Boxtraining in kameradschaftlicher Atmosphäre

Veröffentlicht am 28 November 2018 von Verena Arnold
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Der Boxclub ist ein Ort, an dem Menschen jeder Herkunft und unterschiedlichen Alters zusammentreffen, um zu trainieren. Die einen betreiben das Boxen als Wettkampfsport, die anderen nutzen das vielseitige Boxtraining um ihre Fitness auf attraktive Weise zu verbessern. Wettkampfsportler, Hobbyboxer und Fitness-Interessierte trainieren einträchtig nebeneinander und pflegen eine gute Kameradschaft.

Der 61-jährige Beda Mathis hatte ursprünglich künstlerische Ambitionen, studierte an der Kunstgewerbeschule und war 6 Jahre als Kunstmaler tätig. Nach Gründung einer Familie wechselte Beda in Finanzbereich und handelte dort für verschiedene Bankhäuser mit Aktien und Derivaten. Vor seinem Wechsel in den Sportsektor war er Projektmanager für einen Finanzdienstleister.

Der Sportclub Sportring Zürich den Beda Mathis als Geschäftsführer leitet ist eine Mischung aus Personenfirma und Verein. Der Vereinsvorstand arbeitet ehrenamtlich. Ebenso einige Trainer. Neben dem Kurstraining und den Pauschalen für freies Training ist die Haupteinnahmequelle das Personal Training.

Unser Interviewpartner und Boxer Beda Mathis

 

Wann haben Sie angefangen, zu boxen? Wie entdeckt man, dass man als Boxer begabt ist? Muss man besondere Talente haben?

Zum Boxen bin ich durch meine Kinder gekommen. Die wollten zum Box-Training gehen. Heute sind beide nicht mehr bei diesem Sport. Ich bin hängengeblieben.

Die Vorstellung über den Boxsport sind stark mit Vorurteilen belastet. Ob im Guten oder Schlechten.

Vielen sehen Boxen als reine Action Sportart. Dampf ablassen! Aggression abbauen! etc.

Boxen stellt dabei höchste Ansprüche an Koordination und Konzentration.

Es ist eine sehr technische Sportart. Wird an Universitäten, die sich mit Boxen beschäftigen,  meist mit nur wenig anderen Sportarten (3-4) als hochtechnische Disziplin eingeteilt.

Ein gutes Körpergefühl ist Voraussetzung für diesen harten Sport. Boxen eignet sich nicht als Einsteiger Sport. Viel zu schwer.

Hat man sich von klein auf immer viel bewegt und andere Sportarten häufig und regelmässig betrieben, hat man bessere Voraussetzungen für das Boxen.

 

Was ist das Besondere an der Sportart Boxen? Kann man durch das Boxen einen besseren Umgang mit Stress finden?

Der Boxsport wie er heute besteht, hat seinen Ursprung in England. Dort wurde der Boxsport von Fecht-Meistern oder Trainern übernommen und weitergegeben.

Dadurch lernten vor allem die oberen Schichten in England diesen Sport.

Aber auch starke Burschen mit äusserst kräftigem Körperbau waren im Boxen erfolgreich. In England fochten Fix-vs-Sutton in legendären Kämpfen im 18. Jahrhundert.

Diese wurden mit nackten Fäusten und ohne Regeln ausgetragen. Die Zuschauer bestanden zur Mehrheit aus Adligen. Sutton und Figg schliessen sich nach dem 3. Kampf, den Sutton verliert, zusammen und betreiben Figg’s  Boxschule gemeinsam. 1733 kämpft Figg gegen einen Italiener und da ist auch der König anwesend. Figg gewinnt den Kampf und verliert nie mehr einen Kampf in seinem Leben. Nur Sutton konnte Figg einmal besiegen.

Von da an erscheint das Boxen als Chance zum Aufstieg in eine privilegierte Klasse der Obrigkeit und des Adels.

Bei uns ist Boxen eine Randsportart. Beliebt und verbreitet ist Boxen vor allem in Schwellen- oder Entwicklungsländern.

In England ist Boxen immer noch sehr populär. Als in Brasilien das WM Fussballfinale mit über 60’000 Zuschauer ausgetragen wurde, fanden am selben Abend im Londoner Wembley Stadium Boxwettkämpfe statt mit über 80’000 Zuschauern.

Bei Anfänger Kämpfen gewinnt oft der kräftigere, die Technik ist wenig ausgebildet. Je näher man den besten Boxern der Welt kommt, je mehr wird die Technik entscheidend.

Diese Länder haben eine hohe Anzahl von angehenden Boxern. So wird dann das Boxen mehr durch Selektion der Sieger in Kämpfen als durch technisch orientiertes Training bestimmt.

Ich schreibe zur Zeit an einem Buch wo der erste Band ca. 2021-22 erscheinen wird. Das Buch beschäftigt sich im ersten Teil auf 120-150 Seiten nur mit der Technik der Boxschläge.

Das Buch stellt ein Novum für den Boxsport dar. Meistens fehlt die Beschreibung über den Boxschlag-Ablauf.

Unser Training im Box-Club Sportring Zürich gestaltet sich sehr technisch.

Der Titel meines Buches:
„R“ evolution in boxing

Part 1 (The perfect punch)
Es stellt den perfekten Boxschlag in allen Details dar.
Der Inhalt wird vorwiegend durch biomechanische Gegebenheiten für das Boxen bestimmt

Part 2 (The perfect fight)
Es stellt den perfekten Boxkampf mit allen sensomotorischen Abläufen dar.
Der Inhalt wird vorwiegend durch neuropsychologische Befunde und Modelle bestimmt

Part 3 (The perfect box training)
Aus dem 1. und 2. Teil lässt sich das ideale Boxtraining erarbeiten.
Der Inhalt wird von Boxübungen an Geräten mit dem Trainer und mit dem Partner bestimmt. Auch Kraftübungen werden behandelt.

 

Für welches Alter ist Boxen als Sportart geeignet? Bieten Sie ein spezielles Training für Frauen an?

Grosse Boxer wie z.Beispiel Lomachenko sind bereits seit Kindesbeinen im Boxen aktiv. Bei uns empfehlen wir mit ca. 14 Jahren zu starten. Der koordinative Anspruch an Kinder ist sehr gross.

Es ist auch schwierig für die Kleinen einen geeigneten Partner zu haben.

Ein Frauenboxen bieten wir nicht an. Wir haben im Club aber eine amtierende Schweizer Meisterin im Boxen.

Im Fitnessboxen ist der Frauenanteil mit ca. 50% sehr hoch.

 

Was braucht man für das Boxtraining? Gibt es ein Anfängertraining? Besteht die Gefahr, verletzt zu werden?

Die Boxausrüstung ist einfach. Bandagen, Mundschutz, Boxhandschuhe und Boxhelm. Im Club stellen wir Boxhandschuhe fürs Training und Helme zur Verfügung.

Für alle, die Boxen lernen möchten, offerieren wir das Einsteiger-Training. 11 Lektionen à 1 Stunde sind das Minimum was jemand braucht, der neu ist.

Im Einsteiger-Training werden nur die technischen Fertigkeiten des Boxen gelehrt.

Wenn jemand Wettkämpfe bestreiten will, muss er ca. mit einem Jahr Vorbereitung und Lernen rechnen, bis er in den Ring steigen kann.

Er muss pro Woche mindestens 4 Trainings à 1.5 Stunden besuchen. Wir bieten im Club 6 Trainings an.

Dazu braucht es auch Sparring. Das ist wie Kämpfen, aber ohne Wertung. Darum gehen die Kontrahent im Sparring meistens nicht so zur Sache wie bei den richtigen Box-Kämpfen.

Die Verletzungsgefahr ist im Boxen nicht höher als in anderen Sportarten. Wenn es denn echte Sportarten sind (nicht wie z.B. Computer-Spiele, Schach etc.).

Im Vergleich mit Mannschafts Sport wie Fussball oder Handball gibt es im Boxen wahrscheinlich eher weniger Verletzungen. Obwohl heute auch im Amateur Boxen die Helmpflicht abgeschafft wurde.

 

Boxtraining verlangt volles Engagement

Die diversen Angebote für Menschen, die ihre Fitness halten oder steigern möchten, sind kaum noch zu überschauen. Fitness-Studios spriessen an jeder Ecke aus dem Boden. Der klassische Boxclub bietet eine solide Alternative zu den trendigen Newcomern. Hier ist vor allem Hingabe und ernsthaftes, hartes Training gefragt. Das gilt für Fitness-Sportler genauso wie für Wettkampfsportler. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird belohnt durch hohe Fitness-Werte und eine tolle Kameradschaft.

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