Sonnenlicht tut gut

Veröffentlicht am 7 November 2018 von Verena Arnold
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Aber es kann auch zu viel des Guten sein und deshalb ist ein Schutz vor zu viel Sonne angeraten. Und damit ist hier nicht gemeint, die Haut beim Sonnenbad ausreichend einzucremen, sondern ein allgemeiner Sonnenschutz, der Schatten spendet, Pflanzen vor zu großer Hitze schützt, verhindert, dass Teppiche und Möbel ausbleichen und vieles mehr. Das Angebot an Sonnenschutz für Balkon und Terrasse ist gross und sehr unterschiedlich in Material und Ausführung. Um da zu entscheiden, was für die eigenen Bedürfnisse das Richtige ist, braucht es die Beratung durch einen Fachmann.

Wir haben mit Marcel Gilgen, dem Geschäftsführer von Gilgen Storen AG in Herisau gesprochen, dessen Vater bereits seit Jahrzehnten in dieser Branche ebenfalls ein Unternehmen hat. 1982 in St. Gallen geboren und durch Mithelfen in den Ferien im Betrieb des Vaters motiviert, absolvierte er von 1998 bis 2001 die Ausbildung als Storenmonteur, schloss diese als Jahrgangsbester ab und ist somit seit 20 Jahren in diesem Beruf tätig.

2006 startete er seine Selbstständigkeit mit der Gründung einer Einzelfirma und hat anfangs Montagen als Subunternehmer für grössere Storenfirmen ausgeführt. Durch Empfehlung, die anfangs aus dem privaten Umfeld und später von zufriedenen Kunden kamen, steigerte sich seine Auftragslage so, dass er bald zusätzliche Monteure einstellen konnte. Er merkte dann bald, dass zu schnelles Wachstum auch Nachteile hat, wie z.B., dass es schwer möglich ist, die Qualität zu halten. Daher entschied er sich die Subunternehmertätigkeit aufzugeben und arbeitet nun in einem 4-köpfigen Team nur noch für Privatkunden, Firmen, Verwaltungen, Architekten und einige Generalunternehmer. Grössere Montagen führen sie in erprobter Zusammenarbeit mit nahestehenden Subunternehmern aus, so dass auch in Spitzenzeiten genügend Kapazitäten vorhanden sind. Inzwischen liegt für ihn selbst die Haupttätigkeit in der

Beratung beim Kunden und die Mitarbeit an komplexeren Aufträgen. Für die Büroarbeit kann er sich auf eine kompetente Sachbearbeiterin verlassen.

2017 wurde die Einzelfirma in eine AG umgewandelt und ist spezialisiert auf  Beratung, Reparatur und Neumontage sämtlicher Sonnen- und Wetterschutzprodukte, inklusive Glasoasen, Pergolen, Klappläden, Lamellenstoren, Rollläden, Markisen, Wintergartenbeschattungen, Lamellendächer, Innenbeschattungen wie Plissées, Rollos, Vertikalanlagen etc. Ausführliche Informationen über Produkte und Service findet man auf der Homepage www.storen-fachmann.ch

Seit März 2018 wurde das Angebot durch die Gründung eines zweiten Unternehmens, die shadetec GmbH, erweitert.  Unter dieser Firmierung findet man den professionellen Onlineshop für Innenbeschattung www.shadetec.ch, indem dem breiten Publikum Fachhandelsqualität zu Onlinepreisen zur Selbstmontage angeboten wird.

Unser Interviewpartner Marcel Gilgen berät seine Kunden unter anderem über Sonnen- und Wetterschutzprodukte

 

Marcel, heute ist schon Herbst, aber es gibt noch viel Sonne. Dann gilt es, sich auf Balkon und Terrasse mit einer Markise zu schützen. Welche Möglichkeiten hat man hier heutzutage?

In den letzten Jahren hat die Vielfalt der Produkte stark zugenommen. Auch die Anzahl der Anbieter ist gestiegen, was die Entscheidung für ein Produkt für den Endkunden nicht unbedingt erleichtert. Auch gibt es heute grössere Unterschiede in der Qualität. Es sind sehr viele Billigprodukte aus Fernost auf den Markt gekommen, die als solche für den Laien nicht immer einfach zu erkennen sind. Grundsätzlich gilt die Empfehlung, nicht das billigste Angebot zu bevorzugen, denn im aktuellen Wettbewerb kann sich niemand erlauben, utopische Preise zu verlangen. Daraus kann man schliessen, dass man für etwas mehr Geld auch mehr bekommt.

Am besten, man lässt sich von einem Fachmann beraten, denn es gilt einige wichtige Dinge zu beachten:

  • Die Ausrichtung des Balkons oder der Terrasse (Süden, Norden, Westen, Osten), zu welcher Tageszeit nutzt man ihn am meisten, und wann stört die Sonne oder die Hitze?
  • Wie breit und wie tief sollte die Beschattung sein? Auch hier muss der Sonnenstand je nach Jahreszeit und der Sonnenlauf (morgens bis abends) beachtet werden.
  • Welche Befestigungsmöglichkeiten sind gegeben? Der Fachmann kann mit dem heutigen Stand der Technik auf fast allen Untergründen befestigen.
  • Möchte ich mich nur gegen die Sonne, oder auch gegen Regen, oder sogar Schnee schützen? Hier sind Faltmarkisen und Terrassendächer aus Glas mit integrierter Beschattung eine gute Lösung.

Eine einfache und gute Lösung ist eine Gelenkarmmarkise aus dem Fachhandel. Es gibt Modelle, sogenannte Kassettenmarkisen, bei denen die Technik und das Markisentuch im eingefahrenen Zustand komplett in einer Box verschwinden. Dann gibt es wiederum Modelle, wo man gegen die tiefstehende Abendsonne ein zusätzliches Absenkrollo im vorderen Querprofil herunterlassen kann. Angetrieben werden können die Storen mit einer manuellen Kurbel oder mit Elektromotor. Diesen kann man auch mit intelligenten Sensoren für Wind, Sonne, Regen und einer Fernbedienung erweitern.

Für grössere Terrassen eignen sich Pergolamarkisen, die in zwei Führungsschienen auf zwei Pfosten ausgefahren werden.

 

Welche Farben und Materialien liegen derzeit im Trend? Wie ist eine Markise aufgebaut? Kann man eine Markise selbst anbringen? Zu den Qualitätsprodukten: Gibt es neue Modelle, die mehr können?

Die Gestellfarben wurden von fast allen Produzenten um ein Vielfaches erweitert. Wo man früher zwischen grau und weiss entscheiden musste, hat man heute die Qual der Wahl zwischen etlichen RAL Farben. Auch zwischen unterschiedlichen Oberflächenstrukturen sowie Perlglimmer Effekten, die mit einer Metallic Lackierung beim Auto vergleichbar ist.

Perlglimmer Farben in verschiedenen Graustufen liegen aktuell im Trend. Im Vergleich zu den vergangenen 5 Jahren hat bei uns die Nachfrage nach Anthrazit stark abgenommen, da es doch sehr dunkel und schwerfällig wirkt. Spezifisch im Detail würde ich die beiden Grau RAL 9006 und 9007 als die Trendfarben identifizieren.

Die neue Tuchkollektion 2018 beinhaltet sehr viele neu entwickelte UNI, also einfarbige Stoffe mit Struktur, wobei besonders die Bereiche beige und grau im Fokus liegen. Gestreifte Tücher sind nach wie vor kaum gefragt, auch in den letzten Jahren nicht.

Bei der Tuchwahl gilt es in erster Linie darauf zu achten, was einem gefällt. Danach kann man auf Farbtöne, welche eventuell weniger heikel sind bei Verschmutzung (z.B. grau oder beige mit Struktur anstelle von Reinweiss) achten. Die Lichtdurchlässigkeit spielt eine grosse Rolle. Man sollte etwa darauf achten, dass man kein schwarzes Tuch wählt, wenn der Terrassenausgang das einzige Fenster im Wohnzimmer ist, denn dann würde der Innenraum zu stark abgedunkelt.

Immer mehr Marktanteil gewinnen Produkte wie Pergolen, Glasdächer oder Lamellendächer. Bei Letzteren lassen sich die ca. 20cm breiten Lamellen per Fernbedienung in die gewünschte Position bringen, der so genannte Cabrioeffekt. So kann das Licht optimal reguliert werden und man ist vor Regen geschützt. Eine integrierte LED Beleuchtung bietet auch am Abend ein gemütliches Ambiente.

Generell ist festzustellen, dass immer mehr Produkte mit Zusatzausstattungen aus- oder nachgerüstet werden können. Einige sind aufgrund der höheren Anschaffungskosten bewusst modular aufgebaut. Heisst im Klartext, ich kaufe erste ein Glasdach mit Beschattung, später erweitere ich seitlich eine Schiebeverglasung, dann rüste ich die LED Beleuchtung nach, dann eine frontale Beschattung etc.

Auch Markisen werden von Marcels Firma verkauft

Hast du noch einen Tipp für interessierte Leser, wie kann man Markisen reinigen? Wie reagiert eine Markise auf Wind? Was passiert mit einer nassen / feuchten Markise?

Ein guter Tipp für die Reinigung des Markisengestells, vor allem wenn es dem Regen ausgesetzt ist: Mit Autopolitur reinigen, so kann es auch beim nächsten Mal ganz einfach mit einem Mikrofasertuch abgerieben werden und sieht wieder aus wie neu. Bei Verschmutzungen auf dem Tuch: Blütenstaub und Verschmutzungen durch Abgase etc. zuerst ausklopfen, danach mit einer Bürste (Achtung: keine Drahtbürste verwenden) trocken ausbürsten. Insekten oder Vogeldreck, wenn vollständig getrocknet, mit einer Kreditkarte oder Messerrücken vorsichtig abschaben. Dann den verbleibenden Fleck mit einem transparenten oder weissen Radiergummi so gut wie möglich ausradieren. Die Reinigung des Markisentuches mit Seifenlaugen und/oder Hochdruck sollte unbedingt vermieden werden.

Bei Wind muss eine Markise eingefahren werden. Gerade im Sommer bei heissen Temperaturen muss man sich hinter die Ohren schreiben, dass man die Markise einfährt, bevor man in die Badi geht. Denn das Wetter schlägt manchmal schneller um als einem lieb ist. Ein gutes Beispiel dafür ist das diesjährige Erst August Gewitter, welches etliche Markisen auf dem Gewissen hat, deren Besitzer nicht rechtzeitig zuhause waren.

Abhilfe schaffen hier motorisierte Storen mit Windsensoren. Viele, auch ältere Markisen mit Kurbelantrieb, können nachgerüstet werden.

Als Faustregel sollte man die Markise einfahren, sobald das Tuch hörbar zu flattern beginnt, oder auf die Gelenkarme schlägt, oder das vordere Profil intensiv zu schaukeln beginnt. Je nach Qualität kann es dann auch schon zu spät sein.

Sämtliche Markisen aus unserem Sortiment verfügen über hochwertig behandelte Acryltücher, die auch gegen leichten Regen genutzt werden dürfen. Nass einrollen ist auch kein Problem, da die Fasern heute alle ausschliesslich synthetisch sind. Wir empfehlen, das Tuch innert zwei Wochen wieder zum vollständigen Trocknen auszufahren. Keinesfalls sollte ein Tuch nass oder feucht überwintert werden.

 

Welche Funktionen kann außenliegender Sonnenschutz – also neben Markisen auch Rollläden oder Markisoletten – noch übernehmen? Sollte man sich vor dem Kauf beraten lassen?

«Sonnenschutz» ist in der Tat nur die halbe Wahrheit. Faltrollläden sind z.B. stark einbruchhemmend, geschäumte Rollladenprofile wirken zusätzlich isolierend bei Kälte und bei Hitze. Verbundraffstoren lenken die Helligkeit gezielt in den Raum ohne zu blenden oder zu verdunkeln. Textile Produkte wie Markisen oder Senkrechtmarkisen schützen Mensch und Inventar (z.B. Parkettböden, Möbel etc.) vor schädlicher UV-Strahlung. Lamellendächer, Faltmarkisen, Glasdachsysteme etc. schützen vor Regen und teils auch Schnee. Spezielle ZIP-Anlagen, das sind Senkrechtstoren mit einer seitlichen Führung, halten Windgeschwindigkeiten bis zu 120km/h stand, bieten auf Terrassen also auch Windschutz.

Eine fundierte Beratung vor dem Kauf ist immens wichtig und wird oft unterschätzt. Was sind meine Anforderungen an das Produkt (Sonne, Wind, Niederschlag, Einbruchschutz, Sichtschutz, Grad der Verdunkelung, Grösse, Produkt? Wie sieht die Wohnsituation in 10 Jahren aus? Möchten dann eventuell auch kleine Kinder im Schatten spielen? Es lohnt sich, vor der Beratung die wichtigsten Anliegen zu notieren. Man sollte sich dann auch nicht zu einer sofortigen Bestellung drängen lassen, mit Aussagen wie: «Wir müssen heute bestellen, damit die Markise noch diesen Sommer montiert werden kann», «wir geben Ihnen noch 20% Rabatt wenn Sie gleich bestellen»

Bei einem von Grund auf fairen Angebot liegen solche Rabatte meist nicht mehr drin, dann wurde einfach der Preis zu hoch angesetzt.

Auch für große Unternehmen benötigt es Lösungen wie Rollläden

 

Qualität vom Fachhandwerk

Da es sich bei fest montiertem Sonnenschutz nicht um Artikel handelt, die man häufiger neu anschafft, sollte man vor dem Kauf eine ausführliche Beratung in Anspruch nehmen. Ausserdem sollte man sich ausreichend Zeit für die Entscheidung lassen, welche Art von Sonnenschutz wirklich zu den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten passt. Und bei einer Anschaffung, die man fest am Haus montiert und über Jahre Freude machen soll, ist es ratsam auf Qualität, sowohl beim Material, wie auch bei der Montage durch einen Fachhandwerker zu achten. Vielen Dank an Marcel Gilgen für dieses Gespräch und die umfangreichen Informationen.

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