Moderator – ein Traumberuf?

Veröffentlicht am 20 Juni 2019 von Verena Arnold
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Es gibt mehrere Tätigkeiten, die man als Moderator ausüben kann. Die Tätigkeit als Radio- oder Fernsehmoderator ist dabei wohl die bekannteste Variante. Wer von einer Karriere als Moderator träumt, sollte sich zuvor gründlich informieren, was dazu notwendig ist. Sicher ist es ein guter Anfang, wenn man gern vor der Kamera steht, frei sprechen kann und gern mit Menschen umgeht. Aber es braucht auch die Bereitschaft zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten, ein hohes Mass an Flexibilität und eine große Leidenschaft für diesen anspruchsvollen Beruf.

Wir wollten etwas mehr über diesen Beruf erfahren und haben mit Nicole Berchtold gesprochen. In Ostermundigen aufgewachsen, lebt die Mutter von zwei Kindern heute mit ihrer Familie in Bern. Sie interessierte sich schon immer für Medienarbeit, dachte aber zuerst nicht daran, dass dies ihr Beruf werden könnte.

Nach der üblichen Schulausbildung besuchte sie die DMS und anschliessend das Kindergartenseminar und hat auch einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet, holte aber auch die Matura nach und begann an der Universität in Bern Psychologie zu studieren, was sie gerade fortführt und ihren Master macht.

Zu ihrer Tätigkeit beim Fernsehen kam sie als Quereinsteigerin. Gestartet hat sie 2001 beim Berner Regionalradio, kam dann zu Sport beim Telebärn. Darauf folgten diverse Stationen bei privaten Sendern (Star TV, 3Plus, Sat1. Schweiz, Teleclub) bis sie dann 2007 beim Schweizer Fernsehen startete.

Seit mehr als 12 Jahren ist sie nun schon beim Schweizer Fernsehen, hauptsächlich bei Glanz und Gloria, moderiert aber auch immer wieder mal Samstagabendshows wie Alpensrose, Sing mit Deinem Star, Sports Awards, Super-10-Kampf, Kampf der Orchester. Neben ihrer TV-Tätigkeit moderiert sie auch diverse Eventveranstaltungen.

Sie liebt ihre Arbeit und sagt, dass das Schweizer Fernsehen ein sehr moderner Arbeitgeber ist und sie sich glücklich schätzt, dort zu arbeiten – und das umso mehr, je mehr sie hinter die Kulissen schaut. Fernsehen sieht sie immer als Teamarbeit, was genau das ist, was sie liebt. Sie ist ständig im Austausch mit ihren Redaktionsgspänli, dem Produzenten und dem Regisseur. Als spannend vor der Kamera empfindet sie es, den Zuschauerinnen und Zuschauern Zuhause spannende Geschichten, die das Leben schreibt, zu präsentieren, zu bewegen, zu inspirieren oder auch einfach nur zu unterhalten.

Unsere Interviewpartnerin und Moderatorin Nicole Berchtold

Nicole, du hast relativ schnell nach deinem Schulabschluss deine Leidenschaft für Moderationen entdeckt. Wie schaffst du es heute dein Leben in Balance zu halten zwischen erfolgreicher Moderatorin in der Schweiz sowie Mutter zweier Kinder? Welche Tipps kannst du anderen berufstätigen Frauen geben?

Tipps sind immer schwierig. So ganz habe ich mein „Rezept“ ja auch noch nicht rausgefunden. Auch ich laufe immer mal wieder in einen Engpass rein, wenn ein Kind krank ist, ich kurzfristig bei GUG einspringen muss, Prüfungen anstehen oder der Zufall mir einfach grad nicht in die Karten spielt. Dann bin ich immer froh, dass mein Mann oder meine Mutter mir aus der Klemme helfen und einspringen. Aber so ist das Leben. Genau das macht es aber auch lebenswert und treibt einen voran. Wichtig ist trotz allen Projekten aber immer, dass die Familie nicht zu kurz kommt, das ist wie das Fundament eines Hauses. Wenn das wackelt, stürzt alles ein.  

 

Kannst du einen typischen Ablauf im Fernsehstudio bei deinen Dreharbeiten beschreiben? Wie viele Stunden umfasst dein durchschnittlicher Arbeitstag? Welche Aspekte sind ausschlaggebend, dass eine Aufzeichnung erfolgreich wird?

Einen typischen Ablauf gibt es eigentlich nicht. Es gibt einen geplanten Ablauf, aber der wird durch die Tagesaktualität immer mal umgekrempelt und dann gilt „Gring ache und seckle“, denn um 18.40 Uhr sind wir auf Sendung! Dann gibt es kein Morgen, sondern nur noch das Jetzt und wer kann was abdecken im Team. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass ein Team funktioniert.

Für einen „normalen“ Moderationsdienst bin ich 5 Stunden im Büro, lese mich ein, schreibe Moderationen immer wieder neu, passe sie laufend an, telefoniere, habe diverse Meetings (Sendekritik des Vortages, Regie-, Produzentensitzungen, Maskentermin, Stellproben, usw.) und um 18.40 Uhr sind wir live auf Sendung.

 

Welches Equipment gehört für dich zu einer gelungenen Moderation dazu und warum? Hast du vielleicht auch einen kleinen Glücksbringer, der dich bei deinen Moderationen immer begleitet?

Das Equipment steht im Studio bereit, die Kameras werden von der Regie-Crew immer neu eingestellt, ich bekomme ein Mikrophon, setze meinen “Ohrstöpsel” (das In-Ear, womit ich mit der Regie verbunden bin) ein und los gehts. Das einzige, was ich sonst noch immer bei mir habe, sind die Moderationskarten und das „Notfallmik“, falls das Ansteckmik mal ausfallen sollte. Glücksbringer habe ich keine. Wenn ich für eine gelungene Moderation Glück brauche, dann stimmt was mit meinen Vorbereitungen nicht.

 

Welche Tipps kannst du jungen Menschen geben, die sich auch für diesen Beruf entschieden haben? Hast du bestimmte Rituale vor einer Aufzeichnung? Was hilft bestmöglich gegen Nervosität?

Es braucht sehr viel Durchhaltewillen und Arbeitseifer. Ich arbeite heute noch jedes Weekend (wenn nicht im Studio, dann von Zuhause aus), sowie jeden Abend bis Mitternacht. Es braucht Herzblut, für das was man tut. Wenn die Motivation die Richtige ist, dann geht das aber tiptop! Gegen die Nervosität hilft tiefes Einatmen, vorher etwas gegessen zu haben und Spass an – und nicht Angst vor- der Herausforderung zu haben.

Moderatoren brauchen sehr viel Durchhaltewillen und Arbeitseifer

 

Täglich neue Herausforderungen

Wie bei jeder Arbeit gibt es auch im Beruf von Moderatorinnen und Moderatoren geregelte Abläufe, die sich jeden Tag wiederholen. Aber anders als in vielen anderen Berufen ist dies nur der grobe Rahmen. Durch die unterschiedlichen Themen und ständig neuen Menschen, über die wir berichten, bietet dieser Beruf täglich neue Herausforderungen. Vielen Dank an Nicole Berchtold für dieses informative Gespräch.

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