Für emotionale Momente an der Hochzeit sorgen

Veröffentlicht am 4 Dezember 2019 von Verena Arnold
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Gabriela Rub, aus dem Kanton Aargau, ist 59 Jahre alt, fühlt sich aber so, als wäre sie 40 Jahre alt. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass sie viel rumgekommen ist in ihrem Leben. Ursprünglich hat sie ja eine kaufmännische Lehre abgeschlossen, danach besuchte sie die Tourismusfachschule. Kaum hatte sie diese abgeschlossen, begann sie auch herum zu reisen.

Im Berufsleben war Gabriela Rub recht erfolgreich. So leitete sie sogar ein Tourismusbüro. Aber tief in ihr drin, wusste sie, dass sie gerne selbstständig sein wollte. Mit einer Freundin wollte sie den Sprung wagen, aber da diese kurze Zeit später schwanger wurde und sich ganz auf die Mutterrolle konzentrieren wollte, musste Gabriela Rub schliesslich das Geschäft allein aufbauen.

Auf einer Hochzeitsmesse kam ihr schliesslich die Geschäftsidee: Sie wollte sich als Traurednerin betätigen. Ihr Geschäft heisst «Freie Zeremonie» und ist in Galgenen. Tatsächlich war das Geschäft von Erfolg gekrönt. Zugute kam Gabriela Rub, dass zu jener Zeit, als sie das Geschäft eröffnete, es noch nicht so viele Trauredner in der Schweiz gab.

Unsere Interviewpartnerin Gabriela Rub ist Hochzeitsrednerin

Gabriela, du bist freie Traurednerin. Welcher Teil deiner täglichen Arbeit bereitet dir besonders viel Freude?

Grosse Freude bereitet mir, dass ich durch die Arbeit viele unterschiedliche Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen kennenlerne – mit ihren Geschichten und Erlebnissen. Diese Begegnungen erfüllen mich.

Gemäss deiner bisherigen Erfahrungen bezüglich freien Hochzeitszeremonien: Welcher Kundenkreis profitiert am meisten von deiner Arbeit? Warum bevorzugen deine Kunden eine freie Trauung gegenüber beispielsweise der kirchlichen Trauung? Wodurch unterscheidet sich die freie Trauzeremonie von einer standesamtlichen oder kirchlichen Trauung?

In diesem Jahr feiere ich mein zehnjähriges Jubiläum. Während dieser Zeit habe ich in Bezug auf den Ablauf und die Durchführung einer freien Trauzeremonie viel gelernt, wodurch ich alles verfeinern und professionalisieren konnte.

Wohlverstanden – mir geht es ums Herz und um das Berühren. Menschen, die berührt werden möchten, kommen zu mir. Feiern, die auf einer Show beruhen, habe ich eher weniger. Ich bin ein Herzmensch. Und ich bin der Meinung, dass sich die Menschen auf Basis des Herzens begegnen, weshalb sie letztlich auch zueinander passen.

Die Paare, die zu mir kommen, haben keinen grossen Bezug zur Kirche, obwohl mindestens 50 Prozent noch einer Kirche angehören und zum grossen Teil auch ihre Kinder in den Kirchen taufen möchten. Und die standesamtliche Trauung ist ein offizieller Akt, der kann, muss jedoch nicht emotional sein. Das ist sehr vom Zivilstandsbeamten abhängig – so wie auch von den Kirchen.

Als freie Zeremonienleiterin sind es viele Stunden, die ich für die Vorbereitung aufwende – und weder ein Zivilstandsbeamter noch ein Pfarrer respektive eine Pfarrerin haben diese Zeit.

Welche Utensilien sind essentiell, damit eine freie Hochzeitszeremonie ein voller Erfolg wird? Welche Hilfsmittel unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit mit den Brautpaaren?

Wichtig ist, dass ich die Zeremonie so leite, wie sich das Brautpaar das wünscht. Wir erarbeiten die Feier zusammen, wobei meine Erfahrungen sehr dienlich sind. Die Musik ist meiner Meinung nach ein wesentlicher Bestandteil einer Feier und unterstützt zum grossen Teil die Emotionen. Wenn möglich bitte ich auch Gäste, sich in die Zeremonie einzubringen – falls sich das Brautpaar das wünscht. Jede Hochzeit ist individuell so wie die Brautpaare selbst, weshalb es es keine Standards gibt.

In welchen Sprachen kannst du die freien Hochzeitszeremonien abhalten? Kannst du bezüglich der Kundenwünsche in den letzten Jahren einen gewissen Trend erkennen oder sind diese weiterhin sehr individuell? Hast du immer die Möglichkeit, dass du alle Kundenwünsche auch wirklich erfüllen kannst? Was war für dich dein bisher emotionalster Moment als freie Traurednerin?

Meine Zeremonien halte ich in Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Ich spüre immer wieder, dass all diese Filme und Serien die Menschen – vor allem die Frauen – beeinflussen. Viele von ihnen wünschten sich bereits als Kind, einmal «die Prinzessin» zu sein.

Es ist mir ein sehr grosses Anliegen, die Wünsche der Paare zu erfüllen. Wenn ich spüre, dass ich das nicht kann, dann sage ich lieber, dass sie jemand anderen suchen sollen, um die Feier zu gestalten. Es ist jedoch wie bei jedem anderen Job. Man trifft sich und spürt, ob es passt und stimmig ist – es hat viel mit Emotionen und dem Bauchgefühl zu tun.

Für mich gab es nicht den emotionalsten Moment. Sehr schön finde ich es aber, wenn nach der Zeremonie die Grosseltern kommen und mir mitteilen, dass sie noch nie so etwas Schönes erlebt haben – das ist ein wunderschönes Kompliment.

Es geht um Menschen

Zuerst begann Gabriela Rub mit Hochzeiten, dann wurde ihr klar, dass viele Menschen aus den Kirchen ausgetreten sind und es auch wichtig ist, für sie eine würdige Abschiedsfeier zu organisieren. Diese Aufgabe ist ihrem Empfinden nach viel anspruchsvoller als die Hochzeiten. Da geht es um trauernde Menschen mit all ihren Emotionen. Zeremonien, die Gabriela Rub ebenfalls gestalten kann, sind Taufen. Ein Kind auf der Welt willkommen zu heissen ist für sie wunderschön und ein grosses Geschenk. Bei der Arbeit von Gabriela Rub geht es letztlich um Menschen, mit all ihren Facetten und Geschichten, die sie immer wieder von Neuem berühren.

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