Sich glücklich tanzen

Veröffentlicht am 13 September 2019 von Verena Arnold
Condividi su Facebook Condividi su Twitter Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin

Tanzen ist eine herrliche Beschäftigung für jung und alt. Schon von früh auf haben kleine Kinder Spass daran, im Rhythmus der Musik zu wippen, und ältere Leute nutzen den Ruhestand gerne, um Dinge zu tun, zu denen sie zuvor keine Zeit hatten, Tanzen bietet sich hier an, da es Spass macht und obendrein fit hält. Zudem gibt es mittlerweile viele verschiedene Arten, die erlernt werden können.

Sandra Bühler, geboren in Luzern, arbeitet selbstständig unter anderem als Tanzlehrerin in der Tanzschule TanzArt in Ebikon und führt zudem eine Massagepraxis, wo sie unter anderem klassische Massage, Schmerztherapie, Fussreflexzonentherapie, Schwingkissen, Lomi Lomi, Kopfschmerztherapie, und Zentrifugalmassage anbietet.

Bühler besuchte nach der Grundschule die dreijährige DMS und das zweijährige Kindergarten-Seminar mit Turnlehrer-Diplom. Danach arbeitete sie fünf Jahre als Kindergärtnerin, bevor sie die Trainerprüfung für Rennpferde erfolgreich bestand – schon seit dem fünfzehnten Lebensjahr war sie als Jockey aktiv. Es folgten einige Jahre, wo sie Rennpferde betreute und trainierte. Danach absolvierte sie die zweijährige Ausbildung als orientalische Tanzpädagogin und die dreijährige Ausbildung als Gesellschaftstanzlehrerin. Dazu kamen noch die Zumba-Weiterbildungen, und danach Weiterbildungen in klassischer Massage und Rückentherapie. Zurzeit ist Bühler in der Schule für den Fussreflexzonen-Massage-Abschluss. 

Unsere Interviewpartnerin ist Tanzlehrerin Sandra Bühler

 

Sandra, tanzen gilt als deine absolute Leidenschaft. Wann hast du deine Liebe zum Tanz erstmals entdeckt? Welche Ausbildungen hast du absolviert, um als Tanzlehrerin tätig zu sein? Welche Tanzstile verfolgst du und in welchen Berufen warst du vor deiner jetzigen Position beschäftigt? Wie profitierst du heute von deinen ehemaligen Tätigkeiten?

Schon als Kind habe ich Ballett getanzt. Bald kamen die Spitzenschuhe dazu. Doch mit dreizehn Jahren ging ich in den Rennstall zu Rennpferden und ab da bin ich früh morgens aufgestanden und ins Training gegangen. An freien Nachmittagen ging ich ins Fitnessstudio und am Wochenende zu den Rennplätzen. Für das späte Balletttraining blieb keine Zeit mehr. Also beschloss ich, einen Kurs in der Tanzschule zu besuchen. Das war der Anfang vom Paartanz. Später wollte ich einfach beweglicher werden und ich ging in eine Bauchtanzstunde. Sogleich hatte mich dieses orientalische Fieber gepackt und liess mich nicht mehr los. Zuerst in Luzern, dann später ging es jede Woche nach Zürich ins Training zu Khaled Seif, bei dem ich auch meine Ausbildung zur orientalischen Tanzpädagogin absolvierte.

Ich unterrichte heute Kindertanz, Bauchtanz und Paartanz. Dazu kommt das 50+ Tanzen und das Fitgum: «Fit wie ein Turnschuh und beweglich wie Gummi». Von meiner Zeit als Kindergärtnerin profitiere ich nicht nur bei der Arbeit mit den Kindern. Das pädagogische Wissen hilft mir enorm. Und mein zweiter Beruf jetzt als Rückentherapeutin hilft mir beim Tanzen. Beides hat mit dem Körper zu tun, und schon oft konnte ich Abläufe ganz anders erklären, da ich nun das anatomische Wissen und Verständnis habe. Umgekehrt weiss ich, wie wichtig Bewegung ist und kann meinen Kunden in der Massage viele Übungen mitgeben.

 

Welche Schwierigkeitsstufen gibt es bei deinem Kurs im Orientalischen Tanz? Woher weiß man als Teilnehmer, welche Kursstufe sich am besten eignet? Was lernt man im Einsteigerkurs und was machen fortgeschrittene Tänzer? Wie gehst du bei der Erstellung einer neuen Choreografie vor und bringst du diese den Tanzschülern in den Kursen bei?

Es gibt Anfänger, Mittlere und Fortgeschrittene. Je nach Vorkenntnissen zum Beispiel auch in anderen Tänzen, kann individuell eingestiegen werden. Am besten ist es, eine Schnupperstunde zu machen. Dann sehe ich, welche Grundlagen vorhanden sind und in welche Gruppe der Einstieg möglich ist. Die Anfänger erlernen zuerst einmal die isolierten Basisbewegungen. Wir tanzen im klassischen orientalischen Stil. Bei den Fortgeschrittenen kommen andere Rhythmen und Tanzstile dazu. Auch werden die Bewegungen komplexer; verschiedene Isolationen werden miteinander getanzt. Zudem tanzen wir auch mit verschiedenen Tanzutensilien.

Wenn ich eine Choreografie mache, dann überlege ich mir, für wen diese ist: Welcher Schwierigkeitsgrad, ist es für mich, für einen Auftritt, welchen Tanzstil, und schliesslich suche ich die Musik. Die Bewegungen werden der entsprechenden Stufe angepasst. Es sind die Basisbewegungen zuerst, dann kommen die Feinheiten, der Ausdruck und natürlich muss ich auch verstehen, über was in dem Lied gesungen wird. Zum Glück habe ich großartige ägyptische Freunde, die mir da behilflich sind. Nur so kann ich die Bewegungen optimal gestalten. In der Unterrichtsstunde werden die einzelnen Bewegungen erarbeitet und langsam zusammengehängt. Das erfordert viel Üben und Repetitionen. Am Schluss sollte alles ganz einfach, neckisch, spielerisch aussehen und fachlich top sein.

 

Im Orientalischen Tanz gibt es eine Vielzahl verschiedener Tanzstile. Bei Fellahi, Khaleegy oder Ghawazee handelt es sich nur um eine kleine Auswahl. Welche Hilfsmittel verwendet man für den jeweiligen Tanzstil? Welche Utensilien benötigt man und welche Kleidungsstücke sind typisch für die Orientalischen Tanzstile?

Da gibt es tatsächlich ein sehr grosses Repertoir: Hier eine kleine Auswahl von Tänzen, die mit einer Gallabeias oder ähnlichem Kleidungsstück getanzt werden: Baladi, was bedeutet: meine Stadt, mein Land.. Dazu können Stock, Zimbeln, Melaya oder Kerzenleuchter benutzt werden. Bei Saidi wird oft mit Stock getanzt, den die Tänzer geschickt mit einbeziehen. Hagallah hingegen ist ein Beduinentanz, der mit dynamischen Hüftbewegungen getanzt wird. Deshalb wird die Hüfte oft mit grossen Tüchern oder gar mit Kissen ausgestopft, betont. Dann gibt es natürlich den klassischen orientalischen Tanz, der im bekannten Zweiteiler getanzt werden darf. Und heute gibt es noch viele Stilrichtungen dazu: Tribal, Okzident/Orient, Rai, Tunesisch, Dabke, und viele mehr.

 

Du unterrichtest unter anderem den Tanzkurs „Tanzfit 50+“. Warum ist es nach deiner Ansicht wichtig, sich auch im fortgeschrittenen Alter regelmäßig zu bewegen? Wie läuft der Tanzkurs „Tanzfit 50+“ ab, was steht bei diesem Kurs im Vordergrund und worauf liegt der Fokus des Kurses?

Das ist ein Kurs, der mir sehr viel Freude macht. Wir haben den Schwerpunkt Single Tanz, aber auch Koordination, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Spass stehen im Vordergrund. Bewegung und gesunde Ernährung sind die Grundelemente des Lebens. Bewegung ist gerade im Alter sehr wichtig. Zudem haben wir in unserem Kurs sehr viel Spass und tolle Musik. Sport kräftigt die Muskeln und Knochen und führt dazu, dass das allgemeine Wohlbefinden steigt und der Körper belastbar bleibt. 

 

Tanzen mit Utensilien

Wer sich dazu entscheidet, orientalischen Tanz zu erlernen, wird Schritt für Schritt an die Kunst herangeführt: von isolierten Basisbewegungen über andere Rhythmen und Tanzstile  bis zu komplexeren Tänzen. Das besondere an orientalischen Tänzen ist, dass man hier nicht nur auf traditionelle Musik tanzen kann, sondern auch je nach Art vielfältige und aussergewöhnliche Utensilien benutzt werden können, sowie Kerzenleuchter, Kissen und Tüchern.

Artikel teilen:
Condividi su Facebook Condividi su Twitter Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin
Veröffentlicht am von Verena Arnold
Gepostet unter: Ohne Kategorie
TAG:
Ähnliche Artikel:

Laveco e.U.

Reinigungsarbeiten in Bockfließ
geschrieben von Gert O. am 26. November
Ermin Kabaklija und seine Lebensgefährtin haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Bei mir wurde letzte Woche die Fas...

Darja Vepritzky Personal Nutrition Training

Ernährungsberater in Brunn am Gebirge
geschrieben von Ekaterina T. am 14. Dezember
Wenn man zu einer Ernährungsberatung geht, dann hofft man auf Verständniss für die eigene Problematik und die Vermi...

DJ Hernandez

DJ in Mutters
geschrieben von Elvedina Z. am 7. März
Sehr gut gewählte Musikauswahl und sorgt für eine gute Stimmung über die gesamte Dauer des Abends. Jederzeit wieder...

TamaraP

Übersetzungen in Leopoldsdorf
geschrieben von Matea T. am 7. Februar
Sie arbeitet detailliert und genau und alles wird innerhalb der Frist geliefert. Eine sehr positive Person und dahe...

Andreas Burgstaller

Fotografie-Dienstleistungen in Wien
geschrieben von Anna S. am 15. Februar
Herr Burgstaller hat von allen Bürokollegen und Kolleginnen Portraitfotos für unser Intranet gemacht und bestens di...

Lacotec e.U

Malerarbeiten in Oberhaag
scritto da Antonio M il 19/11/2017
Ausmalen Altbauwohnung Zimmer, Küche, Kabinett ca. 97. Kompetent, zuverlässig, rasch und ordentlich; Auftrag zur v...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wie es funktioniert

Auftrag einstellen
1

Auftrag einstellen

In nur wenigen Klicks angeben, was du benötigst.
Angebote vergleichen
2

Angebote vergleichen

In wenigen Stunden erhältst du bis zu 5 individuelle Angebote.
Such deinen Pro aus
3

Such deinen Pro aus

Nachdem du deine Angebote erhalten hast und die Anbieter verglichen hast, kannst du einfach den überzeugendsten Pro aussuchen.