Digitalisierung – Nutzen und Herausforderung

Veröffentlicht am 17 Juni 2019 von Verena Arnold
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Die Digitalisierung bringt uns eindeutig sehr viele Vorteile und Vereinfachungen in fast allen Lebensbereichen. Und auch Menschen, die sich eigentlich nicht für Technik interessieren, kommen kaum noch daran vorbei, sich damit zu befassen, was durchaus eine Herausforderung sein kann. Vor allem, wenn es um Auswahl der passenden Hard- und Software und deren Einrichtung geht, sowie Wartung und Sicherheit, ist so mancher normale Nutzer durchaus auch mal überfordert. Das ist dann der Arbeitsbereich von IT-Spezialisten.

Um mehr über die Arbeit dieser Dienstleister zu erfahren, haben wir ,mit Thomas A. Frei von CYTECH Computer- und Network Services in  Oberrieden ZH gesprochen. 1974 in Zürich geboren, ist er schon in Oberrieden ZH aufgewachsen, wo er auch heute lebt und arbeitet. Der vielseitig interessierte und talentierte Unternehmer, der auch noch als Natur- und Landschaftsfotograf tätig ist, hatte einen sehr abwechslungsreichen beruflichen Weg, wodurch er viele Einblicke bekam, die ihm heute auch helfen, sich gut in seine Kunden und deren Bedürfnisse hinein zu denken.

Nach der obligatorischen Schule hat er zuerst eine Lehre als Landschaftsgärtner absolviert. Nach dem Militär, wo er es bis zum Unteroffizier brachte, hat er 8 Jahre als Kundenschreiner, Bodenleger und Zügelmann gearbeitet. Danach absolvierte er die Ausbildung mit dem Abschluss Anwender SIZ. Dann folgte der international anerkannte Abschluss in IT-Support und Netzwerk-Support. Damit folgte er dem Weg, der eigentlich schon begann, als er mit 24 Jahren einen alten PC bekam. Da dieser immer wieder abstürzte, wollte er wissen wie ein PC funktioniert und begann sich intensiv mit der Thematik zu befassen.

Durch die Anstellung bei der Computer-Supportfirma CYTECH GmbH, die im Jahr 2000 gegründet wurde, konnte er sich dann in der täglichen Arbeit mit der Materie auseinandersetzen und vieles in der Praxis lernen. Dieses Unternehmen war für die Rundumbetreuung für KMUs gedacht. Planung, Konzept und Umsetzung der EDV-Infrastruktur aus einer Hand. Es war eine Tochterfirma der Support-Firma bei der er angestellt war. Als diese verkauft wurde, konnte er die Firma CYTECH erwerben. So wurde er selbstständig und betreut heute KMUs und auch Privatkunden. In der Regel arbeitet er allein, kooperiert aber mit einem weiteren Alleinunternehmer, so dass sie sich in den Ferien oder im Krankheitsfall gegenseitig vertreten.

Unser Interviewpartner und Inhaber von einer Computer Supportfirma Thomas A. Frei

 

Thomas, mit welchen Bereichen in der IT beschäftigst du dich hauptsächlich? Gibt es besondere Herausforderungen, die dein Job mit sich bringt? Welche deiner Aufgaben machen dir besonders Spaß?

Die Reparatur von Computern inklusive Datenrettung macht nach wie vor einen grossen Teil meiner Arbeit aus. Immer wichtiger werden Server und NAS, die eingerichtet und gepflegt werden müssen. Zudem ist die Sicherheit von Netzwerken und die dezentrale Datenverfügbarkeit (VPN) sehr gefragt.

Am meisten macht mir an der Arbeit Spass, dass sie sehr abwechslungsreich ist und sich im steten Wandel befindet. Die EDV verändert sich sehr schnell, und immer kommt wieder etwas Neues hinzu. Das geht von der Foto-/Filmbearbeitung bis zu Firewall-Konfigurationen, vom VPN bis zur optimalen Handynutzung. Die Themenbreite ist immer wieder eine Herausforderung.

 

Welche Serviceleistungen bietet das Unternehmen für Privatpersonen an? Wodurch unterscheidet sich das Angebot von den Dienstleistungen für Unternehmen? Welche Mitarbeiterschulungen gibt es? Welche Methoden werden zur Datenrettung verwendet?

Als Privatperson können Sie alle erdenklichen Probleme mit der Technik der heutigen Zeit haben. Das geht von Audio/Video-Streaming auf Ihre Soundanlage bis zur Übertragung von Fotos vom Handy auf den PC. Aber natürlich auch Dinge, die auch ein Unternehmen beschäftigt. Datensicherungen, Virenschutz, Persönlichkeitsschutz, Netzwerksicherheit etc…

Im Prinzip unterscheiden sich die Dienstleistungen für KMUs und Privaten kaum, ausser dass Privatpersonen mehr anwendungsspezifische Hilfe benötigen. KMUs brauchen mehr konzeptionelle Unterstützung. Die Netzwerk- und Datensicherheit wird bei Unternehmen stärker ernst genommen und benötigt mehr zeitliche und natürlich auch finanzielle Aufwendungen. Die Mitarbeiterschulung ist sehr individuell. Gerade bei KMUs ist das Nutzerwissen sehr unterschiedlich. Herr Müller kann kaum den Drucker bedienen, und Frau Huber möchte das Netzwerk selber umbauen, etc.

Deshalb biete ich am liebsten Individuelle Schulungen an. Je nach dem Wissensstand und dem Nutzungsradius. Die beste Methode der Datenrettung ist ein gut funktionierendes Backup. Sollte das nicht vorhanden sein, kommen Software zur Auslesung der Daten zum Einsatz. Oft reicht ein Formatrecovery, oder die HDD wird Bit für Bit ausgelesen. Sollte das auch nicht mehr möglich sein, dann kann man den Datenträger in ein Datenrettungs-Labor senden. Diese Option wird aber nur bei hohem Datenverlust in Firmen genutzt, da die Laborstunden teuer sind.

 

Mit welchen Programmen und Hilfsmitteln arbeitet das Unternehmen Cytech? Wie funktioniert der Remote-Support?

Es stehen diverse Programme zur Verfügung. Die meisten zur Datensicherung und Datenrettung. Tools zur Festplattenanalyse und zur Aufzeichnung von Netzwerken. Zudem ein offener PC zur Hardwareprüfung und Stresstests. Und natürlich ein Sortiment an Schraubenziehern und ähnliches. Der Remote-Support wird bei Firmen oft über das bestehende VPN erledigt. Wenn kein VPN vorhanden ist oder bei Privatpersonen verwende ich TeamViewer. www.teamviewer.com

 

Weshalb sollten sich nach deiner Ansicht auch Senioren mit der digitalen Welt beschäftigen? Wodurch zeichnen sich seniorenspezifischen Geräte, wie Handys, PCs und Bildschirme aus?

Senioren beschäftigen sich aus denselben Gründen mit der digitalen Welt wie die jüngeren Generationen: Onlinebestellungen von Artikeln und Tickets, Informationsbeschaffung und digitalisierte Dienstleistungen wie zum Beispiel den SBB-Fahrplan. Zudem natürlich das E-Banking. Auch die Social Medias werden immer öfter von den älteren Semestern genutzt. Einige meiner älteren Kunden spielen zudem Mah-Jongg und Solitär. Auch wird die Buchhaltung und z.B. der Heizölverbrauch in Excel-Listen erfasst. Zudem hält die Nutzung von digitalen Inhalten und des Computers allgemein den Kopf fit. Immer wieder muss was Neues dazugelernt werden.

Ab einem gewissen Alter und geistigem Auffassungsvermögen kann dann aber ein seniorenspezifisches Gerät Sinn machen. Diese Geräte haben nur wenige Anwendungen wie E-Mail, Internet-Browser und spezifische Software. Z.B. melden diese Geräte, wann welches Medikament genommen werden muss, und sie haben eine Art Notfallfunktion. Es kommt eine optische und/oder akustische Meldung auf dem Display, die man dann innerhalb von einer bestimmten Zeit bestätigen muss. Ansonsten wird eine Nachricht an Nachbarn, Verwandte oder den Notarzt versendet. Zudem zeichnen sich diese Geräte durch grosse, eindeutig gehaltene Tasten/Buttons und einen klar strukturierten Desktop aus. Die Handys haben oft keinen Touchscreen, sondern grosse Tasten, da Senioren tendenziell trockenere Haut haben und deshalb die Touchscreens bei Berührung nicht reagieren.

Senioren beschäftigen sich aus denselben Gründen mit der digitalen Welt wie die jüngeren Generationen

 

Keine Angst vor moderner Technik

Die moderne Technik gehört heute einfach dazu. Sie begegnet uns überall im Alltag. Daher ist es sinnvoll, sich damit zu beschäftigen und zu lernen, damit umzugehen, auch wenn man bisher kein Interesse daran hatte. Die Entwicklung ist erfreulicherweise so, dass inzwischen jeder Mensch die Möglichkeit hat, das Nötigste zu lernen, um die Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können. Für die schwierigeren Bereiche gibt es dann ja die Fachleute zur Unterstützung. Vielen Dank an Thomas A. Frei für dieses informative Gespräch.

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