Personal Trainer – vom Hobby zum Traumberuf?

Veröffentlicht am 25 September 2018 von Verena Arnold
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So stellen sich das manche sportbegeisterte jungen Menschen vor. Wohl auch, da dies in den Medien oft so dargestellt wird. Aber ganz so einfach ist es nicht, denn um Menschen auf ihrem persönlichen sportlichen Weg begleiten zu können, braucht es viele fundierte Kenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen.  Als Personal Trainer trägt man Mitverantwortung für die Gesundheit seiner Kunden. Es reicht also nicht, selbst ein guter Sportler zu sein. Man muss sich auch viel theoretisches Wissen aneignen, um Menschen beraten und trainieren zu können.

Um mehr über diesen verantwortungsvollen Beruf zu erfahren, haben wir mit dem 1974 in Solothurn geborenen Markus Portmann gesprochen. Er ist seit über 21 Jahren selbstständiger Personal Trainer, Vizepräsident vom Schweizer Personal Trainer Verband (SPTV) und Mitglied im Premium Personal Trainer Club, sowie Dozent und Ausbilder für PTS und EMS Training. Er ist immer bestrebt, die Qualitätssicherung der Personal Trainer und Trainerinnen im Verband vorwärts zu treiben.

Seine berufliche Laufbahn begann er als Physiotherapeut und fand so direkt in die „Berufung“ des Personal Trainers. Es folgten diverse Weiterbildungen und Studium im Bereich Sportwissenschaft, Bewegung, Gesundheitstrainer, Master Personal Trainer mit Zusatz in Sportmedizin und Rehabilitation. Der Start in die Selbstständigkeit war nicht einfach, denn zu der Zeit war Personal Training noch nicht so bekannt, aber dank seiner guten und umfassenden Ausbildung konnte er schon bald seinen Lebensunterhalt damit verdienen.

Er gründete sein Unternehmen MP Personal Training Markus Portmann mit dem Gedanken, den Menschen qualitativ hochwertiges 1:1 Training zu bieten. Basierend auf den Säulen: Seele, Geist und Körper. Es geht nicht nur um Sixpack, sexy Popos, toll gestylte Menschen und top gestählten Körpern, wie oft angenommen wird. Ihm ist wichtig, dass Seele und Geist von Anfang an in das Training mit einbezogen und das Training wirklich an die jeweilige Person angepasst wird. Sicher gibt es einen Leitfaden aufgrund des eigenen Konzeptes, aber durch das vielseitige Angebot gibt es eine Vielzahl von Varianten. Auch wenn er keine Erfolgsgarantie geben kann, so garantiert er aber vollumfänglichen Einsatz und Herzblut in der Arbeit für die Kunden. Aus dem Personal Training heraus entstand dann das zweite Konzept Trainout, bei dem vor allem Kleingruppen angesprochen werden, welche trotz der Gruppe, auch Wert auf Qualität und Individualität legen. Hier liegt die Herausforderung auch darin, trotz der Niveauunterschiede, allen ein anspruchsvolles und sinnvolles Training zu bieten.

Seit einigen Jahren wird er bei seiner Arbeit von seiner zuverlässigen Mitarbeiterin Linda Bürki unterstützt und ergänzt. Sie ist ausgebildete Bewegungspädagogin und verfügt ebenfalls über zahlreiche Weiterbildung. Gemeinsam bieten sie Trainingskonzepte für verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Budgets. Bei ihnen ist jeder willkommen, der trainieren möchte, egal ob aus gesundheitlichen Gründen, Rehabilitation oder einfach sportlich motiviert. Trainiert wird an unterschiedlichen Trainingsorten.

Entweder bei den Kunden zuhause, in einem der zwei Studios oder in der ersten Trainingslounge in der Umgebung (trainingslounge.ch). An diesem Standort besteht die Möglichkeit, in einer der einzigartigsten Räumlichkeiten und  Konzepte den Menschen das Training zu bieten, welches sie benötigen. Beim Konzept Trainout (trainout.ch) erfolgt das Training als Outdoortraining in Kleingruppen in der Stadt und in der Natur.

Zudem bieten sie  mit dem EMS Training von Miha Bodytec, eine der effizientesten und fortschrittlichsten  Trainingsformen mit Strom und für betriebliches Gesundheitsmanagement für Firmen Training an flexiblen Orten zu flexiblen Zeiten.

Markus, trainout ist ein Team von motivierten und professionellen Trainern, die mit Herzblut und Freude Menschen trainieren. Was liebst du an deinem Job am Meisten und was war bisher deine schönste Erfahrung als Personal Trainer?

Linda Bürki und mich erstaunt immer wieder, dass wir auf jahrelange Stammkundschaft zurückblicken können und ich den Beruf nicht mehr des Geldes wegen machen. Klar lebe ich davon, zahle Lohn usw. Aber wenn meine Mitarbeiterin und ich merken, dass ein Klient und wir einfach nicht harmonieren und die Ziele nicht erreicht werden, leiten wir diese auch gerne an andere PTs weiter.  

Oftmals entstehen auch Freundschaften und als PT sind wir oftmals auch als Coach gefragt. Dies geht auch über die Trainerfunktion hinaus. Die Menschen machen nebst den körperlichen, auch eine psychische Veränderung durch. Der Spruch gesunder Geist in einem gesunden Körper trifft immer wieder ins Schwarze. Psychische Einflüsse können den Erfolg im Training hemmen oder behindern.

An meinem Job liebe ich am meisten, dass die Menschen uns solch grosses Vertrauen und ihre Zeit schenken und ich teilweise auch eine Art „Metamorphose“ erleben darf. Ich bin einfach dankbar, davon leben zu können, was nicht selbstverständlich ist.

Meine schönste Erfahrung als PT ist sicher jene, dass eine Kundin, welche nach der Geburt ihres Kindes eine Rückenmarkverletzung erlitten hatte und nicht mehr laufen konnte, mittels Training und ihrem grossen selbständigen Einsatz, wieder ohne Rollstuhl und sonstige Hilfe einige Meter gehen konnte. Sie ist eine langjährige Kundin und es ist einfach unglaublich, mit welchem Willen sie weiter trainiert.

 

Für wen bietet sich Personal Training an? Gibt es bestimmte Voraussetzungen für das Personal Training? Wie oft sollte man mit dem Personal Trainer trainieren?

Der Vorteil am Personal Training ist, dass sich dieses für jede Person eignet. Durch die individuelle Betreuung können Anfänger wie auch SportlerInnen ganzheitlich aber auf ihrem Niveau trainiert werden.

Wie oft Mann oder Frau mit einem PT trainieren sollte, kann nicht pauschal gesagt werden. Je nach Ziel, körperlichen Voraussetzungen, Budget und Zeitmanagement ist dies unterschiedlich. Auch wie oft trainiert diese Person selbständig, wie isst sie und wie ist die Lebenssituation. Dies sind alles Punkte, welche beachtet werden müssen.

 

Du bist auch Mitglied im Premium Personal Trainer Club. Kannst du die hauptsächlichen Grundsätze dieser Organisation darstellen?

Der Premium Personal Trainer Club, setzt sich für qualitativ hochwertiges Personal Training und deren Mitglieder ein. Diese stimmen gewissen Bedingung zu und deren Mitglieder sind nach einem ganzheitlichen und hohen Qualitätsmanagement geprüft. Das ist einzigartig. Auch regelmässige Weiterbildungen, professionelles Auftreten, Hospitationen und ein monatlicher Mitgliedsbeitrag sind Pflicht. Ein Premium Personal Trainer tritt nicht dem Club bei, um was Besseres zu sein, sondern um an sich zu arbeiten, zu lernen und noch besser zu werden. Und das wichtigste für mich, sich mit den anderen PTs auszutauschen und aktiv zu bleiben. Auch ein Kollektiv zu bilden, welches aber durch die Vielfältigkeit besticht, ist auch ein weiterer Aspekt diese Clubs. Starke Freundschaften haben sich daraus ergeben. Dies über  jegliche Grenzen hinweg.

 

Was würdest du angehenden Personal Trainern und unseren Lesern im Hinblick auf das Personal Training raten?

Ich komme doch gleich ehrlich und ohne Umschweife zur Sache. Mag einige vielleicht erstaunen, aber Tatsache ist: Personal Trainer ist kein anerkannter Beruf und es gibt kein anerkanntes staatliches Diplom. Dies wird es auch in nächster Zeit nicht geben. Deshalb ist die Mitgliedschaft in einem offiziellen Verband so wichtig!

Um ein erfolgreicher und ernsthafter PT zu werden, empfehle ich eine fundierte und „richtige“ Ausbildung. Denn PT ist keine Ausbildung, sondern eine Weiterbildung.  Ich bitte auch die jungen Menschen mal zu überdenken, warum diesen Beruf? Geld, Sexy Menschen, Promis? Dann ist dies sicher das falsche Motiv. Und solche Trainer werden nicht lange überleben.

Also empfiehlt sich zumindest zu Beginn eine Fitnessinstruktorenausbildung, Sportstudium, Physiotherapie, Bewegungspädagogenausbildung oder einen dementsprechenden „anerkannten Beruf“. Danach sicher mal 2 Jahre als Trainer in einem Studio oder ähnlichem zu arbeiten.

Hier muss einfach mal Erfahrung gesammelt werden. Denn es kann durchaus sein, dass ein Kunde einen PT in einem  Studio oder seinem eigenen Trainingsraum um Rat fragt.

Kenntnisse mit den Geräten muss da sein. Nach (oder während) ein paar Jahren Erfahrung und Arbeit, sollte sich der ambitionierte junge PT auch weiterbilden und sich spezialisieren. Ein PT kann nicht alles und weiss auch, was er möchte, kann oder eben nicht. Zudem muss ein PT auch zusätzlich ein grosses Wissen haben, was Krankheitsbilder, Physiologie und Anatomie betrifft. Und ganz wichtig psychosoziale Kompetenz und Lebenserfahrung. Bei einem selbständigen PT müssen zusätzlich auch Versicherungen, rechtliche Belange sowie wirtschaftliche Faktoren bedacht werden.

Daher würde ich mal sagen: Vom Anfang bis Ende einer Grundausbildung sollte sich jeder junge Mensch mal sicher mindestens 4 Jahre Zeit nehmen. Danach folgen die Weiterbildungen.

Für weitere karrierebegleitende Massnahmen und andere Fragen, dürfen mich Interessierte immer kontaktieren.

Personal Trainer zu werden, ist harte Arbeit

Reines Personal Training ist Knochenarbeit und man braucht die richtige Motivation, diesen Beruf wirklich gründlich zu erlernen. Das gelingt am besten, wenn das Ziel nicht nur darin besteht, Geld zu verdienen, sondern der ehrliche Wunsch, Menschen zu helfen. Einen Schnellkurs zu absolvieren, der mit einem fragwürdigen Zertifikat abschliesst, welches keine Bedeutung im Berufsleben  hat, ist nicht der geeignete Weg, wenn man von seiner Arbeit dann auch leben möchte. Vielen Dank an Markus Portmann für seine Zeit und diese ausführlichen Informationen. Mehr unter: www.mp-personaltrainer.ch/

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