Der Einzige auf dem Markt

Veröffentlicht am 28 Januar 2019 von Verena Arnold
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Microsoft Windows – wer kennt das nicht? Es ist schliesslich eines der bekanntesten und am weitesten verbreitete Betriebssysteme der Welt. Und wer es hat, weiss, dass man viel Geld ausgeben muss für Lizenzen. Es gibt aber Alternativen zu Microsoft und anderen Anbietern wie Apple, die ähnlich operieren wie Microsoft Windows. Eines davon heisst Open Source. Tatsächlich darf man diese Software so oft kopieren, verändern und nutzen, wie man will. Es fallen keine Lizenzgebühren an.

Ein überzeugter Verfechter dieser Freien Software, wie man Open Source auf Deutsch nennt, war von Beginn an François Marthaler. Der gebürtige Neuenburger gründete deshalb 2013 die Firma why! open computing SA, die nachhaltige Computer vertreibt, in dem das Unternehmen illustrierte Reparaturanleitungen und freier Software für den Computer anbietet. So kann man den Computer bis zu zehn Jahre und mehr benutzen.

Nach sechs Jahren im Geschäft ist es aber immer noch das einzige Unternehmen in der Schweiz, das diese Dienstleistung anbietet.

Unser Interviewpartner François Marthaler

 

Seit wann arbeiten Sie schon mit Why Produkten? Kann man ständig Aktualisierungen erwarten oder gehört das nicht unbedingt zu den Prioritäten? Was sind die wichtigsten Vorteile von Why Produkten?

why! ist nicht nur eine Marke, sondern in erster Linie ein Konzept, das besagt, dass alle ihre Computer reparieren, sprich so aufrüsten sollen, damit sie möglichst lange genutzt werden können. Unser Ziel ist es, dass man unsere Maschinen mindestens zehn Jahre im Gebrauch sind. Die Lebensdauer eines Computers beträgt durchschnittlich weniger als fünf Jahre. Das wollen wir ändern – und nach sechs Jahren im Geschäft, stehen wir kurz davor, unser Ziel zu erreichen.

Die Lösung für unser Vorhaben heisst Open-Source-Software. Tatsächlich läuft ein zehn Jahre alter Computer mit Linux zwei bis drei Mal schneller als mit Windows. Das Gute ist, dass es möglich ist, die neuste Version des Ubuntu-Betriebssystems auf einem 2013 verkauften why! Computer zu installieren.

Wir setzen alles daran, die Komponenten – einschliesslich der gebrauchten Komponenten – bereitzustellen, damit man unsere Maschinen zu sehr günstigen Preisen aufzurüsten kann. Das Internet macht das möglich. Im Internet findet man nämlich immer einfacher die nötigen Komponenten – auch Jahre nachdem der Computer auf dem Markt gekommen ist.

 

GNU/Linux unterstützt noch nicht alle Anwendungen. Um die markeeigenen Anwendungen zu benutzen, müsste der Verbraucher umlernen. Wie lange wird es ungefähr dauern bis die meisten Anwendungen erhältlich sind? Warum ist das so schwierig?

Also meine Kollegen und ich sowie tausende von why!-Clients nutzen die Software GNU/Linux und können damit Programme wie LibreOffice, Thunderbird, Firefox, Gimp oder Odoo ohne Probleme benützen. Open-Source-Alternativen gibt es nämlich für alle Bedürfnisse! Das einzige Problem ist, dass proprietäre Softwareanbieter keine Lösungen für Linux-Anwender anbieten. Aber das ist nicht so schlimm, denn glücklicherweise gibt es, wie bereits erwähnt, immer eine Open-Source-Alternative!

 

Werden Why Produkte bereits in Unternehmen angewandt? Welche Art Unternehmen eignen sich am besten und warum?

Zu unseren professionellen Kunden gehören zum Beispiel eine kardiologische Arztpraxis, ein auf Geräte für die pharmazeutische Industrie spezialisiertes Unternehmen oder gemeinnützige Vereine. Diese Kunden entscheiden sich für dieses System, weil sie eine nachhaltige Lösung haben wollen. Und das rechtfertigt den Wechsel zu Linux.

Private Kunden haben wir auch: Es handelt sich dabei aber meistens um ältere Personen, die sich nicht ständig in eine neue Version einarbeiten und an eine neue Version gewöhnen wollen. Deshalb nutzen sie Linux.

 

Wie stehen Why und GNU/Linux Produkte preismässig der Konkurrenz gegenüber? Wo liegen die Vorteile?

Der grösste Vorteil von Linux ist, dass man als Kunde hunderte von Franken spart, weil man keine Lizenzen kaufen muss, wie das zum Beispiel bei Microsoft der Fall ist.

Der wesentliche Unterschied zum dominanten Modell besteht jedoch darin, dass unsere Kunden selbst entscheiden, wann sie eine neue Version installieren wollen. Sie werden also nicht vom Softwarehersteller dazu genötigt.

Es muss nicht immer ein Windows Betriebssystem sein

 

Freie Software fördern

Inzwischen zählt das Unternehmen why! open computing SA zusammen mit François Marthaler fünf Mitarbeiter. Der 59-Jährige setzt sich aber nicht nur mit seinem Unternehmen für die Nutzung der Freien Software ein, sondern auch politisch. Als Mitglied der Grünen Partei und Regierungsrat des Kantons Waadt für Informatik (2003–2012), förderte er die Freie Software – insbesondere jene, die von Behörden mit Steuergeldern entwickelt wurden.

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