Musiker aus Leidenschaft

Veröffentlicht am 17 Juni 2019 von Verena Arnold
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Musik ist Leidenschaft – besonders für den Schweizer E-Gitarristen Simon Schneeberger. Der 28-jährige ist selbstständig erwerbstätiger Musiker und verdient seinen Lebensunterhalt mit Studioaufträgen, Konzerten und Privatlektionen. So unterrichtet er u.a. als angestellter Gitarrenlehrer an einer Musikschule, wo er momentan 25 Schülerinnen und Schüler betreut, nimmt jedoch auch immer wieder Anfragen an, um bei verschiedenen Projekten mitzuspielen. So ist er unter anderem Gitarrist und einer der Music Director im ICF Mittelland. Sein eigenes Projekt trägt den Namen ‚we are one‘.

Er ist ein lebendes Beispiel dafür, wie aus Begeisterung Berufung und schließlich Beruf werden kann. So nahm seine professionelle Laufbahn ihren Anfang mit einer vierjährigen Ausbildung zum Polymechaniker. Im letzten Ausbildungsjahr schließlich legte ihm sein damaliger Gitarrenlehrer nahe, über ein Studium als E-Gitarrenspieler nachzudenken, da er ihm kaum noch etwas beizubringen habe. Nach einem Schnuppertag an der Hochschule war die Entscheidung gefallen: Simon entschloss sich für das Studium. E-Gitarre im Studiengang Pop/Rock/Blues am WIAM  – dem Winterthurer Institut für aktuelle Musik in Winterhur.

Dabei absolvierte er zunächst das einjährige Vorstudium, welches ihn auf das eigentliche Vollzeitstudium samt dessen Aufnahmeprüfung vorbereitete. Nach der dreijährigen Ausbildung vor allem in musikalischen Belangen durchlief er zwei weitere Jahre pädagogischen Studiums und erwarb schlussendlich das Pädagogikdiplom als Musiklehrer.

Simon Schneeberger weiß also, wovon er spricht und was er tut, wenn er Musik macht und sein Wissen weitergibt.

Unser Interviewpartner Simon Schneeberger ist Musiker und Musiklehrer

 

Simon, wann hast du die Liebe zur Musik entdeckt? Welche Instrumente spielst du? Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Ich beginne mal ganz von vorne: In der Primarschulzeit von der 1. bis zur 3. Klasse besuchte ich – wie viele andere Kinder auch – den Blockflötenunterricht in der Musikschule. In der 4. Klasse durfte ich mir ein neues Instrument aussuchen und entschied mich für Klavierunterricht, welchen ich bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit besuchte. Doch ein Jahr vorher, mit 15 Jahren also, besuchte ich mit einer damaligen Schulfreundin eine Freikirche.

Ich war sehr begeistert von der modernen Musik und wollte unbedingt einsteigen. Am Klavier waren bereits genug Leute vorhanden, also beschloss ich, den leeren Platz des Bassisten zu füllen. Ein Jahr später fragte ich meinen älteren Bruder, ob er mir ein paar Beats und Tricks auf dem Schlagzeug zeigen könnte, damit ich als Bassist ein besseres Verständnis für den Schlagzeuger bekäme. Ein weiteres Jahr später musste der E-Gitarrist der Band seinen Dienst in der Schweizer Armee antreten, worauf ich dann zu meinem jetzigen Hauptinstrument wechselte. Ich habe keinen einzigen Umstieg je bereut! Seither spiele und übe ich all diese Instrumente – außer der Blockflöte – auch weiterhin, um meine Fähigkeiten und mein Verständnis als Musiker zu verbessern.

 

Welche Songs sind besonders persönlich? Was hat dich inspiriert? In welchen Sprachen singst du?

Es gibt einen bestimmten Song, den ich mit einem meiner besten Freunde – der auch mein Trauzeuge war – an einem Songwriting-Weekend in Adelboden geschrieben habe. Das war ein magischer Moment. Bereits nach 20 Minuten war der Song fertig. Er handelt von unserem unermesslichen menschlichen Versagen und den Schwierigkeiten, die wir persönlich mit der Gesellschaft haben. Doch Jesus ruft uns dazu auf, Menschliches zu überwinden und auf ihn zu zählen, wie er auch auf uns zählt. Der größte Teil meiner Inspiration kommt aus meiner persönlichen Beziehung zu Jesus, aber ich höre natürlich auch sehr viel Musik und bin immer auf der Suche nach neuen Künstlern, von denen ich mir hie und da etwas abschauen kann. Ich liebe es zudem, mit meinen Musikerfreunden zu experimentieren und zu „sounden“, da ich auch von ihnen immer etwas Neues lernen darf.

 

Wo trittst du auf? Wie oft im Jahr bist du unterwegs? In welchen Regionen kann man dich live sehen?

Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Was sich in den letzten Jahren in meinem Kalender eingenistet hat, sind gegen Ende Jahr die verschiedenen Gospel-Projekte, bei denen ich als E-Gitarrist und teils auch Bandleiter mitwirken darf. Sonst bin ich mit verschiedenen Projekten (auch einmaligen) live zu sehen. Ein Projekt, auf welches ich mich immer wie ein Kind freue, ist Central Music. Central Music ist eine christliche Bewegung von Musikern und Musikstudenten in der Populärmusik, welches von guten Freunden aufgezogen wurde. Jedes Jahr gibt es mehrere „Kingdom Come Nights“, wo ein Abend lang ohne Vorbereitung zusammen musiziert und gefeiert wird. Man weiß nie, was da auf einen zukommt! Umso mehr genieße ich die Momente, die an diesen Abenden entstehen.

 

Welchen Tipp würdest du jungen Menschen geben, die als Musiker arbeiten wollen? Was hältst du von YouTube für Musiker als Promotionsplatform? Welche Eigenschaften sollte ein guter Musiker mitbringen?

Ich erlaube mir, zuerst die Frage in Bezug auf Youtube als Promotionsplatform zu beantworten. Youtube ist sicher wichtig und viel wert, um als Musiker Aufmerksamkeit zu erhalten. Was aber damit einhergehen muss, sind verschiedene Soziale Medien, meiner Meinung nach allen voran Instagram. Die heutige Gesellschaft möchte gerne in kürzester Zeit möglichst viele Informationen aufnehmen. Das wird uns durch visuelle Kommunikation, wie eben auf Instagram, ermöglicht und auch vereinfacht. Ich kann Bilder und Videos posten, ich kann das Entstehen eines Songs in den Stories dokumentieren und meinen Followern zugänglich machen. Das fertige Produkt auf Youtube zu verbreiten und über Soziale Medien zu bewerben, ist sicher ein guter Weg.

Nun zu den Tipps für junge Musiker:

  1. Umgib dich mit Musikern, die besser sind als du! Das scheint frustrierend zu klingen – und ist es manchmal auch. Aber es gibt keinen größeren Ansporn besser zu werden, als Vorbilder rund um dich herum.
  2. Bleib neugierig! Motivation entsteht durch das Verlangen, etwas Neues zu lernen. Sei also immer auf der Suche nach Neuem!
  3. Sei ehrgeizig! Ich werde seit ein paar Wochen von einer Aussage eines amerikanischen Schlagzeugers regelrecht verfolgt: „If it’s easy to play, you’re not practicing – Wenn es einfach zu spielen ist, bist du nicht am üben.“ Fehler machen bringt dich weiter!
  4. Nimm dich selbst auf! Wenn wir grade auf unserem Instrument spielen, finden wir vieles was wir spielen eigentlich ziemlich in Ordnung. Wir benötigen ein zusätzliches paar Ohren! Nimm dich also selbst auf, um aus einer neutraleren Sicht zuhören zu können. Du wirst schnell Dinge entdecken, die du ausmerzen möchtest!
  5. Jeden Tag üben! Es gibt nichts wichtigeres, als tägliche Routine. Es bringt mehr, jeden Tag 5-10 Minuten zu üben, als einmal wöchentlich eine Stunde. Regelmäßigkeit ist der Trick!

Diese Tipps decken auch gleich die Frage ab, welche Eigenschaften ein guter Musiker mitbringen sollte.

Youtube ist sicher wichtig und viel wert, um als Musiker Aufmerksamkeit zu erhalten

 

Musikprofi, der gern sein Wissen teilt

Simon Schneeberger ist stets darauf aus, sich weiterzuentwickeln – und anderen zu helfen, es ihm gleichzutun. Als Musiker und Musiklehrer ist er vielfältig tätig, meistens unterwegs und stets verlässlich, wenn es darum geht, das Beste aus einem Instrument herauszuholen!

Wir danken ihm für dieses interessante Gespräch.

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