Kochen lernen einmal anders

Veröffentlicht am 19 September 2018 von Verena Arnold
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In früheren Zeiten lernten junge Menschen zuhause bei den Eltern, wie man kocht. Teilweise gab es auch in der Schule Kochunterricht. Das war ganz selbstverständlich und beschränkte sich auf die jeweilige Hausmannskost. Mit der Öffnung für fremde Kulturen erwachte auch das Interesse an der Küche anderer Länder und der Wunsch, dies auch selbst kochen zu können, genau wie Gerichte der gehobenen Küche. In Kochbüchern und auch im Internet findet man dazu viele Rezepte, aber in der heutigen Zeit, wo es nicht mehr selbstverständlich ist, dass man zuhause und in der Schule kochen lernt, können viele Menschen gar nicht kochen und können diese Rezepte gar nicht umsetzen. So gibt es also mehrere Gründe, über einen Kochkurs nachzudenken. Und das Angebot dazu ist so vielseitig, wie die internationale Küche. Zu den üblichen Kochkursen, die man allein oder mit einem Partner besucht, gibt es auch Koch-Events für Gruppen, sogar als Firmen-Event.

Darüber haben wir mit dem in der Nähe von Zürich geborenen und aufgewachsenen 53-jährigen Thomas Spycher gesprochen. Schon als Kind liebte er das Kochen und es war früh klar, dass er Koch werden wollte.

Also absolvierte er nach der Schule eine klassische Lehre als Koch und schloss eine Zusatzlehre als Kellner an. Nach einigen Jahren praktischer Erfahrung durch Arbeit im In- und Ausland besuchte er die Hotelfachschule in Zürich und war dann als Geschäftsführer in mehreren Restaurants tätig. Dabei vermisste er immer mehr das Kochhandwerk. Und so entschloss er sich 1988 zu Selbstständigkeit, gründete ChuchiArt und vermittelt dort das Wissen und die Fertigkeiten, die notwendig sind, gesund zu kochen und sich genussvoll zu ernähren. Bei der Arbeit wird er durch eine Teilzeitmitarbeiterin unterstützt, die für die Reinigung zuständig ist.

Thomas, ChuchiArt ist eine stilvolle Kochschule, die dem Bedürfnis nach gesunder und ehrlicher Ernährung nachkommt und eine umfassende Ausbildung für Privatpersonen sowie Firmenkunden bietet. Deine Kochschule bietet ein bunt gefächertes Programm an, zum Beispiel spezielle Kochkurse. Welche Kochkurse sind am meisten populär? Warum sind Kochkurse als Teamevent so beliebt?

Die Beliebtheit der Kurse als Teamevent ist darauf zurückzuführen, dass man in einer Gruppe etwas Genussvolles kocht, das dann auch geniessen kann und am Tisch zusammensitzt, spricht, trinkt, isst, lacht. Ich „verkaufe“ diese Kurse nicht in erster Linie als Teambuilding Anlässe, weil ich als Kursleiter keine offensichtlichen Gruppenübungen etc. anbiete. Dennoch schweisst ein solcher Kochanlass eine Gruppe zusammen – also doch irgendwie ein Teambuilding Anlass. Ohne dass die Teilnehmer das so offensichtlich merken.

Bei den öffentlichen Kursen sind zur Zeit die Kurse „Sharing Plates“ und alle Kurse mit einer Länderküche sehr beliebt – also Südafrika, Vietnam, Japanische Küche, etc.

 

Mit welchen Produkten kochst du? Und welche Gerichte kochst du heute besonders gerne? Entwickelst du alle Rezepte selber?

Ich versuche, die Zutatenliste, wenn immer möglich, klein zu halten und achte darauf, dass die meisten Zutaten gut erhältlich sind. Bioprodukte, dort wo es Sinn macht und alles Fleisch, mit Ausnahme von Lamm und teilweise Rindfleisch, aus der Schweiz.

Persönlich – wie die meisten Köche – koche und esse ich am liebsten Schmorgerichte in der kalten Jahreszeit und einfache Mittelmeerrezepte mit Kräutern und Gemüse im Sommer.

Die Rezepte entwickle ich zum Teil selber, habe aber auch klassische Rezepte im Repertoire, die man nicht neu erfinden muss.

 

In deiner Kochschule verbindest du traditionelle Küche, Englische und Italienische Küche mit Food and Wines from South Africa, vietnamesischen, peruanische Spezialitäten, Japaneasy, Spezialitäten aus Marokko sowie der Indischen, Indonesischen und Portugiesischen Küche. Wie schaffst du es, neue Rezepte aus so vielen Länder zu erlernen? Die meisten Schweizer denken bei Japanischer Küche unweigerlich an Sushi. Gibt es ein japanisches Gericht, das du besonders lecker findest, das aber im Ausland wenig Anerkennung findet?

Ich reise sehr gerne und viel und nehme natürlich immer Rezepte mit nach Hause. Und wenn sich diese in einen Kochkurs verwandeln lassen, umso besser.

Die Japanische Küche zum Beispiel besteht nicht nur aus Sushi – obwohl ich auch einen Sushikurs anbiete – aber ein Rindstataki ist z.B. ein wunderbares Sommergericht.

 

In deinen Kochkursen herrscht bekanntlich immer eine fabelhafte Stimmung. Hast du noch einen Tipp für interessierte Leser, wie man gesunde Ernährung und Genuss verbinden kann? Was sind die häufigsten Fehler, die viele Menschen bei ihrer Ernährung machen?

Ich habe da vielleicht eine etwas andere Meinung, als all die Ernährungsspezialisten, welche alle zwei Monate neue und sich widersprechende Theorien verbreiten.

  • Iss wenn immer möglich mit Freunden/Familie an einem Tisch und nimm Dir Zeit dafür. Und wenn am Tisch gelacht wird, noch besser!
  • Koche frisch! Egal was es ist. Und wenn Du mal keine Zeit oder Lust zum Kochen hast – Spaghetti mit Olivenöl und Parmesan oder etwas frisches Brot und guter Käse, dazu ein Glas Rotwein sind schnell gemacht.
  • Es darf auch einmal etwas „Ungesundes“ sein. Rahm, Alkohol, Zucker – alles in einem vernünftigen Rahmen. Und dann halt am nächsten Tag etwas reduzieren.
  • Sich den Genuss einfach mal zugestehen und nicht mit schlechtem Gewissen essen.

Ich denke einfach, dass viele Leute zu verkrampft mit der Ernährung umgehen. Dies darf ich nicht, das ist nicht gut für mich, und so weiter. Und der zweite Fehler einer anderen grossen Menschengruppe ist natürlich, dass sie sich mehrheitlich von Fertigprodukten ernähren. Das geht natürlich gar nicht.

Kochen macht Spaß und Essen noch viel mehr

Sich gesund zu ernähren, ist gar nicht so schwer, wenn man einige Basiskenntnisse hat und die richtige und schonende Zubereitung von Speisen macht auch noch Spaß, wenn man gelernt hat, wie es richtig geht. Und jeder Mensch kann es lernen. Wer also mehr können möchte, als Hausmannskost oder gar nur Fertiggerichte aufwärmen, der sollte über einen Kochkurs nachdenken. Und evtl. kann man es sogar seinem Chef vorschlagen, dass die Kollegen, statt der jährlichen Betriebsfeier, mal zusammen kochen kann. Das macht sicher mehr Spaß und man lernt noch was dabei. Vielen Dank an Thomas Spycher für dieses interessante Gespräch.

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