Polyhymnia springt in die Bresche

Veröffentlicht am 25 Oktober 2019 von Verena Arnold
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In Österreich wurde im Zuge von dramatischen Einsparungsmaßnahmen im Bildungsbereich der Instrumentalbereich an den Gymnasien ersatzlos gestrichen. Um hier einen Ersatz zu schaffen, bieten Musikschulen unter der Aufsicht des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Musik- und Instrumentalunterricht an. Sämtliche Instrumente des klassischen und popular-musikalischen Spektrum stehen auf dem Stundenplan.

Der vierzigjährige Friedrich Trinbacher aus Wien ist nach dem Gymnasium an die Musikuniversität gegangen, hat IGP und 2 Konzertfachstudien absolviert sowie Anglistik studiert. Eine Zeitlang hat Friedrich als Lehrkraft gearbeitet, bevor er seine eigene Musikschule mit Unterstützung des SSR und des Unterrichtsministeriums als Einzelunternehmen gründete. 2015 wurde die Schule in eine GmbH umgewandelt.

Organisatorisch orientiert sich die Schule an einem Gymnasium mit Schulleitung, Administration, Sekretariat und Lehrkörper. Die Polyhymnia Musikschule, die im Übrigen eine eingetragene Marke der Polyhymnia GmbH ist, will dem Ausfall des gymnasialen Instrumentalunterrichts durch einen qualitativ hochwertigen Unterricht vom Anfänger bis zum weit Fortgeschrittenen entgegenwirken.

Unsere Interviewpartnerin Friedrich Trinbacher leitet eine Musikschule

 

Wie lange gibt es das Musikinstitut Polyhymnia schon, wie ist es entstanden und welche Idee steckt dahinter?

Das erste Schuljahr des Musikinstituts war das Schuljahr 2008/9. Die Basisintention unserer Musikschule ist es, den Schülern und Schülerinnen den individuellen Zugang zu einem Instrument so einfach wie möglich zu gestalten. Die Liebe zur Musik zu fördern, Freude am Instrument zu wecken und für den zukünftigen Lebensweg zu erhalten, Eine gut fundierte Basis zu bilden, auf Wunsch bis zum höchsten Niveau, und dabei nie den Aspekt des Berufs, Schüler zu sein, außer aht zu lassen.

Mittlerweile gibt es die Musikschule an über 70 Standorten in Wien.

 

Warum ist es für Kinder und Jugendliche wichtig ein Musikinstrument zu erlernen? Welchen Einfluss hat es auf ihre Entwicklung?

Ein Instrument zu spielen gehört zu den komplexesten menschlichen Tätigkeiten. Darum hat das Erlernen eines Instruments für Kinder und Jugendliche einen unschätzbaren Wert für ihre Entwicklung. Regelmäßiges Instrumentalspiel fördert nachweislich die Verbindung der beiden Hirnhälften und damit die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten. Ferner ist es sprachwissenschaftlich unumstritten, dass die Beschäftigung mit einem Instrument ein dienliches Werkzeug zur Minderung vorhandener Lernschwächen, insbesondere bei Legasthenie, darstellt.

Schon einfache Musikstücke beanspruchen Fähigkeiten des Intellekts, der Emotionen und der Sinne. Die präzise Koordination der Hände und Finger am Instrument fördert eine ausgeprägte Feinmotorik und räumliches Vorstellungsvermögen.

 

Welche Musikinstrumente kann man bei Polyhymnia erlernen? Welches Instrumente sind besonders gut für Anfänger geeignet und welche Musikinstrumente sind mit am beliebtesten?

Anbei unsere angebotenen Instrumente:

Besonders beliebt ist vo rallem in Wien Klavier und Gitarre, gefolgt von Schlagzeug 

Eigentlich gibt es kein Instrument welches besser oder schlechter geeignet wäre, um damit zu beginnen. Die Zeiten der typischen Einsteigerinstrumente wie Blockflöte sind vorbei. Man sollte damit beginnen, was einen interessiert und womit man sich identifizieren kann und wozu man Zugang hat.

 

Welche Kurse bzw. Ausbildungen bietet ihr an, wie ist der Ablauf und wie hoch sind die Kosten?

Um den schnellst möglichen Fortschritt am Instrument und höchste Unterrichtsqualität für unsere Schüler zu gewährleisten und unseren jungen Musikern die Freude am Instrument ein Leben lang zu erhalten, bietet unsere Schule natürlich Einzelunterricht. Auf Wunsch wird auch Gruppenunterricht mit einer Teilnehmerzahl von zwei, drei maximal vier Schülern angeboten. (Der Kursbeitrag reduziert sich entsprechend der Schüleranzahl.)

Der Kurs findet während des Schuljahres zu einem zwischen Schüler und Lehrer vorher individuell vereinbarten Zeitpunkt einmal wöchentlich in frei wählbaren Einheiten zu 45, 50 oder 60 Minuten statt, wobei 50 und 60 Minuten zu je einer halben Einheit gebucht werden können. (Effektive Unterrichtszeit 25 bzw. 30 Min. mit aliquot halbiertem Kursbeitrag.)

Der Instrumentalunterricht findet natürlich in den Räumlichkeiten der Schule statt und ist an die Ferienzeiten der Schule gebunden. Eventuell entfallene Einheiten, durch Absenz des Lehrers verursacht, werden selbstverständlich nachgeholt. Um den Schülern über das reine Instrumentalspiel hinaus einen umfassenden, breit gefächerten Ein- und Überblick in die Welt der Musik zu ermöglichen, empfehlen wir unseren Instrumentalisten den freiwilligen Besuch der kostenlosen ergänzenden Lehrveranstaltungen wie Musikkunde, Instrumentenkunde, Musikgeschichte usw. 

Ein Instrument zu spielen gehört zu den komplexesten menschlichen Tätigkeiten

 

Musikunterricht ist ein unschätzbarer Gegenpol zur Informationsüberfrachtung

Dass der vorbildliche Instrumentalunterricht an österreichischen Gymnasien dem Rotstift des Finanzministers zum Opfer gefallen ist, bedeutet einen herben Verlust nicht für die Kultur des Landes, sondern auch für die Entwicklungsmöglichkeiten der betroffenen Schüler und Schülerinnen. Gerade in Zeiten eines permanenten Informationsbombardements wäre eine Ausgleich durch anspruchsvollen Musik- und Instrumentalunterricht von unschätzbarem Wert. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass es private Institutionen gibt, die versuchen, die entstandene Lücke zu füllen.

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