Ein Sport für Faule

Veröffentlicht am 4 Februar 2020 von Verena Arnold
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Angela Cooper, geboren 1972 in Linz, Mutter zweier liebevoller, intelligenter, wunderbarer und erwachsener Kinder, wie sie sagt, lebt in Wien und liebt es, sich zu bewegen, zu tanzen, zu meditieren und zu lernen. Ihr Bewegungsdrang war es, der sie zum Qigong brachte. Die 47-Jährige hat vor vielen Jahren die schöne, elegante Bewegung gesehen und wusste: Das muss ich lernen!

Zuerst war es nur ein Hobby. Doch als Angela Cooper bemerkte, wie ihr Qigong dabei half, ihre extreme Erschöpfung und ihren Burnout zu überwinden und jede Menge Energie und Kraft aufzubauen, beschloss sie dran zu bleiben. Deshalb absolvierte sie gleich eine zweite Qigong-Ausbildung und eine TCM-Ausbildung zusätzlich.

Inzwischen hat sie zahlreiche Ausbildungen absolviert, darunter eine Trainer- und Kommunikations-Ausbildung und eine Ausbildung zur diplomierten Entspannungstrainerin. Sie ist zudem diplomierte psychologische Beraterin, was Coaching, Mediation, Burnout-Prophylaxe, Kommunikation, Lebensberatung und dergleichen beinhaltet, und hat einen MBA für Gesundheitsmanagement.

Seit 1995 unterrichtet sie Bewegungskünste und seit 2000 Qigong. Angela Cooper leitet hauptberuflich Qigong-Ausbildungen, in denen sie Interessierten beibringt, wie sie selbst Qigong unterrichten können. Sie schließen als diplomierte Qigong-KursleiterInnen ab.

Unsere Interviewpartnerin Angela Cooper beschäftigt sich mit Qigong

Angela, was beinhaltet deine Ausbildung? Wo hast du gelernt? Was kannst du deinen Schülern weitergeben?

Ich habe meine Qigong-Ausbildung bei meinen geschätzten Lehrern Chen Jumin, Alexandra Gusetti und Lui Qingshan, dem offiziellen Repräsentanten der Qigong Akademie Peking, absolviert. Natürlich lerne ich mein Leben lang weiter – unter anderen bei Franziska Rüscher, Yürgen Oster, Frank Ranz und Eli Montaigue. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine wunderbaren Lehrerinnen und Lehrer! Es ist ein großes Glück für mich, von ihnen gelernt zu haben und immer weiter lernen zu dürfen! Ich bin froh darüber, dass meine Lehrerinnen und Lehrer sehr hohe Qualität boten und auch von uns einforderten. Nur so kann ich diese auch an meine Schülerinnen und Schüler weiter geben.

In meinen Ausbildungen lernen meine Qigong-Studierenden, wie sie mit den schönen, geschmeidigen und harmonischen Qigong-Übungen ihre Lebenskraft, sprich Qi nähren können, um gesund, entspannt und energiegeladen ihr Leben zu genießen. Und sie lernen, wie sie diese ganz besondere Kunst auf hohem Niveau selbst unterrichten können.

 

Welche Möglichkeiten zur Ausbildung gibt es? Wie lange dauert die Ausbildung? Welche Kosten entstehen?

Damit eine Qigong-Ausbildung von der Interessenvertretung der Qigong-, Taiji Quan- und Yi Quan Lehrenden Österreichs, kurz IQTÖ, anerkannt wird, muss sie drei Jahre dauern und gewisse Kriterien erfüllen. Bei mir – an der Qigong Akademie Cooper – besteht die Ausbildung aus drei einjährigen Lehrgängen, die jeweils inhaltlich in sich abgeschlossen sind. Sie werden jeweils einzeln gebucht. Nach jedem Lehrgang erhält man ein Lehrgangszertifikat und kann bei entsprechendem Grundberuf die erlernten Inhalte bereits beruflich nutzen.

Nach jedem Lehrgang entscheidet man, ob man weitermachen möchte und auch den nächsten Lehrgang bucht oder nicht. Wer alle drei Lehrgänge erfolgreich absolviert hat, schließt mit dem anerkannten Qigong-Ausbildung-Zertifikat ab.

Ein Lehrgang kostet zurzeit 2300 beziehungsweise 2200 Euro. Es gibt einen Frühbucherbonus von 100 Euro. Die einzelnen Lehrgänge biete ich zurzeit zum Beispiel in Form einer Seminarreihe in Wien an. Dabei handelt es sich um sechs Wochenendkurse, die sich über ein Jahr verteilen. Weil einige meiner Schülerinnen von weit weg kommen oder am Wochenende keine Zeit haben, biete ich die Lehrgänge inzwischen auch in geblockter Intensiv-Form an. Hier wird jeder Lehrgang als zehntägiges Retreat mit je 100 Unterrichtseinheiten absolviert. Beim Retreat sind wir in einem schönen Seminarhotel, wo wir viel in wunderschöner Natur üben können. So kann man ganz intensiv eintauchen ins Meditieren, ins Bewegen und in die Atemübungen – ganz ohne die Ablenkungen des Alltags. Es ist wie eine Intensiv-Qigong-Gesundheitskur.

 

Wie funktionieren die Online-Kurse? Wie kann man sich anmelden? Ist der Inhalt anders strukturiert als bei den Präsenzkursen?

Im Moment gibt es den Online-Kurs nur als Ergänzung zur Präsenz-Ausbildung. So können sich die Studierenden die Übungen auch zu Hause ganz genau ansehen, sich an den Bewegungsablauf und an besondere Details der Übungen erinnern oder einfach unter meiner Anleitung üben. Meine Schülerinnen und Schüler erzählen, dass sie so genauer und sicherer üben können, motiviert bleiben und es sich so anfühlt, als würden wir gemeinsam üben.

 

Was ist das besondere am Qigong? Warum sollte man es draußen praktizieren? Wie lange sollte die Anwendung dauern?

Qigong ist eine Jahrtausend alte Bewegungs-, Meditations- und Atemkunst aus China. Im Qigong trainieren wir den Körper, die Vorstellung sowie den Atem und verbinden alles zu einem harmonischen Ganzen. So schenkt Qigong Entspannung, Gesundheit und Lebensenergie. Weil man beim Qigong automatisch tiefer atmet, ist es besonders schön, wenn man in der Natur übt und mit jedem Atemzug die frische Luft genießt.

Im Qigong arbeitet man mit der Vorstellung, dass man frische Lebenskraft, sprich Qi auftankt. Dieses Bild erfüllt sich besonders dann, wenn man im Freien und bei Tageslicht übt. Um im Alltag wieder frischer zu sein, reichen oft ein paar Minuten Qigong oder sogar kleine Sekunden-Übungen. Wenn man Qigong aber auf hohem Niveau erlernen oder gar lehren möchte, empfehle ich täglich mindestens 30 bis 60 Minuten zu üben.

Für mich ist das Besondere am Qigong, dass

man es fast jederzeit und überall ausführen kann. Man braucht dazu nichts weiter als ein wenig Zeit und Raum.

die Bewegungen so harmonisch, elegant und geschmeidig sind.

man zwar einerseits langfristig und nachhaltig Körper, Seele und Geist gesund hält, sich aber auch kurzfristig – bereits während des Übens – ein warmes Glücksgefühl im ganzen Körper ausbreitet.

Ein Schüler von mir hat es einmal so beschrieben: «Qigong ist Sport für Faule». Das kann ich gut nachvollziehen. Weil das Üben selbst so genussvoll und entspannend ist, habe ich nie das Gefühl, etwas tun zu müssen – und trotzdem kräftige und dehne ich mit Qigong meine Muskeln, bringe meine Faszien in Bestform, mobilisiere meine Wirbelsäule, bleibe beweglich und voller Lebensfreude, fühle mich energiegeladen und glücklich.

 

Hunderte LehrerInnen ausgebildet

Inzwischen hat Angela Cooper viele Hunderte von Qigong-Lehrerinnen und -Lehrer ausgebildet. Ihr Hauptanliegen für die Ausbildung ist, dass ihre Absolventinnen und Absolventen fähig sind, Qigong auf hohem Niveau mit Leichtigkeit und Freude zu unterrichten. Außerdem lernen sie, was und wie viel sie selbst dazu beitragen können, um gesund zu bleiben oder wieder zu werden. Angela Cooper ist selbständig und unterrichtet seit 1995 verschiedene Bewegungskünste. Sie leitet hauptberuflich Qigong-Ausbildungen in Wien, im Waldviertel und in Deutschland.

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