In Bewegung bleiben

Veröffentlicht am 4 September 2019 von Verena Arnold
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Yoga, Qi Gong, Taiji haben einiges gemeinsam, sie stärken unseren Körper, machen fitter und gesund und sie werden bei der Bewegungsschule Golden River unterrichtet. Vor 30 Jahren begann die Bewegungsreise von Martin Schmid welcher 1971 in Zug, Schweiz geboren wurde. 

Martin unterrichtet seit 1997. Früher war er Primarlehrer, er absolvierte einen Master in Spiritueller Theologie der Uni Salzburg. Er hat ein Diplom der Pacific School of Tai Chi and Qigong in Kalifornien und ein Teacher Training in Maya Yoga, Maui absolviert. Er hat das Unternehmen Golden River gegründet und liebt was er tut, da er täglich seine Freude an Bewegung ausleben darf. 

Golden River war lange ein Ein-Mann-Betrieb, doch nun arbeitet Martin zusammen mit Katrin Sperling, einer Osteopathin. Nachdem Martin lange selbst Untermieter war, hat er nun einen festen Sitz in Affoltern am Albis. Seine Übungsräume nennt er die „Werkstatt“. Der feste Sitz steht aber etwas im Gegensatz zur konstanten Bewegung und zum nomadischen Aspekt, der seine nicht-dogmatische Haltung vertritt. 

Unser Interviewpartner und Yoga-Trainer Martin Schmid

 

Martin, du bist Gründer von Golden River und hast deine eigene Bewegungsreise bereits im Jahr 1988 begonnen. Mit welchen Bewegungsformen beschäftigst du dich seither? Welche Rolle spielen diese in deinem Leben? Könntest du dir ein Leben ohne Taiji, Qigong oder Yoga vorstellen? 

Ich bewege mich viel und vielfältig. Ich hatte mit Taiji und Qigong 1988 begonnen und lange war das mein Hauptzweig. Doch die Bewegungen werden in diesen Methoden immer mehr verinnerlicht, sie werden subtiler und verborgener. Mein Körper und Geist suchte den Ausgleich in anderen Bewegungsformen, was mich zuerst ganz organisch in Bewegungswelten brachte, die dem Yoga nahe standen, als direkte und tatsächliche Gegenbewegung zum Taiji: ausdehnend, groß, klar und offensichtlich. Doch auch Yoga ist letztendlich einseitig, und die Kombination von Yoga und Taiji reichte mir immer noch nicht. Ausdauer fehlt, explosive Bewegungen, schnelle Wurfbewegungen. So kam ich nach und nach auf den Weg zu einem System, welches alle Bewegung beinhaltet. In Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Katrin Sperling, einer Osteopathin, habe ich Rivers entwickelt – beziehungsweise wir werden unser Leben lang dran sein und weiter entwickeln, denn ein Fluss ist und bleibt ein Fluss. Rivers ist das Gefäß für alle möglichen und sinnvollen Bewegungsformen. Damit das nicht ausartet und beliebig wird, stehen die grundlegenden Bewegungen im Zentrum, welche den Menschen ausmachen: Stehen, gehen, rennen, werfen und Gewichte tragen. 

Die traditionellen Methoden haben natürlich nach wie vor ihre Gültigkeit. Doch es stellen sich verschiedene Fragen. Zum Beispiel wurden diese traditionellen Methoden nicht für uns Büro-Menschen geschaffen. Darf, soll und muss man sie dem chronisch sitzenden Menschen anpassen? Und daraus resultierend: Darf und soll etwa ein Schweizer chinesische Traditionen umformen? 

Und es geht noch tiefer. Muss der Mensch des Westens wirklich östliche Bewegungsformen übernehmen? Oder was ist es genau, was wir von den östlichen Formen übernehmen können und sollen? Meine Antwort darauf: Es ist die Wahrnehmungs-Schulung. Wir brauchen nicht die Bewegungsformen an sich, geschweige denn fremde Begriffe oder gar Gottheiten zu übernehmen. 

Leben ist Bewegung, Bewegung ist leben. Von dem her kann ich mir natürlich kein Leben ohne Bewegung vorstellen. 

 

Welche Kurse bietest du bei Golden River an? Wie motivierst du Personen zur Teilnahme an den Kursen? Welche Vorzüge hat man nach deiner Erfahrung durch das regelmäßige Training im Taiji, Qigong oder Yoga?

Einerseits findet man die traditionellen Angebote: Taiji, Qigong, Yoga. Denn diese Begriffe kennen die Menschen, vor allem Yoga und werden von ihnen angezogen. Andererseits findet man das Rivers-Angebot. Wir haben Lektionen durch den Tag und am Abend, Tages- und Wochenendkurse, einen Neujahrs-Retreat und eine Kurswoche in Korsika. Dieses Jahr fahren wir das sechzehnte Mal nach Korsika. Das ist also auch schon eine Tradition. Eine, die sich unaufhörlich weiter entwickelt. Ein Bewegungs-Abenteuer. 

Die beste Motivation zur Teilnahme bin ich selbst. Mein Sein und mein Körper, meine Ausstrahlung, meine Klarheit, meine Herzlichkeit, mein Humor. Das sind alles Qualitäten, die durch das regelmäßige Praktizieren gefördert werden. 

Zudem mache ich, was ich kann, damit diejenigen, die sich vertieft damit befassen möchten, dies auch tun können. Ich schreibe zum Beispiel Bücher, im Fall von «Reise zum Unmöglichen» ganz konkret zu den Korsika-Kursen. Es hängen in der Werkstatt Bilder, die ich selbst gemacht habe und die eine Bedeutung haben. Es läuft in der Werkstatt Musik, die ich selbst produziert habe und die bestimmte Qualitäten anspricht. Diese Musik kann man natürlich überall hören, geben Sie einfach bei ihrem Musikdienst meinen Namen ein. 

Für die Werkstatt-Teilnehmer gibt’s zudem eine App mit Videos, damit sie auch zu Hause oder in den Ferien praktizieren können. 

 

Was gehört zu deiner Grundausstattung als Instruktor im Taiji und Qigong? Mit welchen Utensilien arbeitest du in den Kursen? Auf welche Tools kannst du weder privat noch beruflich keinesfalls verzichten?

Das Schöne an diesen Bewegungsformen ist, dass man nichts dazu braucht. Weder Tools, noch spezielle Orte. Überall und immer kann man sich bewegen. Aber es braucht innere Tools, Kompetenzen. Man muss wissen, wie sich natürliche Bewegung aus- und wieder einfaltet. Dafür gebrauche ich das Modell der Köbi-Dynamik, die ich im Laufe der Jahre herausgearbeitet habe: zentrieren, öffnen, ausdehnen, verbinden, integrieren. Aus den englischen Begriffen hierfür ergibt sich das Kürzel coebi, eingedeutscht Köbi. Zu Köbi gesellt sich Kulti, die Kultivations-Dynamik: beobachten und empfinden, differenzieren und integrieren, subtilisieren und verwesentlichen. Und auf diese inneren Tools kann ich nie verzichten. Sie sind mein Betriebssystem. 

 

Golden River zeichnet sich dadurch aus, dass Tradition und Innovation im Taiji, Qigong oder Yoga kombiniert werden? Welche Innovationen gibt es? Was steckt hinter der Bewegungsform „Strong“? Wer soll durch dieses Konzept angesprochen werden?

Innovationen sind im Rahmen von Taiji, Qigong und Yoga ganz subtiler Natur und stehen nie im Konflikt mit der Tradition. Die eigentliche Innovation ist, diese Methoden bis auf ihre Wurzeln her zu verstehen und sie dann in jedem Moment kontextbezogen neu entstehen zu lassen. Für das eigentlich Innovative und Revolutionäre haben wir wie gesagt das Gefäß Rivers entwickelt. 

Hinter „Strong“ steht immer „by Zumba“, womit schon gesagt ist, woher es kommt. Es ist also nicht von mir oder Katrin entwickelt. Es ist ein High Intensity Training, das perfekt auf die eigens dafür produzierte Musik abgestimmt ist. Eine Stunde lang schwitzen und an Grenzen kommen. Wunderbar, finde ich. Und eben eine ganz wichtige Ergänzung zu den eher langsamen Angeboten, wenn man den Körper (und Geist) ein wenig integraler entwickeln möchte. 

Martin bewegt sich viel und vielfältig

 

Bewegen für sich selbst

Im Fokus von Golden River steht der Mensch selbst. Traditionelle Bewegungen im Yoga oder Taiji wurden adaptiert. Es wurden Bewegungsabläufe entwickelt, die dem Mensch von jeher vertraut sind: Stehen, gehen, rennen, werfen und Gewichte tragen. Um zu Üben braucht man nichts, keine speziellen Orte oder Tools, man kann sich bewegen, wo und wann man will. 

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