auch Meditation und eben das ganz eigenständige (autogene) Üben für sich alleine. Es wird mit inneren Bildern gearbeitet, in der Vergangenheit, in der Zukunft und auch im Jetzt. Es werden alte, störende Denkmuster aufgedeckt und bearbeitet. Da gibt es unzählige Möglichkeiten.

Als Therapie: Die Klienten werden in eine tiefe Entspannung begleitet, in welcher die Therapie stattfindet. Und nein, man ist nicht ausgeliefert. Im Gegenteil, die Klienten sind sehr fokussiert und könnten, falls gewünscht, den Prozess abbrechen. Zu Hause können viele Übungen weitergeführt werden, was natürlich wichtig ist. Nur schon der Entspannungszustand (erste Stufe des autogenen Trainings) ist sehr heilsam, vor allem für solche, die unter stressbedingte Symptomen leiden, nervös sind, nicht schlafen können oder auch gesundheitlich angeschlagen sind. Und Stress ist, wie jeder weiß, eine Volkskrankheit.

Es kann jedes Problem mit dieser Technik angegangen werden. Nicht alle Menschen können sich zu Beginn gleichermaßen entspannen, brauchen halt etwas mehr Zeit. Oft berichten aber meine Klienten, dass schon in der ersten Sitzung sehr tiefe Entspannungszustände erreicht werden konnten. Wenn mentale Verfahren nicht fruchten, merkt man das schnell. Das betrifft aber ganz wenige Menschen.

Autogenes Training findet Anwendung im Sport, in der Therapie von psychischen und psychosomatischen Leiden, im Aufdecken von Problemen. Es gibt kaum Bereiche, wo es keinen Sinn macht.

Wirkungsweise? Darf ich etwas ausführen?

Unser Gehirn ist plastisch, d.h., es verändert sich, indem es neue Synapsen bildet oder nicht mehr gebrauchte abbaut: „Use it or lose it“. Jeder kennt es, z.B. eine Fremdsprache, die nicht gebraucht wird, verkümmert. Die Wissenschaft um die Macht der Gedanken ist ein junges Forschungsgebiet. Klar ist: Das, was man denkt, hat enormen Einfluss auf das Erleben jedes Individuums. Gedanken, Bewertungen generieren Gefühle, und da sind wir mitten in der Psychologie. Dies können wir uns in der Therapie zunutze machen, indem wir praktische, heilsame, ideale Denkweisen trainieren, welche uns stimmige Gefühle generieren. Meine Klienten berichten freudig erstaunt, wie sich ihr Leben nach den Interventionen stark positiv verändert.

Der Begriff „psychosomatisch“ stammt von Psyche (Seele) und Soma (Körper)

 

Use it or lose it

Was Astrids Therapie auszeichnet, ist das Zusammenspiel von klinischer Psychologie, Philosophie und mentale Verfahren: Durch Gespräche oder autogenes Training versucht sie, Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen, damit die Klienten eine positive Entwicklung durchleben können. Denn unser Gehirn ist wandelbar und kann immer wieder neue Vernetzungen herstellen und alte verwerfen. Um Probleme aber erst einmal aufdecken zu können, werden Beziehungen oder Konflikte anschaulich dargestellt, damit bewusst andere, stimmige Denkweisen  trainiert werden können. 

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