Mit Hypnose heilen

Veröffentlicht am 12 Oktober 2018 von Verena Arnold
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Es gibt viele Bereiche, in denen Hypnose entscheidend zum Erfolg einer Therapie beitragen kann. In manchen Fällen braucht es sogar nur die Hypnose. Durch die Darstellung der Hypnose im Unterhaltungsbereich trauen manche Menschen sich nicht, diese Form von Hilfe anzunehmen, da sie den Kontrollverlust fürchten, oder dass die Hypnose unerwünschte Folgen hat. Aber so funktioniert therapeutische Hypnose nicht. Der Patient ist bei einem gut ausgebildeten Hypnosetherapeuten absolut sicher.

Für mehr Informationen haben wir mit dem aus Zürich stammenden 45-jährigen Ivo Rütsche gesprochen, der sich schon als Kind für Hypnose interessierte, aber zuerst eine Ausbildung als Maschinenoperateur hat und dann in die IT ging, in der er auch heute noch tätig ist. Als er 30 Jahre alt war, beschloss er sein Interesse an der Hypnose in sein Berufsleben zu integrieren und machte eine entsprechende Ausbildung, um dann im Zweitberuf als Hypnose-Therapeut tätig zu werden. Den scheinbaren Widerspruch der beiden Tätigkeiten kann er nicht bestätigen, denn es gibt durchaus Parallelen. So liebt er z.B. die „forensische“ Suche nach Lösungen bei Problemen und ist durch die IT an sehr exakte Arbeit gewöhnt, da das Problem teilweise sehr tief im System verankert ist. Er empfindet es als großes Glück, gleich in zwei Berufen arbeiten zu können, die ihm wirklich Freude machen. Die Praxis teilt er sich mit seiner Partnerin, die HNC praktiziert, was eine gute Ergänzung zur Hypnose ist.

Durch die Tatsache, dass er nicht allein von der Arbeit als Hypnosetherapeut leben muss, kann er sich eine Freiheit erlauben, die seinem Naturell entspricht. So rechnet er seine Arbeit nicht nach Stunden ab, sondern nach Sitzung, die dann eben nicht an ein bestimmtes Zeitfenster gebunden ist. So kann er sich tief genug auf die jeweilige Thematik einlassen und ohne Zeitdruck und entspannt arbeiten, was dann dem Patienten zugutekommt.

Unser Interviewpartner und Hypnosetherapeut Ivo Rütsche

Herr Rütsche, können Sie sich bitte kurz vorstellen? Womit beschäftigen Sie sich? Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Hypnosetherapeut zu werden? Welche Dienstleistungen bieten Sie an?

Ich mache gerne Sport mit „Brettern“; Snowboarden, Skateboarden und Windsurfen, aber auch Iyengar-Yoga, Acro Yoga und Aerial Yoga. Aber ich bin auch ein Technik-Freak, mag alles was „offen“ und frei verfügbar ist, also OpenSource. Diese Einstellung habe ich auch bei der Hypnose und gebe meine Techniken und Erfahrungen sehr gerne an andere Therapeuten weiter.

Das Thema Hypnose hat mich schon sehr früh fasziniert, ich denke seit ich etwa 10 Jahre alt war. Damals gab es noch kein Internet und ich organisierte mir Bücher aus der Bibliothek. Während meiner Lehre verlor ich dann etwas an Interesse, welches dann so Mitte 20 aber wiederkam. Mit etwa 30 entschloss ich mich, eine entsprechende Ausbildung zu machen, welche ich in Basel bei Franz Xaver Huber machen durfte. Er hatte zu dieser Zeit bereits über 25 Jahre Erfahrung mit Hypnose und konnte uns Schülern ein enormes Wissen vermitteln. Es war auch die einzige Ausbildung, in welcher man seine Erfahrung mit echten Patienten bereits in der Ausbildung machen konnte, was mir einen guten Grundstock an Erfahrung beschert hat und so einen sicheren Start in die Eigenständigkeit ermöglicht hat.

Hauptsächlich beschäftige ich mich mit Ängsten, aber auch mit Vergangenheitsbewältigung, Eifersucht, Allergien und auch Blockaden behandle ich regelmässig. Es sind aber nicht immer alles Probleme, mit denen Interessenten an mich herantreten, sondern auch Leistungssteigerung oder sogar Anliegen im sexuellen Bereich.

 

Was genau ist Hypnose und wie funktioniert sie? Wie fühlt man sich während und nach der Hypnose? Gibt es Gefahren beim Einsatz von Hypnose? Sind Ihre Kunden nach der Hypnose wieder voll einsatzfähig?

Bei der Hypnose wird eine Trance angestrebt, welche unterschiedlich tief sein kann. Bei der therapeutischen Hypnose, wie ich sie betreibe ist in der Regel ein mittlerer Trancezustand erstrebenswert, was bedeutet, dass man sich an alles erinnern kann und nie das Gefühl hat, „man sei weg“ wie bei einer tiefen Trance. Für mich ist diese Trancetiefe deshalb wichtig, damit die hypnotisierte Person die Erfahrungen aus der Hypnose wirklich mitnehmen und allenfalls auch umsetzen kann. Es ist auch viel angenehmer, wenn man weiss, was genau passiert ist während einer Sitzung.

Nach der Hypnose fühlt man sich sehr entspannt, ich persönlich empfinde es wie nach einer sehr angenehmen Wellness-Massage. Je nachdem was aber bearbeitet wurde, kann dies natürlich auch Trauer oder Euphorie sein. Ziel ist es in jedem Fall, dass ein Klient immer mit einem positiven Gefühl die Praxis verlassen kann.

Nach der Hypnose ist man voll einsatzfähig und kann auch problemlos ein Fahrzeug lenken.

 

Wie kann man Hypnose in Anspruch nehmen? Wie läuft eine Hypnosesitzung ab? Wie lange dauert eine Hypnosesitzung? Was muss man zum Hypnose-Termin mitbringen? Welche Regeln muss man beachten?

Viele kommen durch Empfehlung von Bekannten oder finden mich im Internet. Dort kann man mich kontaktieren und ich schlage einige mögliche Termine vor. Aber selbstverständlich rufen Interessenten mich auch noch ganz klassisch per Telefon an, was oft auch sehr angenehm ist für beide Seite, da man sich bei einem Telefongespräch von der anderen Person ein besseres Bild machen kann.

Die Sitzung selbst findet in der Regel bei mir in der Praxis statt, nach dem Ausfüllen eines Fragebogens lasse ich mir das Problem genau erklären und wir besprechen mögliche Lösungen, was in der Regel 40-70 Minuten dauert. Wenn die Ziele abgesprochen und klar sind, beginne ich die Hypnose mit einer Einleitung und arbeite mit den, in dem Gespräch abgemachten, Zielen.

Eine Hypnosesitzung kann sehr dynamisch sein, ich weiss nie was mich erwartet, manchmal kann eine solche Sitzung in eine ganz andere Richtung gehen, als man erwartet hat und meine Aufgabe ist es, darauf zu reagieren und die Person zu führen. Es gibt sehr viele, verschiedene Möglichkeiten, welche zum Ziel führen können. Was jetzt aber das Richtige ist, wird zusammen bestimmt.

Bei spezifischen Ängsten mache ich nach der Therapie einen praktischen Teil, sofern dies möglich ist (z.B. Tierängste, Höhenangst etc.) und die Person das nach der Sitzung versuchen möchte.

Mindestens einmal pro Jahr therapiere ich auch an einer Insektenbörse oder -Ausstellung kostenlos insbesondere Spinnenängste. Die Termine sind auf meiner Webseite publiziert.

Bei den meisten Klienten ist eine Verbesserung bereits nach der ersten Sitzung spürbar.

Für mich gibt es eigentlich nur eine Regel: Man muss bereit sein, die Veränderung im Leben zulassen zu können und es wirklich wollen. Es kommt ab und zu vor, dass ein Partner es gut meint und seiner Partnerin einen Gutschein für eine Therapie zur Bewältigung einer Spinnenphobie schenkt – wenn sie nicht wirklich für diesen Schritt bereit ist, wird die beste Therapie nicht funktionieren.

 

Wo befindet sich „Hypnosepunkt“? Wie kann man bei Ihnen einen Termin vereinbaren? Was kostet eine Hypnosesitzung? Wo kann man weitere Informationen bekommen?

Ich praktiziere in der Regel in Rümlang, in der Nähe des Flughafens. Es ist aber auch eine Sitzung in Müstair (GR) möglich. Informationen und Terminanfragen erhält man auf meiner Webseite hypnosepunkt.ch oder telefonisch.

Die erste Sitzung bei einer Spinnenangst kostet CHF 250.00, die Folgesitzung und andere Themen kosten CHF 150.00 pro Sitzung.

 

Nicht nur gegen Ängste

Sicher sind gerade Ängste und Phobien häufig der Grund, eine Hypnose-Therapie zu machen, aber Hypnose kann bei wesentlich mehr Problemen helfen, denn es ist der beste Weg, das Unterbewusstsein zu erreichen, wo die Probleme in der Regel verankert sind, wie z.B. bei Trauma nach Unfällen oder anderen belastenden Ereignissen. Selbst bei Essstörungen, die ja oft der Ausdruck für ein tiefer liegendes Problem sind, kann Hypnose hilfreich sein. Vielen Dank an Ivo Rütsche für dieses Gespräch und den tiefen Einblick in seine Arbeit.

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