Der Welt einen ganz persönlichen Beitrag schenken

Veröffentlicht am 18 März 2019 von Verena Arnold
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Vieles, was der Begründer der systemischen Aufstellungen Bert Hellinger als „Ordnungen der Liebe“ in unser Bewusstsein gebracht hat, lässt sich gemäss Santosh Renato eins zu eins im Herdenverhalten von Tieren beobachten. Deshalb lohnt es sich seiner Erfahrung nach, der Natur zuzuschauen und auf deren Zeichen und Abläufe zu achten. Auf der Suche nach Antworten gibt es einige sehr effektive Methoden, welche helfen die inneren Hindernisse zu erkennen und diese anzugehen.

Santosh Renato arbeitet selbständig als Coach und spiritueller Wegbegleiter in seiner eigenen Praxis „Personal-Touch – Coaching das persönlich berührt“. Er liebt die Vielseitigkeit, die eine selbständige Arbeit mit sich bringt und hat bewusst keine Angestellten. Teamarbeit lebt er in der projektbezogenen Zusammenarbeit mit anderen Coaches. Zudem ist er im Rahmen von Meditation Schweiz, der ersten interreligiösen Meditationslehrer Ausbildung in der Schweiz, als Seminarkoordinator und Dozent tätig. Seit jeher fasziniert ihn das Entdecken und Erforschen von Methoden, die helfen die emotionalen Wunden zu heilen, damit wir uns als Menschen immer freier bewegen und ausdrücken können.

Er absolvierte sein Studium der Ergotherapie in Biel. Dies bot ihm eine solide schulmedizinische Basis für seine therapeutische Arbeit. Danach folgten berufsbegleitend viele Jahre der Selbsterfahrung und praxisorientierte Aus- und Weiterbildungen in Meditation, Bioenergetik, Tantra, systemischem Familienstellen und Voicedialogue und zahlreiche weitere.

Unser Interviewpartner und Coach und spiritueller Wegbegleiter Santosh Renato

 

Santosh, wie hast du dich weitergebildet? Was ist das Besondere an deiner Arbeit? Wie kannst du Menschen am besten helfen?

Bei meinen Weiterbildungen bin ich keinem bestimmten Schema gefolgt, sondern habe mich immer von meinen persönlichen Interessen leiten lassen. Oft habe ich eine neue Methode auch erst einmal für mein eigenes ganz werden in Anspruch genommen, um sie dann später von Grund auf zu erlernen, sodass ich sie heute auch mit meinen KlientInnen anwenden kann.

Das für mich immer wieder faszinierendste an meiner Arbeit ist sicherlich, dass keine zwei Stunden gleich sind. Wer mit Menschen arbeitet, kennt das. Es sind so viele Faktoren die zusammenspielen, und jeder Moment im Leben ist so einzigartig. Dank dem wird mir meine Arbeit auch nie langweilig, denn so etwas wie Wiederholungen gibt es nie.

Meiner Meinung nach bin nicht ich es, der den Menschen hilft, sondern das Bewusstsein meiner KlientInnen und ihre Bereitschaft hinzuschauen, was bei ihnen selbst wirklich los ist. Dies gilt im Speziellen für die systemische Arbeit. Wenn wir Dinge aus dem Schatten des Unbewussten ans Licht des Bewusstseins bringen können, dann geschieht Heilung ganz von selbst.

 

Was macht dein Coaching besonders? Wie lange dauern die Coachingeinheiten? Was kann man erwarten?

Das Besondere an meiner Art zu arbeiten ist sicher, dass ich wie ein Meditierender vorgehe. Ich versuche leer zu sein, sprich möglichst keine Vorstellung davon zu haben, wohin die Begleitung des Menschen oder des Paares, welches zu mir kommt, hingehen soll. Es braucht viel Übung und Vertrauen, diesen Leerraum auszuhalten. Doch wenn dies gelingt, kann sich aus dem jeweiligen Moment heraus zeigen, welcher nächste Schritt gerade jetzt ansteht. Meine Aufgabe besteht dann darin mit allen mir zur Verfügung stehenden Mittel und Methoden, den Menschen dabei zu unterstützen. Mit anderen Worten ich arbeite immer mit dem, was jetzt gerade da ist! Dies erfordert eine hohe Präsenz und eine Wachheit auf den unterschiedlichsten Wahrnehmungsebenen. Zudem arbeite ich, wenn immer möglich unter Einbezug des Körpers und dessen Intelligenz. Denn der Körper ist immer im Hier und Jetzt und hilft Neues bis tief auf der Zellebene zu verankern.

Für eine Coaching Einheit nehme ich mir zwei Stunden Zeit, egal ob wir diese ausschöpfen oder nicht. Die Erfahrung lehrte mich, dass die Nachhaltigkeit der Resultate viel größer ist, wenn ich einen Raum anbiete, in dem nicht auch noch der übliche Alltagsstress herrscht. Erst dachte ich, die KlientInnen werden dies nicht verstehen, doch das Gegenteil war der Fall. Sie schätzen es sehr in Begleitung einmal in aller Ruhe dem Raum zu geben, was jetzt gerade Platz verlangt in ihnen.

Meine KlientInnen können erwarten, dass sie in ihrem ganzen Wesen angenommen werden, wie sie sind, und ich sie nach meinem besten Wissen auf ihrem ganz individuellen Weg begleite. Meine Haltung ist sicher immer wertschätzend, prozessbegleitend und lösungsorientiert. Zu Beginn und zum Abschluss einer Session steht meistens eine kurze geführte Meditation, die ihnen hilft im Raum und bei sich anzukommen. Den Inhalt der Einheiten inkl. der angewendeten Therapiemethoden werden immer gemeinsam bestimmt.

 

Welches Tool / Hilfsmittel nutzt du am liebsten für deine Arbeit? Wie bist du darauf gekommen, dieses zu verwenden und was zeichnet es besonders aus? Würdest du es mir auch als Anfänger im Feld des Coachings empfehlen?

Das weitaus am meisten verwendete Tool ist bei mir die systemische Aufstellung. Ich liebe die Aufstellungsarbeit deshalb so sehr, weil wir dadurch sofort aus dem Kopf in den Körper und ins Fühlen kommen, also näher zu unserem wahren Wesen. Auch wenn manche KlientInnen anfänglich Bedenken äußern, ob sie überhaupt etwas fühlen werden, so kann ich sie jeweils beruhigen, denn ich habe noch nie jemanden erlebt, der nichts gefühlt hätte. Das hat auch einen ganz simplen Grund, denn noch bevor wir als Kleinkinder unseren Verstand entwickeln, sind wir bereits absolut gefühlsfähige Wesen. Wir alle kommen mit dieser Gabe zur Welt und es reicht aus, dass wir aufhören gewisse Dinge zu tun, um wieder mit dieser sehr heilsamen Gefühlsebene in Kontakt zu kommen.

In verschiedenen meiner Ausbildungen wurden immer auch mit systemischen Aufstellungen gearbeitet, um mehr Licht in unbewusste Prozesse zu bringen. So wurde ich neugierig auf diese Methode. Es vergingen jedoch noch mehrere Jahre, bis ich in Margrit Meier, die für mich geeignete Lehrerin dafür fand. Klar wünschen wir uns alle eine harmonische Familie. Doch die Versuchung eine Aufstellung in Richtung „Happy End“ zu manipulieren war bei einigen Aufstellenden so groß, dass ich niemals hätte von ihnen lernen können. Margrit Meier hingegen hat genau diese Fähigkeit auszuhalten, wenn eine Aufstellung nur teilweise oder auch manchmal ungelöste blieb, was mich sehr faszinierte. Dazu muss ich vielleicht erklären, dass nicht eine gelöste Situation heilsam ist, sondern wenn sein darf und gesehen werden darf, was ist.

Die Methode der systemischen Aufstellung ist für jeden Menschen, egal ob AnfängerIn oder Coachingerfahrenen ohne Weiteres möglich. Klar ist es hilfreich, wenn der Methode gegenüber mit Neugierde und Offenheit begegnet werden kann. Doch wer bezüglich der Aufstellungsarbeit Widerstände hat, kann ja auch einmal mit jemand Anderem in eine Sitzung mitgehen oder in einer Gruppe als StellvertreterIn teilnehmen, um zu erleben ob diese Methode etwas für ihn oder sie ist. Die Rolle der Stellvertreter besteht darin, kein eigenes Thema in einer Aufstellung anzuschauen, sondern sich für die Besetzung einer Rolle in der Aufstellung einer anderen Person zur Verfügung zu stellen. Dadurch kann die StellvertreterIn in einem für sie sicheren Rahmen direkt über den eigenen Körper erfahren, dass es möglich ist, so zu fühlen, wie die Person die sie vertritt und ihre Widerstände im besten Fall abbauen.

 

Warum ist es für dich wichtig, authentisch zu sein? Wie kann man im Alltag authentischer sein? Was können unsere Leser im Alltag lernen?

Ich begleite vor allem Einzelpersonen und Paare, die den Wunsch nach mehr Lebensqualität und insbesondere nach mehr Tiefe mit sich und in ihren nahen Beziehungen haben. Diese erreichen wir aber nur, wenn wir die Masken, die wir in der Gesellschaft oft zu tragen pflegen, bewusst wahrnehmen und auch einmal ablegen können. Klar, löst dies bei vielen Menschen erst einmal Widerstand und Angst aus. Es braucht schon eine ganze Portion Mut, um sich damit, was dahinter verborgen liegt, auseinanderzusetzen. Zum einen geht es oft zuerst einmal darum die eigenen Bedürfnisse und Wünsche wieder kennenzulernen und als zweites diese in Kontakt zu bringen mit unseren Liebsten. Dies erfordert auch eine ganz andere Form der Kommunikation, und wir bewegen uns weg von Objektbeziehungen, wo wir uns gegenseitig für unsere Zwecke einspannen und gebrauchen wollen hin zu Subjektbegegnungen wo wir uns gegenseitig informieren und gemeinsam schauen, was entstehen kann. Wer diese authentische Art zu sein einmal für sich entdeckt hat, weiß wie tief befriedigend solche Kontakte sind, und bei den meisten Menschen, die damit in ihren intimen Beziehungen beginnen, geht es nicht lange bis sie solche authentischen Kontakte auf ein weiteres Umfeld ausdehnen.

In den Wegbegleitungssitzungen besteht die Möglichkeit dies in einem geschützten und von mir begleiteten Rahmen vorzubereiten und zu üben. Zudem ist es sinnvoll zu schauen, wo im Alltag diese Art zu sein Sinn macht und wo nicht. Es wäre töricht zu meinen, dass wir überall einfach ganz authentisch alles aussprechen sollten, was gerade in uns lebendig ist. Damit können wir auch unser Umfeld komplett überfordern und wir selber würden zu verletzbar.

Keine zwei Stunden von Santosch Arbeit sind gleich

 

Das Potenzial der Menschen

Die Triebfeder von Santosh Renato war immer schon das große Interesse und die kindliche Neugier am Menschen. Insbesondere die Frage welches Potenzial wirklich in jedem Menschen steckt und was uns daran hindert, dieses voll und ganz zu leben, beschäftigte ihn, seit er zurückdenken kann. Er ist stark geprägt durch das positive Menschenbild der humanistischen Psychologie. Dies ist der Grund, weshalb er seine KundInnen äußerst zufrieden stellt und auf deren Bedürfnisse individuell eingehen kann.

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