Pferde-Shiatsumassage und Tierkommunikation – Einzelbehandlungen und Kurse

Veröffentlicht am 26 Juni 2020 von Verena Arnold
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Fast jeder Reiter kennt es. Obwohl man seinen Teampartner fürsorglich behandelt, sorgsam trainiert und rücksichtsvoll reitet, kommt es bei dem Tier zu Verspannungen. Auch wenn es nicht direkt erkennbare Lahmheiten sind, merkt der aufmerksame Reiter doch, dass es seinem Pferd nicht gut geht. Und immer mehr Menschen möchten ihrem Pferd dann direkt helfen können.

Wir haben darüber mit Katharina Gard gesprochen. In Speyer geboren und aufgewachsen, hat sie schon als Kind bei ihrem Großvater, der Hunde, Hasen und Tauben züchtete, ihre Tierliebe entwickelt und später durch ihre Schulfreundin, mit der sie auf deren Shetlandponys ohne Sattel durch Wald und Wiesen geritten ist, die Begeisterung für das naturverbundene Reiten entdeckt. Später ging sie für ihre Studium nach Köln und hat einige Jahre ohne Tiere gelebt. Heute lebt sie in Mettmann bei Düsseldorf, ist Mutter von 3 Kindern und zu ihrem Leben gehören zwei Pferde und ein Hund.

Nach ihrem Studium der Heilpädagogik mit Schwerpunkt Kunsttherapie, Körpertherapie und psychische Störungen war sie als Pädagogin und Designerin tätig. Durch ihr erstes Pferd, eine Island-Stute kam sie zur Arbeit mit Pferden und auch in diesem Bereich zu unterrichten. Sie hat zunächst jahrelang die Horsemanshipmethode bis zur Freiarbeit gelernt. Dadurch bekam sie einen besonderen  Zugang zum Wesen des Pferdes. Sie war fasziniert von dem ganzen Ansatz, die Pferde wirklich verstehen zu wollen, das echte Miteinander und Harmonie, aber auch Klarheit und Bewusstheit.

Parallel dazu hat sie die Ausbildung zur Tierkommunikatorin angefangen. Dann folgte die  Ausbildung zur Shiatsupraktikerin für Pferde, wo sie ihre jahrelangen Erfahrungen mit energetischen Behandlungen von Reiki über Körpertherapie, Traumtherapie bis hin zu Chakrenbehandlung, gut mit einfließen lassen konnte. Bei all dem spürte sie ihre eigene Veränderung, ihre Weiterentwicklung und entwickelte den Wunsch, dies an andere Menschen weiterzugeben.

Etwas später kam dann noch die Arbeit auf der körperlichen Ebene über Pferdemassage, die sie erst in Einzelstunden und dann in Kursen weitergab und die Tierkommunikationskurse, in denen sie anderen Menschen die telepathische Kommunikation mit Tieren lehrt.  

Sie arbeitet sowohl im Einzelunterricht mit Pferden und deren Besitzern und zeigt, wie man über die Horsemanshipmethode miteinander in eine neue Art der Verständigung und Harmonie kommen kann. Je nach körperlichem oder verhaltensbedingten Problem arbeitet sie mit Shiatsu oder Tierkommunikation. Dabei ist sowohl bei der Massage als auch bei der Tierkommunikation eine empathische und annehmende Grundhaltung sehr wichtig.

In einem Zustand der Stille und Achtsamkeit geht sie mit den Tieren in Verbindung, hört ihnen zu und behandelt die psychischen oder körperlichen Probleme und gibt ihre Erkenntnisse an die Besitzer weiter, die dadurch oft tief berührt sind und Zusammenhänge erkennen können, die vorher undurchsichtig waren. Oft zeigen sich dann leichte und schöne Lösungen in Situationen, die festgefahren wirkten.

In ihren Massage- und Tierkommunikationsseminaren, möchte sie genau diese Fertigkeiten den Menschen mitgeben: in die innere Stille gehen, auf die eigene Intuition hören, Gefühle spüren, empathisch sein, urteilsfrei Situationen betrachten, Achtsamkeit üben und wie man über körperliche Berührungen oder über telepathische Kontaktaufnahme heilen kann.

Dabei arbeitet sie in der Regel allein. Für die Shiatsubehandlungen bei Pferden fährt sie  zu den Ställen, in denen die Pferde stehen. Pferdemassagekurse und Tierkommunikationskurse bietet sie im Raum Düsseldorf, aber auch deutschlandweit an. Die Tierkommunikation kann man bei ihr vom Basiskurs, über Aufbaukurse bis zum ausgebildeten, zertifizierten Tierkommunikator lernen. Ihre Kurse eignen sich für Pferdebesitzer und Tierfreunde, die mit oder ohne Vorkenntnisse etwas über Körperarbeit oder über die Kommunikation mit Tieren lernen wollen. Ausführliche Informationen und Termine kann man ihrer Homepage entnehmen. 

Unsere Interviewpartnerin hat eine Leidenschaft für die Tierkommunikation und Shiatsu Praktik

 

Katharina, wann hast du deine Leidenschaft für die Tierkommunikation und Shiatsu Praktik entdeckt und wie lange bist du in diesem Bereich schon tätig? Wann hast du gemerkt, dass du diese Leidenschaft zum Beruf machen möchtest?

Die Leidenschaft für Tiere und Pferde hatte ich ja bereits als Kind. Aber erst mit meinem eigenen Pferd, habe ich angefangen in diesem Bereich auch als Pädagogin und Therapeutin zu arbeiten. Ich wollte meine eigenen Erfahrungen mit dem Pferd als Spiegel der Seele und Helfer bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit weitergeben.

Nachdem ich meine Islandstute 2009 gekauft habe, hat dieses Pferd bereits in unserem ersten gemeinsamen halben Jahr ein Trauma bei mir aufgelöst, das ich jahrelang mit mir herumgetragen hatte. Mit 15 Jahren habe ich meine Schulfreundin mit den Shetlandponys durch einen tödlichen Reitunfall mit einem Rennpferd verloren. Die Umstände waren für mich so ungünstig, dass ich dieses schlimme Erlebnis nicht verarbeiten konnte.

Durch das Zusammensein mit meiner Islandstute, bekam ich Zugang zu einer innere Stille in mir, jedes Mal, wenn ich mit ihr zusammen war. In dieser Stille zeigten sich nach und nach meine verdrängten Ängste, bis hin zu diesem traumatischen Erlebnis mit dem Tod der Schulfreundin. Tatsächlich habe ich damals meine Stute als Therapeutin erlebt, die mir half dieses Trauma anzuschauen und aufzulösen. Diese Heilung war so bewegend für mich, dass ich nun Pferden (und auch anderen Tieren) durch Horsemanship, Shiatsubehandlungen oder Tierkommunikation helfen möchte. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Traumatherapie bei Pferden.

Bei meinen Pferdemassage- und Tierkommunikationskursen ist es mir ein Anliegen anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, über den fühlenden und über den empathischen Kontakt mit ihren Tieren auch ihre eigenen Gefühle bewusster wahrzunehmen, in Einklang mit sich selbst zu kommen und natürlich in ein vertrauensvolles Miteinander mit ihren Tieren, von denen wir so viel lernen können, wenn wir uns wirklich auf sie einlassen.

 

Du bietest Kurse im Bereich Pferdemassage und Tierkommunikation an, in denen du deine Fähigkeiten anderen weitergibst. Wie kam es dazu? Was macht dir dabei besondere Freude?

Zunächst habe ich Horsemanshipkurse gegeben. In diesen Kursen kann ich mein Wissen im Umgang mit den Pferden weitergeben und wie man eine besondere Harmonie und Verständigung mit dem Pferd erreicht. In diesem Setting kann jedoch nicht noch zusätzlich der individuellen Situation des Menschen Raum gegeben werden, nur an der Stelle, wo das Pferd als Spiegel der Seele Thema wird, ist dies möglich. Auch das Miteinander innerhalb der Gruppe hat keinen herausragenden Stellenwert, da jeder mit seinem Pferd im Team arbeitet.

In meinen Tierkommunikationskursen, aber auch in den Pferdemassagekursen ist das anders: die Wahrnehmung der eigenen Intuition, der Kontakt zu den eigenen Gefühlen, das Üben der meditativen Grundhaltung und das empathische Miteinander in der Gruppe sind hier zentrale Themen. Es geht um fühlende Wahrnehmung, nicht um analytische Wahrnehmung und intuitive, fühlende Wahrnehmung wird mit dem Herzen erlebt und verstanden.

Im gegenseitigen Austausch der Teilnehmer in den Kursen entwickelt sich außerdem ein achtsames und liebevolles Miteinander. Eine Haltung in Gruppen, die ich im alltäglichen Miteinander oft vermisse und wofür ich einen Rahmen schaffen möchte. Wenn ich in meinen Gruppen erlebe, dass die Menschen mehr und mehr in die Ruhe und ins Fühlen kommen, sich die Herzen auch mit Hilfe der Tiere nach und nach öffnen, die Teilnehmer in der Gruppe sich gegenseitig wirklich zuhören, sich mit wertfreiem Verständnis begegnen, sich unterstützen und gemeinsam Lösungen entwickeln bin ich glücklich und dankbar. Der schönste Moment ist für mich, wenn ich mich zurücknehmen kann und merke, dass dieses achtsame Miteinander in der Gruppe auch ohne mich weiterläuft.

 

Mit welchen Tools arbeitest du bei der Pferdemassage? Ohne welche Gerätschaft kannst du deine Arbeit nicht ausführen?

Das Schöne, aber auch Herausfordernde beim Shiatsu ist, dass es eine rein manuelle Technik ist, daher sind das wichtigste Tool meine Hände und mein Bewusstsein.

Shiatsu heißt übersetzt Fingerdruck. Es wird mit dem Daumen, dem Handballen,  manchmal auch mit der Handfläche gearbeitet und dabei das Meridiansystem (12 feinstoffliche Energiebahnen im ganzen Körper) behandelt. Da nicht nur die körperliche Ebene angesprochen wird, sondern genauso die emotionale und geistig-seelische Ebene, ist die innere achtsame Haltung wichtig.

Als Behandelnder beobachte ich, nehme wahr, gebe Raum, versuche sensitiv, urteilsfrei und offen zu sein. So gelange ich in einen Zustand der Verbundenheit, indem nicht mehr ICH therapiere, sondern ES. Mein eigener Geist wird ruhig und ich fühle die uns alle verbindende universelle Energie durch mein Bewusstsein und meine Hände arbeiten. In dieser Stille und Verbundenheit lösen sich oft  tiefe Verkrampfungen und Verspannungen und versteckte Gefühle können zum Vorschein kommen und wahrgenommen werden. Blockaden und Stagnationen lösen sich so auf und der Fluss der Lebensenergie (Ki) harmonisiert sich in den Meridianen.

Einen ähnlichen Zustand von Stille und tiefer Verbundenheit kann man übrigens auch in der Mediation erreichen. Was ist also mein wichtigstes Tool?  Hier eine Zen-Geschichte dazu:

Ein Zen- Meister wird von seinem Schüler gefragt: „Meister, ich möchte diese Harmonie und Ausstrahlung erlangen, die ich an Euch wahrnehme. Sagt mir also, was ist das Wichtigste im Zen?“ Der Meister antwortete: “Aufmerksamkeit.“ Der Schüler fragt weiter: „Das scheint mir zu schwierig – was ist das Zweitwichtigste?“ Der Zen-Meister antwortet: „Aufmerksamkeit.“

 

Wie schnell kann man eine Veränderung an den Tieren feststellen? Was war die schönste Erfahrung, die du machen durftest?

Schon während der Shiatsubehandlung sieht man eine Veränderung bei den Tieren, sie werden ruhiger und bewusster. Bei den Tierkommunikationen merken die Besitzer oft, dass ich mit ihren Tieren gesprochen habe, bevor ich sie anrufe. Je nach Zustand des Tieres braucht es mehrere Behandlungen und oft erstelle ich auch gemeinsam mit dem Besitzer einen nachfolgenden Therapieplan für das Tier.

Besonders schön und berührend war für mich die Kommunikation und Behandlung mit einem Pferd, dass nur im Stall gehalten werden konnte, weil es draußen panisch reagiert. Die Besitzerin hatte mich wegen einer Shiatsubehandlung mit Traumatherapie kontaktiert. Da das Pferd aber zu weit entfernt war, habe ich eine telepathische Tierkommunikation angeboten. Das Pferd kam aus Spanien und muss dort ein traumatisches Erlebnis gehabt haben. Wenn es nach draußen auf die Weide gebracht wurde, rannte es panisch hin und her, bis es schweißnass war. Es fraß nicht einmal Gras.

Bei der Tierkommunikation stellte sich heraus, dass das Pferd in Spanien beim Stierkampf eingesetzt und durch einen Stier schwer verletzt worden war. Da das draußen im Freien passiert ist, war dieser Bereich für das Pferd nun lebensgefährlich. In seinem Stall im Münsterland stand auf dem Nachbargrundstück ein schwarzes Hängebauchschwein. Wenn das Pferd dieses Tier sah, reagiert es panisch und war nicht mehr ansprechbar, weil es an den spanischen Stier erinnert wurde.

In dem Setting der Tierkommunikation redete ich mit ihm über dieses Hängebauchschwein: wie unbeweglich es sei und wie viel schneller und stärker er selbst dagegen wäre. Es dauerte einige Momente bis das Pferd sich selbst in dieser telepathischen Situation traute das Bild des Hängebauchschweins genauer anzuschauen. Dann musste das Pferd selbst schmunzeln, als es erkannte wie unbeweglich dieses Tier im Vergleich zu ihm ist und wie viel schwächer.

Danach erzähle mir die Besitzerin, dass ihr Pferd nun in Situationen draußen nicht mehr panisch und kopflos reagierte, sondern tatsächlich genauer hinschaut, überlegt und sich dann meistens wieder beruhigt. Da mich dieses Pferd besonders berührt hatte, besuchte ich ihn später und löste bei einer Shiatsubehandlung weitere tiefsitzende Ängste im Zusammenhang mit dem Unfall. Für mich war es das erste Beispiel, wie in einer Tierkommunikation ein Trauma im Gespräch gemeinsam angeschaut und bearbeitet werden kann. Mittlerweile löse ich sogar traumatische Gefühle im Setting der Tierkommunikation und gebe dieses Wissen auch in meinen Kursen weiter.

Schon während der Shiatsubehandlung sieht man eine Veränderung bei den Tieren

 

Nicht nur der Körper braucht Hilfe

Genau wie der Mensch, profitieren auch Pferde von ganzheitlicher Behandlung, denn auch bei Tieren haben körperliche Beschwerden ihre Ursache häufig auf mentaler Ebene. Und da man Pferde in der Regel nicht ab der Geburt begleitet, sondern erst in einem Alter übernimmt, in dem sie schon viel erlebt haben, was nicht immer nur positiv gewesen sein muss, können diese Früherfahrungen sich störend auf das Miteinander auswirken und sollten durch fachkundige Behandlung aufgelöst werden. Wir danken Katharina Gard für ihre Zeit und dieses informative Gespräch.
Weiter Infos unter: https://animal-talk.eu/

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