Gesund leben mit Aikido

Veröffentlicht am 31 Januar 2020 von Verena Arnold
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Kampfkunst, neben weit verbreiteten Sportarten wie Fussball und Tennis, erfreut sich mittlerweile zunehmender Beliebtheit unter Sportbegeisterten in der westlichen Welt. Nicht nur hat es viele nützliche Eigenschaften, sondern kann auch diverse Varianten sein Eigen nennen, weshalb es fast für jeden die richtige Wahl gibt. Eine der vielen Kampfkunstarten ist Aikido

 Rex Romero, 41 Jahre alt und ursprünglich aus Quezon City, Philippinen, trainiert seit 1995 verschiedene Kampfsportarten: Aikido, Espada y Daga (Philippinische Waffen-Kampfsportart) und Aunkai (innere Kampfkunst). Seine umfangreiche Ausbildung am Aikikai World Headquarter (4. Dan Schwarzgurt) absolvierte er zwölf Jahre lang in Japan. Ausserdem nahm er regelmässig an Seminaren an der Internationalen Budo Universität in Chiba teil, um die Bandbreite der japanischen Kampfkunststile kennenzulernen. Er unterrichtet heute Aikido, Aiki-Körpertraining (inneres Training) und zwischendurch als Abwechslung philippinische Kampfkunst und Naginata (japanische Hellebarde). Romero hat bereits in Japan, den Philippinen, der Schweiz und Kenia unterrichtet.

Romero ist vor vier Jahren in die Schweiz umgezogen, um näher bei der Familie seiner Frau zu sein. Er hatte in Japan hauptsächlich als Berater und Projektmanager für Klimaschutzprojekte in verschiedenen Ländern gearbeitet jedoch auch schon Kampfkunst in Teilzeit unterrichtet, speziell philippinische Kampfkunst. Die Kampfkunst ist Romero sehr wichtig. Konkret möchte er anderen Menschen die Erfahrung machen lassen, dass auch sie sich mit weniger Einschränkungen bewegen können und es geniessen können, wieder in ihrem Körper zu sein. Seine Frau unterstützt ihn im Bereich Marketing und Kommunikation.

Unser Interviewpartner Rex Romero ist Aikido-Trainer

 

Welches Schlüsselerlebnis hat dazu geführt, die Aiki Garage ins Leben zu rufen? Warum habt ihr gerade diesen Namen gewählt und welche Grundsätze verfolgt ihr?

Wegen akuten Rückenschmerzen musste ich vor zehn Jahren meinen Trainingsfokus verlagern. Da war ich dreissig und eher jung für Rückenprobleme, würde man denken. Trotz eines aktiven Lebensstils mit täglichem Kampfkunsttraining kämpfte ich aber mit immer wiederkehrenden Schmerzen, die von den Ärzten nicht vollständig behandelt oder erklärt werden konnten. Das Aikido-Training zu unterbrechen machte es noch schlimmer, Reha und von Physios empfohlene Übungen brachten keine Linderung. Auf der Suche nach einer Alternative stiess ich auf Aunkai, eine „interne Kampfkunst“. Anstatt verbohrt Kampftechniken zu drillen, wie man es normalerweise von Kampfsportnarren erwartet, lehrte der Gründer von Aunkai, Minoru Akuzawa, Kampfsport-Übungen nur im Kontext der Körper-Selbststeuerung und -Kontrolle. So korrigiert man die eigene Körperhaltung und entspannt bewusst Bindegewebe. Die sanftesten Übungen von Aunkai hatten paradoxerweise die positivsten Auswirkungen, und innerhalb eines Jahres verschwanden meine Rückenschmerzen. Seither habe ich das innere Training von Aunkai nie vernachlässigt und bin so immer noch schmerzfrei. Aunkai-Übungen runden das Aikido-Training ab.

Man kann mit dem richtigen Training den eigenen Körper zu einem gesunden, beweglichen und schmerzfreien Körper aufbauen. So habe ich den Namen „Aiki Garage“ gewählt, um auf die „Schrauben und Muttern“, die Bausteine unserer Trainingsinhalte hinzuweisen. Wir verkabeln und justieren bewusst zu einem gesunden, leistungsfähigen Körper, der sich grundlegend von der konventionell verstandenen „muskulösen“ Kraft unterscheidet: intuitiv selbstschützend mit minimaler Belastung. Der Name ist auch ein Nicken zu meinen philippinischen Wurzeln, denn dort findet der Kampfkunstunterricht häufig in der Garage eines anderen statt.

 

Was nehmen Teilnehmer eurer Meinung nach von eurem Training mit nach Hause? Welche positiven Einflüsse hat Aikido auf andere Lebensbereiche?

Das Training fühlt sich gut an. Ich meine das nicht im Sinne von „Ich bin so erschöpft! Klasse, ich habe Muskelkater und etwas geleistet!“ Das Aiki Garage-Training ermöglicht es einem (wenn man es denn mal beherrscht), den eigenen Körper bewusst und fast ohne Anstrengung zu bewegen, was energetisierend ist und ein hellwaches „Oh wow!“-Gefühl verleiht. Aufbauend statt raubbauend ist bei mir die Regel, da macht man etwas falsch, wenn man Muskelkater bekommt.

Beim Besuch eines Kampfsport-Seminar diesen Sommer kommentierte zum Beispiel ein anderer Teilnehmer, dass ich mich viel leichter zu bewegen und viel leichter zu atmen scheine als die meisten anderen im Raum, auch während intensivem Training. Der Alltag ist natürlich nicht so anstrengend wie ein Kampfkunsttraining, aber auch im Alltag hätte man viel mehr Vitalität, wenn chronischen Störfaktoren – zum Beispiel verkrampfte Schultern oder Hüften – einem nicht immer zu schaffen machte.  Wenn die Minimierung der Körperbelastung zur Gewohnheit wird, fühlt man sich leichter und leistungsfähiger. Das lernen bei Aiki Garage die Teilnehmer.

 

Welche Ausrüstung braucht ihr, um an ihrem Training teilnehmen zu können? Habt ihr spezielle Hilfsmittel für eure Trainingseinheiten?

Kleidung, die Bewegungen nicht einschränkt, reicht; mehr braucht es nicht. Manchmal bringe ich Stab, Schwert und Dolch oder Naginata (japanische Hellebarde) mit, um die Prinzipien der Körperbeherrschung hervorzuheben. Etwas unkonventionell, aber die Teilnehmer haben Spass daran.

 

Wie lange dauert bei euch eine Trainingseinheit und was sollen Anfänger hier beachten? Wie hoch sind die Kosten für eure Kurse? 

Die Sitzungen dauern eine Stunde. Es gibt viel Interaktion und Feedback. Anfänger sollten am Anfang gut zuhören, und dabei den Spass an der Sache nicht vergessen. Das ist keine todernste Sache, es soll guttun und Freude machen.

Das Training kostet CHF 28 pro Lektion. Die erste Lektion ist gratis. Jedes Alter ab 16 ist willkommen, auch ältere Leute! Oft denken die Leute, sie seien zu alt, um am eigenen Körper noch was ändern zu können. Dem ist nicht so! Sogar 80- und 90-jährige können mit Aiki-Körpertraining noch ihre Körperstruktur, Mobilität und Lebensqualität verbessern, und jüngere Leute finden eine unerwartete Quelle der Kraft. 

Es gibt viel Interaktion und Feedback

 

Fit in jedem Alter

Bei Kampfsportarten wie Aikido geht es nicht nur um Selbstverteidigung. Hierbei werden auch Körperstruktur, Selbstkontrolle, Mobilität und Lebensqualität verbessert. Das Besondere ist, dass die Bewegungsabläufe sanft sind und der Körper daher fast ohne große Anstrengung sehr stark energetisiert wird. Obendrein ist Aikido nicht nur was für Teenager oder junge Erwachsene: auch ältere Leute können ihren Spass daran finden, mit Aikido fit zu bleiben.

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