Taiji, Qigong und die SHQF

Veröffentlicht am 3 Juni 2019 von Verena Arnold
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Taiji Yangsheng Zhang – der Taiji Stab der Lebenspflege – fördert mit speziell Yin oder Yang zugeordneten Bewegungsrichtungen die Zentrierung von Körper und Geist. Die Führung des Stabes hilft , das Qi zu bündeln und zu lenken. Die Gesundheits-Qigong Form des Taiji Stabes fördert nicht nur die Koordination von Bewegung und Atmung, sondern dient darüber hinaus auch der Dehnung der Muskulatur und Meridiane.

Der 60-jährige Robert Bruggmann stammt aus Flawil. Seit 30 Jahren ist Robert als Sportlehrer an der Oberstufe in Gossau tätig. In seiner Freizeit ist er ehrenamtlich im Vorstand der SHQF, der Swiss Health Qigong Federation. Zum Qigong ist Robert Bruggmann gekommen, weil er als “Vollblutsportler” seinen Körper bereits mit 40 Jahren so stark strapaziert hatte, dass er Arthrose in allen Gelenken hatte.

Mit seiner Shiatsu-Therapeuten-Ausbildung, die Robert berufsbegleitend machte, lernte er viel über den Körper und wie man den Energiefluss aufrecht erhält.  Am TAO CHI Zürich, in dem auch TCM-Therapeuten ausgebildet werden, konnte er zusätzlich die Wirkung von Qigong und Taiji studieren. Der SHQF fungiert als offizieller Partner der International Health Qigong Federation (IHQF/ in Peking).

Unser Interviewpartner und Qigong Lehrer Robert Bruggmann

 

Robert, wie bist du dazu gekommen, Qigong zu lernen und zu unterrichten? Was hat dir Qigong persönlich gebracht? Wie hast du von Qigong profitiert? Kannst du uns auch sagen, was Ziel und Zweck der Swiss Health Qigong Federation (SHQF) ist?

Ich war vor der Situation, meinen geliebten Beruf aufgeben zu müssen. Da mir die Schulmedizin nicht richtig weiterhelfen konnte, suchte ich selber nach möglichen Hilfen und fand diese in der Form von naturheilpraktischen Ausleitungen, und mittels der Traditionellen Chinesischen Medizin und der Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Kräutermedizin und Tuina als Unterstützung für meinen Körper. Gleichzeitig nahm ich Shiatsu-Behandlungen in Anspruch, um meinem Energiesystem und meinem Befinden eine Unterstützung zu geben, um wieder genesen zu können. Dabei lernte ich die ersten Qigong- Übungsformen kennen, welche dazu dienten, meine Energiebahnen in Fluss zu bringen. Parallel dazu lernte ich auch einen Aikidolehrer kennen, der mir auf eine spezielle Art und Weise beibrachte, dass es neben den Muskeln, den Organen und dem Fleisch und Blut noch etwas gab, das sehr essentiell ist, damit der ganze Körper überhaupt zusammen spielt: das QI (japanisch:  KI).

Ich begann zu spüren, dass es damit Woche für Woche besser ging, und ich eigentlich sehr viel selbst dazu beitragen konnte, wieder ganz gesund zu werden.

Ich beschloss, diese Shiatsu-Therapeuten-Ausbildung berufsbegleitend zu erlernen, um noch besser zu verstehen, wie ein Körper wirklich funktioniert, und wie man ihn gesund erhalten kann.

Während dieser Ausbildung am TAO CHI, Zürich (wo auch TCM-Therapeuten ausgebildet wurden) konnte ich erleben und erfahren, dass es äusserst wichtig ist, den Energiefluss im Körper durch gezielte und langsame Übungen aufrecht zu erhalten, wie sie im Qigong und Taiji praktiziert werden.

Mit täglichem Qigong-Training und mittels einer angepassten Ernährung nach den 5 Elementen aus der TCM ging es mir nach einigen Monaten wieder viel besser und ich fühlte mich wieder als ausgeglichener und gesunder Mensch

Ich war so sehr überzeugt von diesen Methoden, dass ich auch noch die Ausbildung zum Qigong-Llehrer machte, welche ich wiederum berufsbegleitend bei einem chinesischen Grossmeister während 3 Jahren absolvierte und mit einem anerkannten Diplom abschloss.

Seit 2005 unterrichte ich nun andere Menschen mit Qigong, wie sie mittels gezielter Übungen Einfluss nehmen können, auf ihre Lebensenergie, ihre Organfunktionen, ihre Schlafqualität, ihr tägliches Wohlbefinden und somit auch auf ihre eigene Gesundheit.

Ich selber praktiziere nun schon seit 19 Jahren täglich Qigong. Früh morgens um die Lebenskraft in Schwung zu bringen, den Kreislauf und die Nerven zu stärken, und abends um den Körper wieder zur Ruhe zu bringen, und auszugleichen, was durch den ganzen Tag aufgewühlt und durcheinander gebracht wurde.

Beim QIGONG steht im Zentrum das „Qi“, welches in der chinesischen Sprache viele Bedeutungen hat: Luft, Atem, Lebenskraft, Energie.

„Gong“ steht für Pflegen, Kultivieren und Verfeinern, durch gezieltes und beständiges Üben.

Die mit Achtsamkeit ausgeführten bewegten oder stillen Qigong-Formen stärken die Gesundheit ganz allgemein, fördern und regulieren einen gleichmässigen Energiefluss in den Meridianen (Energiebahnen der TCM).

Regelmässiges Training von Qigong fördert Entspannung und Beweglichkeit und wirkt sich positiv auf Nervensystem, Atmung, Kreislauf, Verdauung sowie Stoffwechsel aus.

 

Was ist eigentlich Health Qigong? Gibt es da eine Vielzahl unterschiedlicher Stile und Arten? Warum sollte man Qi-Gong üben und praktizieren? Für wen ist Qigong geeignet?

„Health Qigong“ – ist nichts anderes als Chinesisches Qigong für die Gesundheit, zusammengestellt von der chin. Gesellschaft für Gesundheit und Qigong.  Seit 1985 versucht die CHQA (chin. Health Qigong Association) diese gesundheitspräventiven Bewegungen in der Bevölkerung von China wieder zu verbreiten. Seit 2001 unterstützt und ausgezeichnet durch das IOC. Seit 2003 werden diese ausgewählten Übungsformen wissenschaftlich auf deren Wirksamkeit erforscht.

2008 wurde die IHQF (internationale Health Qigong Federation) gegründet, und weltweit Promotion gemacht, um diese gesundheitsfördernden und erhaltenden Übungen weltweit zu verbreiten. Aktuell gibt es weltweit 43 Länder mit 98 Member-Organisationen.  Und seit 2018 haben wir nun zusammen mit unserem Meister Shaofan ZHU, dem Leiter des China Wushu Instituts in St. Gallen, die SWISS HEALTH QIGONG FEDERATION (SHQF, www.shqf.ch) gegründet und sind offizielles Mitglied vom IHQF. Mit dem Ziel, auch in der Schweiz Gesundheits-Qigong zu verbreiten, bereits tätige Qigong-Lehrer mit diesen Formen weiter zu bilden oder neue Health-Qigong Lehrer auszubilden.

2017 fand der 1. WORLD HEALTH QIGONG DAY statt und dieses Jahr am Samstag, 14. September 2019 wird der 3. Anlass auf der ganzen Welt, zur gleichen Zeit (10 Uhr) zelebriert. Dazu sind sämtliche Interessierten Personen herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Wir zelebrieren den Qigong Tag auf dem Platz vor der Industrie- und Handelskammer in St. Gallen direkt am Kloster. Teilnehmen könne alle, keine speziellen Voraussetzungen nötig, Qigong ist für jeden Mann und jede Frau geeignet.

 

Was gehört zu deiner Grundausstattung für die Arbeit? Gibt es ein bestimmtes Element, das nie fehlen darf? Woher bekomme ich so etwas, wenn ich Anfänger im Bereich Qigong bin?

Um Qigong auszuüben, braucht es vor allem seinen eigenen Körper, seinen Geist, die Achtsamkeit und die Atmung.  Grundausstattung sind bequeme, nicht einengende Kleidung, und bequeme Schuhe. Qigong kann praktisch überall ausgeführt werden. Meistens führen die Praktizierenden Qigong im Stehen durch, aber auch im Sitzen sind Qigong-Übungen möglich.

 

Wie bereiten sich deine Kursteilnehmer auf die Übungen vor? Zu welcher Tageszeit sollte man Qigong am besten üben und wie oft und wie lange soll man üben? Wie schnell kann man Qigong erlernen?

Es bedarf für die Kursteilnehmer keiner ausdrücklichen Vorbereitungen. Die Lektionen beginnen immer mit speziellen Vorwärm-Übungen aus dem Daoyin. Studien haben gezeigt, dass ein 3-4 maliges wöchentliches Training signifikante Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustandes führen. Darüber hinaus sorgt Health-Qigong für physische und psychische Ausgeglichenheit. Die beste Tageszeit ist frühmorgens, um den Körper in Schwung zu bringen und auf die bevorstehende Belastung des Tages vorzubereiten.

Wenn man Qigong abends praktiziert, hat es eine ausgleichende Wirkung, um den Alltags-Stress wettzumachen. Die Übungsdauer sollte minimum 10-15 Minuten betragen. Je mehr Zeit du in die Übung investierst, umso grösser und umfassender ist der Wirkeffekt für Körper und Geist. Qigong ist grundsätzlich als reine Körperübung für jedermann recht einfach erlernbar. Darauf aufbauend können Atmung und Geist als fortgeschrittene Stufe erlernt werden. Dies braucht Zeit und Erfahrung und ist wiederum abhängig von der Zeit die du investierst.

„Health Qigong“ – ist nichts anderes als Chinesisches Qigong für die Gesundheit

 

Qigong bringt verstopfte Energie wieder zum Fliessen

Die Jahrtausende alte Chinesische Heilkunst gewinnt auch im Westen immer mehr Anhänger. Sie basiert auf Prinzipien, die wenig Übereinstimmung mit der westlichen Schulmedizin haben. Die Wirksamkeit ist dennoch unbestritten, auch wenn sie im Westen noch  nicht so voll und ganz verstanden wird. Wie andere östliche Lehren geht auch Qigong davon aus, dass Körper und Geist eine Einheit bilden und der Mensch immer als Ganzes behandelt werden muss !

Denn alles mögliche nimmt Einfluss auf unser Energie – System, seien es äussere (Klima, Ernährung, körperliches Verhalten, Gifte etc ) , sowie innere Einflüsse wie die Emotionen, psychische Belastungen. Und mit den entsprechenden korrekt ausgeführten Übungen können wir diese Energie-Blockaden wieder lösen, den Körper trainieren, den Qi-Fluss regulieren, Atmung und Geist stärken !

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