Wie man den Rücken stärkt

Veröffentlicht am 19 Dezember 2018 von Verena Arnold
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Rückenschmerzen, das schreibt die Rheumaliga Schweiz auf ihrer Website, ist die häufigste Form von Schmerzen des Bewegungsapparates. Ungefähr 80 Prozent der Erwachsenen kennen Rückenschmerzen aus eigener Erfahrung. Zum Glück sind die meisten Rückenschmerzen harmlos. Doch bei einigen ist dies nicht der Fall wie zum Beispiel bei Jürg Helfenstein, der sich bereits mit 31 Jahren aufgrund von Schmerzen am Rücken operieren lassen musste.

Seinen Job als Chauffeur konnte der gebürtige Winterthurer nach der Operation nicht mehr nachgehen. Der Familienvater liess sich davon jedoch nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Seine eigene Krankheitsgeschichte motivierte ihn dazu, mehr über den Rücken und seine Anatomie zu erfahren. Der 40-Jährige wollte wissen, was man gegen die Schmerzen am Rücken tun kann.

Das brachte Jürg Helfenstein dazu, medizinischer Fitnesstrainer zu werden. Er hat viele Ausbildungen absolviert. So hat er sich nicht nur zum medizinischen Fitnesstrainer ausbilden lassen, sondern auch zum Personaltrainier und zum Yogalehrer. Heute arbeitet der 40-Jährige als selbständiger Personaltrainer.

Unser Interviewpartner und Fitnesstrainer Jürg Helfenstein

 

Jürg Helfenstein, können Sie sich bitte vorstellen? Wie sieht der Arbeitsalltag eines Personaltrainers aus? Welche Trainingsmethoden gibt es bei Ihnen und welche Dienstleistungen bieten Sie noch an?

Mein Name ist Jürg Helfenstein und ich bin 41 Jahre jung. Ich bin in Winterthur geboren und auch aufgewachsen. Ich bin verheiratet und glücklicher Familienvater.

Das Training mit einem Kunden beginnt jeweils zwischen 7 und 8 morgens. Das heisst ich stehe um 6 Uhr auf, frühstücke und bereite mich auf den Tag vor, sprich plane noch die letzten Trainings und Essenspläne für die Kunden.

Danach kommen die Kunden, um eine Stunde zu trainieren. Andere kommen, um über ihre Ernährung, Ergebnisse, Veränderungen und Messungen zu sprechen oder einfach auch mal, um sich mit mir über Sorgen auszutauschen.

Das nimmt alles so viel Zeit in Anspruch, dass ich manchmal nur wenig Zeit habe, um Mittagspause zu machen. Der letzte Kunde kommt jeweils um zirka 20 Uhr. Wenn ich noch genügend Energie aufbringen kann, absolviere ich mein eigenes Training – das gehe ich aber eher ruhig und nicht hochintensiv an.

Ich habe mich auf Rückenbeschwerden spezialisiert, was bedeutet, dass ich eigentlich ein Reha Personaltrainer bin. In diesem Bereich ist Yoga immer wieder ein Thema – ein optimaler Ausgleich zwischen Kraft, Stabilisation sowie Ruhe im Körper und Geist. Ich mache auf Wunsch aber auch Muskelaufbau und Fettreduktion. Neben meiner Kernkompetenz als Rehatrainer im Bereich Rücken, stelle ich Kraftprogramme für Läufer, die Kurz- oder Langdistanzen absolvieren.

Aber egal, für welches dieser Angebote man sich entscheidet: Bei allen Themen muss die Ernährung abgestimmt werden. Die richtige Energiezufuhr – auch für den Alltag – muss einfach stimmen. Ernährungsberatung ist also absolut Pflicht in meinem Beruf.

 

Wie sieht ein typisches Training mit Ihnen aus? Welche Vorteile hat ein Personal Training? Wie häufig sollte ein Personal Training stattfinden, um schnell die gewünschten Ergebnisse zu erreichen?

Der Kunde kommt zu mir und wir machen unter anderem eine Messung auf einer Waage, die den Fettanteil und die Muskelmasse misst. Danach besprechen wir die Veränderung. Daraufhin wärmt sich der Kunde auf. Dies kann entweder auf einem Veloergometer, Rudergerät oder einem Crosstrainer sein. Wenn das Training draussen stattfindet, wärmen wir uns mit einer zirka 10-minütigen Jogging Einheit auf.

Bei Reha Kunden sind je nach Schmerzzustand mehrere sanfte Balanceübungen angesagt, die man im Stehen und auf dem Boden absolvieren muss. Also eigentlich müssen alle Kunden zuerst Stabilisierungsübungen machen. Wir besprechen jeweils noch, was sie in den letzten Trainings, die sie allein absolviert haben, erreicht haben.

Sobald wir alles besprochen haben, sie ihre Stabilisierungsübungen gemacht haben, fängt das eigentliche Training an. Wie sich dieses gestaltet, hängt von der jeweiligen Person, von den Zielen und dem Fortschritt ab – das ist selbstverständlich sehr unterschiedlich. Wenn das Training nach einer Stunde beendet ist, frage ich die Kunden immer, wie sie sich fühlen. Kunden mit Rückenproblem frage ich noch während des Trainings, wie ist die Befindlichkeit. Das ist sehr wichtig, weil ich dadurch erfahre, wie sich die Übungen für sie anfühlt, sprich wie sie die Übungen wahrnehmen, was sie bei ihnen auslöst und inwieweit ihr Körper die Übungen spürt.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Ich motiviere die Kunden, wenn diese aufgeben möchten. Ich unterstütze sie bei allen Übungen, ich zeige ihnen, wie sie diese optimieren können und wie sie sie richtig machen, damit keine körperlichen Schäden entstehen. Das Wichtigste, was über alles stehen muss, ist die Gesundheit. Wenn ein Kunde ein Wunsch äussert, der ihm schaden könnte, lehne ich ihn als Kunden ab.

Da muss man ehrlich sein: Es kommt aufs Geld und den Willen des Kunden an. Aber Ziele erreichen, kann man immer. Ob es einmal pro Woche ist oder alle drei Tage spielt dabei keine Rolle, wichtig ist, dass der Kunde sein Training zu 100 Prozent ausführt. Ein Personaltrainer bringt einen einfach schneller und effizienter ans Ziel. Eine maximale Grenze der Betreuung gibt es so nicht. Denn auch hier kommt es auf das Trainingsziel an und in welchem Zeitraum dieses erreicht werden soll. Je umfassender die Betreuung ist, desto grösser der Erfolg.

 

Bieten Sie auch Ernährungsberatung an? Welche Lebensmittel empfehlen Sie Ihren Kunden? Muss man unbedingt Diät halten, wenn man abnehmen möchte? Was und wie lange braucht man, um gesund abzunehmen?

Ja, ohne die richtige Ernährung schwindet der Erfolg drastisch. Auch bei Reha Kunde ist das der Fall. Teilweise haben auch sie zu viel Körpergewicht und können aus diesem Grund auch körperliche Probleme haben.

Von Diäten halte ich aber gar nichts. Diäten bedeuten nämlich meistens Verzicht von Makro-Nährstoff: keine Kohlenhydrate, keine Fette, oder es werden die Proteine weggelassen. Damit hat man kurzfristig Erfolg, langfristig jedoch nicht. Man möchte aber langfristig eine Veränderung erreichen – und das gelingt nur durch eine ausgewogene Ernährung, die dem Lebensstil, sprich dem Beruf und der sportlichen Aktivität angepasst ist. Eine Büroangestellte zum Beispiel sollte sich anders Ernähren als ein Gärtner, der in seiner Freizeit Halbmarathons bestreitet.

Viele Menschen denken, dass wenn man abnehmen will, es einfach reicht, weniger zu essen. Aber das stimmt nicht. Was nämlich passiert, ist, dass man oft dann viel zu wenig ist und man diese Kilogramme und noch einige zusätzliche später wieder zunimmt. Ich sage deshalb immer: Lieber 500 Gramm in der Woche abnehmen als zehn Kilogramm in zehn Tagen. Langsam ist meine Devise, denn nur durch das langsame Abnehmen bleibt es dauerhaft. Um dauerhaft abzunehmen, braucht der Körper seine Nährstoffe, sprich Kohlenhydrate, gesunde Fette und genügend Proteine. Ausserdem sollte man noch viel Gemüse essen. Das wichtigste bei einem Training ist jedoch die Unterstützung aus dem Umfeld. Wenn man die nicht bekommt, wird es schwer. Unterstützen kann man jemanden zum Beispiel, indem gemeinsam trainiert und gemeinsam kocht.

Man kann keine Aussage darüber treffen, wie lange man braucht, um ein Ziel zu erreichen. Jeder Mensch ist anders, seine Situation, sprich sein Gewicht, Alter, Beruf und sportliche Aktivität ist anders. Deshalb biete ich ein kostenloses Gespräch an, bevor wir überhaupt mit der Beratung oder dem Training beginnen.

 

Wo befindet sich Ihr Fitnessstudio? Welche Öffnungszeiten hat es? Wie kann man sich zu einem Training anmelden? Welche Voraussetzungen soll man mitbringen? Wie teuer ist ein Training?

Die Personaltrainings biete ich im Migros Fitnesspark in Winterthur. Über meine Website www.personaltrainer-jh.ch kann man sich bei mir per Mail erreichen. Danach findet meistens ein Telefonat statt, um Genaueres festzulegen. Wir sprechen über die Örtlichkeiten, die Zeiten und natürlich über die Preise. Im Fitnesscenter kostet eine Einzelstunde CHF 120.–, ausserhalb des Fitnesscenters kostet das Training oder die Ernährungsberatung CHF 140.–. Es besteht die Möglichkeit, Abos zu lösen. Es gibt 5er-, 10er- oder 20er-Abos.

Voraussetzungen braucht es nur eine: Wirklich etwas für die Veränderung machen zu wollen.

Der Personaltrainer ist auch Yogalehrer

Wo man die Dienste von Jürg Helfenstein in Anspruch nehmen will, ist übrigens dem Kunden selbst überlassen. Der 40-Jährige bietet die Möglichkeit, im Fitnesscenter im Winterthur zu trainieren. Wenn der Kunde es aber wünscht, kommt der Personaltrainer auch zu ihm nach Hause oder man kann die Übungen auch draussen in der Natur ausführen. Der Familienvater arbeitet jedoch nicht nur als selbständiger Personaltrainer, sondern betreibt mit seiner Frau auch ein Yogastudio. Das Paar haben dort zwei Mitarbeiter angestellt. Zu viert betreuen sie die Kunden.

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