Visitenkarten im digitalisierten Zeitalter

Veröffentlicht am 24 Oktober 2018 von Verena Arnold
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In der heutigen Zeit ist die Verteilung von Visitenkarten nicht mehr so gängig, wie sie es einmal war. Für gewöhnlich tauscht man Handynummern aus, um auf Whatsapp zu kommunizieren, oder teilt Leuten mit, wie man auf Facebook gefunden werden kann. Dies gilt nicht nur für Privatleute – auch Geschäftsleute sind sehr viel legerer in Sachen Kontaktaufnahme geworden. Einige Menschen aber machen noch Gebrauch von Visitenkarten, da diese mittlerweile eben einen gewissen Besonderheitstatus haben.

Michael Vogt, geboren in Rorschach, wollte schon von klein auf sein eigenen Chef sein. Die Offsetdruckerlehre absolvierte Michael Vogt im väterlichen Kleinbetrieb. Nach bestandener Lehrabschlussprüfung gab ihm sein Vater die Chance, sich in seiner Kleindruckerei intern selbständig zu machen: während sein Vater am Tag produzierte, konnte Vogt die Druckmaschinen in der Nacht gegen Miete nutzen, um seine eigenen Aufträge zu drucken. Den Tag hat Vogt damit verbracht, Aufträge zu aquirieren, fertige Aufträge liefern, Rechnungen zu schreiben und die Abend/Nachtschicht vorzubereiten. Er war jung und voller Tatendrang, somit waren 18-Stunden-Tage für ihn keine Seltenheit, um seine „Onemanshow“ in die Erfolgsspur zu bringen.

Zu dieser Zeit hat Vogt jeden Freitag und Samstag als Türsteher gearbeitet, zum einen um seine Kasse aufzubessern und zum anderen um Kontakte zu den verschieden Clubs zu knüpfen, welche viele heute noch bestehend sind. Es war eine strenge aber „unglaublich tolle Zeit,“ die Vogt nach eigener Aussage nicht missen möchte, obwohl es nicht immer einfach war. Die ersten 12 Jahre seiner Selbständigkeit hat Vogt keine Woche am Stück Urlaub gemacht. Er hat sich seine Ziele gesetzt und diese auch ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt.

Nach seiner  Lehre war er noch beim Militär und verdiente den Korporal ab, und machte sich anschließend selbstständig mit seinem Unternehmen – ehemalig „Druckerei Michael Vogt“ genannt – das am 1.1.2020 das zwanzigjährige Jubiläum hat. Aktuell arbeiten bei Extremprint fünf Menschen. Seinen Ausgleich findet Michael Vogt im Sport, er spielt aktiv Handball in der 4. Liga in einem Verein der Region.

Bei unserem Interviewpartner Michael Vogt kann man Visitenkarten in verschiedensten Formaten bestellen

 

Michael, wie sieht deine eigene Visitenkarte aus und wie bist du bei dem Design vorgegangen?

Ich überlasse das Design immer meinem Bruder: Er hat eine Grafikagentur, Pfirschblau.ch. Thomas Vogt ist der Kreative von uns beiden. Zu 99% Prozent trifft er immer meinen Geschmack, was Designs angeht. Für die Machart und die Produktion sprich Papierauswahl etc. bin ich dann wieder zuständig. Das ist meine Stärke.

 

Wie sieht deine Tätigkeit genau aus? Du arbeitest auch im Online-Chat, was für einen Geschäftsführer ungewöhnlich ist. Wie viele Kunden wenden sich täglich an dich?

Warum ist das für einen Geschäftsführer ungewöhnlich? Wir sind ein Kleinstbetrieb und da erwarte ich von allen Mitarbeitern inklusive mir, jegliche anfallenden Arbeiten zu erledigen. Ich tue mich auch nicht schwer, einen Staubsauger in die Hand zu nehmen, oder das WC zu reinigen. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden. So einfach ist das. Meine Hauptaufgaben sind neue Produkte zu lancieren, Preise bestimmen, Lieferanten- und Kundengespräche zu führen und Strategien ausarbeiten, sodass Extremprint auch in ferner Zukunft noch eine Daseinsberechtigung hat.

 

Wozu braucht man heutzutage – im digitalen Zeitalter – deiner Meinung nach noch gedruckte Visitenkarten?

Das ist eine gute Frage. Das digitale Zeitalter ist für die Druckbranche natürlich eher suboptimal . . . Aber genau in dieser Flut von digitalen Medien ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, eine schön gestaltete und gedruckte Visitenkarte abzugeben, welche dann vielleicht beim Empfänger auf seinem Bürotisch landet. Eine Visitenkarte ist definitiv persönlicher als einen Link zu senden. Ich bin beruflich bedingt natürlich sehr affine auf schöne Visitenkarten und erfreue mich auch daran eine kreative Karte in der Hand zu halten. Die schönsten Exemplare kommen dann in meine persönliche „Hall of Print“

 

Hast du noch einen Tipp für interessierte Leser, was eine gute Visitenkarte ausmacht? Was sollte man unbedingt vermeiden? Favorisierst du bei Visitenkarten ein bestimmtes Material? Hast du eine Lieblingsschriftart und wenn ja, wieso gerade diese?

Was unbedingt zu vermeiden ist: die Visitenkarte mit zu vielen Informationen zu befüllen. Benutzen Sie beide Seiten der Karte und mehr Raum zu schaffen fürs Wesentliche. Die Karte muss einen Wow-Effekt haben wenn das Gegenüber sie in die Hand nimmt. Somit rate ich, ein dickes Papier zu nehmen und vielleicht noch eine Spezialität wie Blindprägung, Heißfolie verwenden, Ecken runden etc. Unsere aktuellen Visitenkarten haben wir auf 450gm2 Papier gedruckt, diese beidseitig matt laminiert und die Ecken gerundet. Mir gefallen sie 🙂

Eine Visitenkarte sollte so schlicht wie möglich sein

 

Auffallen mit einer ansprechenden Visitenkarte

Es ist durchaus empfehlenswert, eine Visitenkarte mit seinen geschäftlichen Details zu besitzen, die man nach Bedarf aushändigen kann – selbst, wenn sich viele Leute heutzutage damit zufrieden geben, nur eine Nummer oder Facebookinformation zu bekommen. Insbesondere, wenn eine Visitenkarte optisch etwas her macht und ansprechend strukturiert ist, schindet man Eindruck – und die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger die Visitenkarte versehentlich irgendwo verlegt, ist sehr gering.

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