Lieber gut vermitteln als kämpfen

Veröffentlicht am 28 Februar 2020 von Verena Arnold
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Gute Kommunikation war für Katharina Jeger aus Freiburg schon immer ein wichtiges Thema. Heute arbeitet die Juristin als selbständige Mediatorin. Sie bietet Mediationen bei Trennungen oder Scheidungen an, aber auch bei Familien- oder Arbeitskonflikten. An Übersetzungsproblemen wird bei ihr niemand scheitern, denn sie bietet ihre Dienstleistung sowohl in deutsch als auch in französisch an.

Vor ihrem Jurastudium unterrichtete Katharina als ausgebildete Primarlehrerin sieben Jahre lang als Sonderschullehrerin in einer Schule für geistig behinderte Kinder. Im Jahr 2004 erhielt Katharina ihr Lizentiat in Jura.

Sie wünschte sich, mit diesem Abschluss in einem Beruf tätig zu sein, bei dem sie das Soziale mit dem Juristischen verbinden konnte, denn der Kontakt zu Menschen ist der passionierten Chorsängerin ebenso wichtig wie die Kommunikation. Daher ließ sich die Juristin zur Mediatorin ausbilden und spezialisierte sich auf Familienmediation. Zusätzlich absolvierte sie auch die Ausbildung zur Supervisorin für Mediatorinnen und Mediatoren.

 

Katharina Jeger aus Freiburg spezialisierte sich auf Familienmediation

 

Katharina, wann und wo hast du deine Mediationsausbildung absolviert und was hat dich zu dieser Ausbildung bewogen? Hast du von Anfang an eine Selbstständigkeit als Mediatorin geplant? Hast du dich auf ein spezielles Thema spezialisiert?

Die Ausbildung zur Mediatorin und die Spezialisierungen zur Familienmediatorin und zur Supervisorin habe ich an der Berner Fachhochschule absolviert. Mein Büro besteht seit 2008. Mir war Kommunikation schon immer wichtig. Bereits in meiner Zeit als Sonderschullehrerin habe ich gelernt, dass viele Missverständnisse aus dem Weg geschafft werden können, wenn man sich die Zeit nimmt, sich gegenseitig zuzuhören und sich richtig mitzuteilen. Während meines Jurastudiums bin ich zum ersten Mal mit der Mediation in Kontakt gekommen. Mir war sofort klar, dass ich mich zur Mediatorin und nicht zur Anwältin ausbilden lassen werde. Mir liegt am Vermitteln mehr als am Kämpfen. Ich arbeite häufig im Familienbereich: Trennungen, Scheidungen, Konflikte zwischen Generationen. Aber ich werde auch bei Arbeitskonflikten beigezogen.

Wann ist es sinnvoll, ein Mediationsverfahren durchzuführen? Für welche Art von Konflikten kann man sich an einen Mediator wenden? Mit welchen Problemen kommen Menschen, die sich um eine Mediation bemühen, überwiegend zu dir und für wen lohnt sich eine Mediation?

Grundsätzlich ist ein Mediationsverfahren immer dann sinnvoll, wenn sich die Beteiligten stark genug fühlen, sich auf den Prozess einzulassen, und wenn sie bereit sind, eine gemeinschaftliche Lösung für ihr Problem zu suchen. Ganz besonders bei Konflikten, bei denen die Parteien auch nach dem Verfahren in Kontakt bleiben müssen, ist es wichtig, zusammen eine Lösung zu suchen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Viele Paare kommen genau deshalb in die Mediation: Weil sie wissen, dass sie auch nach der Trennung weiterhin als Elternpaar kommunizieren müssen und deshalb einen Weg finden möchten, die Zukunft so zu gestalten, dass es ihren Kindern gut geht.

Wie verläuft eine Familienmediation? Wie kann man sich die Arbeit eines Mediators in diesem Fall vorstellen? Kannst du einmal ganz konkret die Prozedur einer Mediation beschreiben? Angenommen, ein Ehepaar kommt zu dir in die Kanzlei, mit welcher Fragestellung treten sie bei dir an?

Zu Beginn einer Mediation ist die Kommunikation zwischen den Beteiligten oft sehr schwierig. Mit meiner Unterstützung wird die jeweils eigene Sicht auf die Situation erzählt. Ängste und Befürchtungen werden formuliert. Indem ich das Gespräch leite, werden negative Gesprächsmuster durchbrochen und die Beteiligten fangen an, sich gegenseitig zuzuhören und sich zu erklären. In erster Linie drehen sich die Gespräche um die gemeinsamen Kinder und um die Entscheidungen, die gefällt werden müssen, damit es den Kindern weiterhin gut geht. Das sind dann oft Antworten auf Fragen wie: Wann sind die Kinder bei wem? Wie wird die Übergabe organisiert? Wie die Ferien? Wie kommuniziert man als Eltern? Was macht man, wenn ein Kind krank ist oder in der Schule Probleme hat? Zusätzlich muss geklärt werden, wie man die beiden Haushalte finanziert und wie weit man sich gegenseitig finanziell unterstützt. Dazu wird ein Budget erstellt oder es werden Berechnungen durchgeführt. Bei einer Scheidung kommen die Teilung der Pensionskassengelder und die güterrechtliche Auseinandersetzung dazu. Am Ende werden die getroffenen Abmachungen von mir in einer Vereinbarung zusammengefasst, die man schließlich direkt beim Gericht einreichen kann.

Wo liegen die Vorteile der Mediation bei Konflikten in der Familie? Warum ist eine Mediation bei einer Scheidung meist die bessere Lösung als ein Rosenkrieg und warum ist sie bei Themen wie Sorgerecht und Umgang besonders geeignet? Wie kann eine Mediation dabei helfen, dass die Scheidung weniger schmerzhaft für alle Beteiligten wird?

Streiten Eltern während der Trennung um ihre Kinder, werden diese oft in den Konflikt mit hineingezogen und befinden sich in einem starken Loyalitätskonflikt. Weil der Fokus in der Mediation auf den Bedürfnissen der Kinder liegt, gestalten die Eltern den Kontakt mit den Kindern so, dass er weniger belastend für sie ist. Dank der Mediation können die Eltern den zukünftigen Umgang miteinander klären und lernen, bei auftretenden Problemen besser miteinander zu kommunizieren.

In gemeinsamen Gesprächen klären,  wie die Kinder betreut werden

Um Kindern bei einer Scheidung einen Loyalitätskonflikt zu ersparen, bietet Katharina Jeger Mediationen an. Die Juristin ist spezialisiert auf Familienmediation und Supervision. Indem sie das Gespräch zwischen sich trennenden Eltern leitet, werden negative Gesprächsmuster durchbrochen und die Beteiligten fangen an, sich gegenseitig zuzuhören und sich zu erklären. Da beide Parteien auch nach dem Verfahren als Elternpaar in Kontakt bleiben müssen, ist es wichtig, gemeinsam Lösungen zu suchen und Entscheidungen zum Wohl der Kinder zu treffen. 

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