Tai Chi – Durch Achtsamkeit zu einem Selbstlosen ich

Veröffentlicht am 13 Februar 2019 von Verena Arnold
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In der heutigen Zeit ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu achten und auf dessen Anforderungen und Bedürfnisse einzugehen. Um mit sich selbst in Einklang zu kommen, kann ein regelmäßiges Training und Auseinandersetzen der äußeren und inneren Werte, großen Erfolg hervorurfen. Wir haben uns mit dem Tai Chi Lehrer Guido Ernst unterhalten und einige spannende Dinge über diese einzigartige Kampfkunst erfahren.

Guido Ernst ist 1953 in St.Gallen geboren hat die Leidenschaft sich draußen in der Natur zu bewegen. Er machte früher viel Sport. Unter anderem hat er viel Fußball und Tischtennis gespielt, bis er 1986 Tai Chi entdeckte.

Er begann 1986 bei Meister Chu King-Hung auf der Rigi mit einem Anfängerkurs und nahm danach jedes Jahr an diversen Kursen mit Meister Chu in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und Italien teil. 1993 wurde er Lehrberechtigter der ITCCA, (International Tai Chi Chuan Association), wurde Privatschüler von Meister Chu und begann in Bern zu unterrichten. 1997 gründete er mit Meister Chu den ITCCA Branch of Geneva und eröffnete eine Schule in Genf. 2002 wurde er zum Meisterschüler ernannt und seit 1995 ist er professioneller Tai Chi-Lehrer. Zudem geht er jährlich zweimal für Privatstunden zu Meister Chu nach Sardinien.

Unser Interviewpartner und Tai Chi Lehrer Guido Ernst

 

Guido, was bedeutet Tai Chi für dich? Wie hast du dich fortgebildet? Wie wirkt sich Tai Chi auf deinen Alltag aus?

Tai Chi ist für mich zu einer wichtigen und wertvollen Übungsmethode geworden, um meinen Alltag richtig zu leben. Zudem ist es eine Selbstverteidigung, mit der ich mich verteidigen könnte, was einen zu mehr Sicherheit im Leben verhilft.                                                              

Ich praktiziere es mittlerweile seit 33 Jahren und bilde mich seitdem permanent bei Meister Chu weiter in Form von Privatstunden und den Besuch seiner Workshops. Gutes Tai Chi ist nie fertig. Es ist wie in der Musik oder bei einer Sprache. Man kann immer noch besser werden.

Es ist immer noch spannend, was sich da körperlich und mental offenbart und entwickelt. Tai Chi üben, ist eine Reise nach innen. Man lernt sich kennen und wird langsam sich selber. Man kultiviert das Selbstlose ich. Das gibt eine starke, innere Kraft, sodass man den Alltag und das ganze Polit- und Weltgeschehen entspannt beobachten kann. Die Probleme nehmen langsam ab und die Gelassenheit nimmt zu.

So lässt sich der Alltag locker angehen, da man seine wahren Stärken und Schwächen kennt und dementsprechend bewusster und erfolgreicher handeln kann. Ich fühle mich heute besser als vor 30 Jahren, obwohl ich 30 Jahre älter geworden bin. Richtiges Tai Chi üben lohnt sich auf jeden Fall.

 

Was hilft bei Stress und Burnout? Wie entsteht ein Burnout? Kann Tai Chi bei der Vorbeugung helfen?

Was helfen kann, ist seine Aktivitäten verringern, so nach dem Motto: Weniger ist mehr. Auch mal Ruhe aushalten und genießen. Nicht immer überall dabei sein müssen. Geduld üben. Da kann Tai Chi hilfreich sein.

Burnout entsteht meiner Meinung nach, wenn die Energie langsam aber sicher abnimmt, die Anforderung aber bleiben oder sogar noch steigen. Irgendwann ist der Akku leer und man ist ausgebrannt.

Hinzu kommt, dass der moderne Mensch sich immer weiter von der Natur, resp. von sich selber entfernt. Das kann auf Dauer nicht gesund sein.

Tai Chi kann viel dazu beitragen einem Burnout vorzubeugen. Ich habe es selber erlebt. Es würde aber den Rahmen sprengen, wenn ich hier die Geschichte erzählen würde.

Tai Chi üben verbessert die Achtsamkeit und je achtsamer man ist, desto kleiner wird die Gefahr eines Burnouts. Wie heißt es so treffend: Man muss die Probleme lösen, bevor sie entstanden sind. Dazu braucht es Achtsamkeit, um sie rechtzeitig wahrzunehmen, bevor sie zu einem ausgewachsenen Problem werden. Diese Wahrnehmung wird durch Tai Chi üben gefördert und kann ein Burnout verhindern.

 

Was ist die Geschichte von Tai Chi?

Tai Chi wurde ursprünglich als Kampfkunst entwickelt und zählt zu den höchst entwickelten Kampfkünsten in China. Es gehört zu den inneren Kampfkünsten, die mit Energie und nicht mit Muskelkraft agieren. Eine leichte Berührung eines Meisters reichte, um meterweit weggeschleudert zu werden, ohne sich zu verletzen.

Der Ursprung liegt im 11. Jahrhundert in China, so die Legende. Bekannt wird es im 17. Jahrhundert mit der Familie Chen, die als erste einen Stil entwickelte, aus dem der Yang-Stil und daraus die andern Familienstile, Sun und Wu entstanden. Ab dem 20. Jahrhundert verbreitete sich Tai Chi in China immer mehr und wurde öffentlich in Parks unterrichtet, allerdings nur das Äußere. Gewissermaßen eine Gesundheitsgymnastik für das Volk. Äußeres Tai Chi klammert die inneren Prinzipien, die Geheimnisse aus, die aus den langsamen Bewegungen erst authentisches Tai Chi machen. Das innere Tai Chi wurde nur innerhalb der Familien unterrichtet.

Heutzutage ist Tai Chi hier im Westen dermaßen verwässert, dass es vielfach nur noch eine Gymnastik in Zeitlupe ist. Tai Chi ist nicht langsame, sondern richtige Bewegung.

 

Welche Kurse werden angeboten? Wie groß sind die Gruppen? Gibt es auch Einzelunterricht?

Ich biete wöchentliche Kurse, Wochenend- und Ferienkurse an. Für Firmen werden maßgeschneiderte Kurse zusammengestellt. Auch Privatstunden sind möglich. Die Gruppengröße liegt zwischen 2-12 Teilnehmern.

 

Eine internationale Erfolgsgeschichte

Die ITCCA wurde 1971 von Meister Yang Shou-Chung und Meister Chu King-Hung gegründet mit dem Ziel, den authentischen Yang-Stil einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zusätzlich unterhält die ITCCA Schulen in vielen Ländern Europas. Dadurch erhielten diese Schulen einen nationalen und internationalen Standard und sind in vielen Teilen der Welt äußerst beliebt und gut besucht. Wir danken Guido Ernst für diesen Einblick in die Welt der Kampfkunst!

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