Bewusstsein auf allen Ebenen wecken

Veröffentlicht am 31 Juli 2019 von Verena Arnold
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Um zu mehr Körpergefühl zu gelangen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Alles hat in gewisser Form mit Körperarbeit zu tun, jedoch kann sich dies genauso in einem bewussten Umgang mit dem Körper und dessen Gesundheit durch die Anwendung von alten naturheilkundlichen Praktiken als auch in einem Bauchtanzkurs zeigen, wie man am Beispiel von Anja Perron sieht

Die Schweizerin war schon in ganz jungen Jahren von der Naturheilkunde begeistert und in ihr schlummerte immer schon der Berufswunsch Heilpraktikerin. 

Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Psychomotorik-Therapeutin gemacht. Gleich im Anschluss folgte noch eine Weiterbildung zur Heilpraktikerin mit Fokus auf Homöopathie, Phytotherapie und Reflexzonenmassage.

In ihrer eigenen Praxis im Rheintal empfängt sie nicht nur Kunden zur Beratung, sondern bietet auch noch diverse Kurse oder lockere Bauchtanzkurse an, die einladen um für einen kurzen Moment loszulassen und seine eigenen körperlichen Barrieren über Bord zu werfen und wieder ein ganz neues Körpergefühl zu entdecken. Manuel Garcia gibt bei ihr in der Praxis Qigong und andere Kurse und mit ihm zusammen gestaltet Anja Perron auch die alljährliche Seminarwoche in den Bergen.

Unsere Interviewparterin und Heilpraktikerin Anja Perron

 

Anja, neben vielen weiteren Dienstleistungen bietest du unter anderem auch Bauchtanzkurse an. Seit wann übst du diese Art von Tanz aus und wo hast du deine Erfahrungen im Bauchtanz gesammelt? Wieso bietest du gerade Bauchtanz an und nicht eine andere Tanzart? Glaubst du, dass Bauchtanz auch beruhigend auf die TeilnehmerInnen wirken kann?

Den Bauchtanz habe ich 2015 entdeckt. In meiner Kindheit ging ich Jahre lang zum Ballettunterricht. Später machte ich Kurse in Modern Dance, in Ausdruckstanz und in Contact Improvisation.

Früher war es bei mir so, dass ich mich nicht wirklich wertvoll fühlte als Frau und ich hatte auch grosse Mühe meinen Körper gerne zu haben. In jener Zeit wäre es mir wohl ein wenig peinlich gewesen, mit dem Becken so ausladende Bewegungen zu machen. Das war einer der Gründe, warum es mich zum Bauchtanz zog. Ich spürte instinktiv, dass mir das bezüglich dieser Themen guttun könnte. Und natürlich war ich einfach auch fasziniert von diesen wunderschönen und neuartigen Bewegungen.

Zunächst ging ich zu einem Bauchtanzkurs in St. Gallen. Diese Lehrerin lehrte uns das Bauchtanzen auf spielerische Art und Weise. Das war für mich der perfekte Einstieg.

Später kaufte ich mir einen Video-Kurs mit 75 Unterrichtsvideos von Sadie Marquardt. Das ist eine sehr bekannte Bauchtänzerin, die super gute Tipps weitergibt, wie man diese für uns oft noch ungewohnten Bewegungen auf einfache Weise lernen kann. Auch heute noch übe ich regelmässig mit diesen Videos.

In meinen Bauchtanz-Kursen geht es mir nicht nur um das Tanzen-Lernen an sich. Es ist auch ein Ort, wo wir wieder in die pure Lebensfreude eintauchen können.

Eine Frau erzählte mir in der zweiten Kursstunde, dass sie am Schluss ihrer ersten Tanzstunde in einem völlig anderen Lebensgefühl gewesen sei. Sie habe sich richtig beschwingt, gelassen und glücklich gefühlt.

 

Was genau können die TeilnehmerInnen in deinem Bauchtanzkursen bei dir lernen? Vermittelst du neben der reinen Technik auch eine bestimmte Philosophie? Hast du dich entschieden, Lehrerin für Bauchtanz zu werden, weil du die Arbeit einfach gern machst oder siehst du deine Tätigkeit eher als Hilfe für deine KundInnen?

Die Teilnehmerinnen meiner Kurse sagen, dass sie immer wieder staunen, zu welchen Bewegungsmöglichkeiten Becken, Brustkorb, Bauch und Schultern fähig sind. So werden natürlich auch Muskeln aktiviert, die wir sonst im Alltag nie trainieren. Auch wird unsere Koordinationsfähigkeit gefördert. Dadurch werden wir nicht nur beweglicher im Körper, sondern auch im Geist, denn beides hängt zusammen.

Da ich selbst den Tänzerinnen zwar vieles beibringen kann, aber auch noch kein Bauchtanz-Profi bin, fühlen sich die Anfänger ganz entspannt bei mir. Mir ist es wichtig, dass es ein spielerisches Lernen ist. Gerade am Anfang weise ich die Tänzerinnen noch nicht auf Details hin. Da geht es einfach um die Freude am Tanz. Ich bin nämlich überzeugt, dass wir aus der Freude heraus viel schneller und leichter lernen. So kommt es, dass wir zwischendurch immer auch viel lachen gemeinsam.

Zu Beginn der Tanzstunde machen wir einige Körperwahrnehmungs-Übungen. Das entspannt uns. Mit Leichtigkeit können wir Themen loslassen, die uns gerade beschäftigen. Dank der bewussten Körperwahrnehmung fühlen wir uns immer wohler im Körper. Dabei kann auch ein Gefühl der Liebe und der Dankbarkeit für unseren wundervollen körperlichen Ausdruck entstehen, denn JEDER Körper ist einzigartig und wunderschön!

So sind in meinen Bauchtanz-Kursen Frauen in verschiedenen Altern (junge Frauen, Mütter, Frauen im Pensionsalter) und mit den unterschiedlichsten Körperformen. Auf diese Weise kann jede Frau immer mehr ihre innewohnende Schönheit und die Freude an ihrem körperlichen Ausdruck entdecken.

Und zur letzten Frage: Es gibt nichts, was ich in meiner Praxis mache, was ich nicht aus purer Freude tun würde. So ist es natürlich auch bei den Bauchtanz-Kursen. Ich glaube, alles, was wir aus Begeisterung tun, hat dann auch für die Teilnehmer einen grossen Nutzen.  

 

Welches Hilfsmittel darf bei einem Kurs niemals fehlen? Müssen die TeilnehmerInnen typisch orientalische Kleidung tragen?

Die Tänzerinnen ziehen sich am besten so an, wie sie sich wohl fühlen. Manche Frauen mögen Röcke nicht so besonders. Dann sind auch Trainerhosen oder andere bequeme Hosen bestens. Ich selbst trage gerne einen Rock mit T-Shirt und einen Bauchtanz-Gürtel. Auch habe ich einige Bauchtanz-Gürtel zur Verfügung, die ausgeliehen werden können.

Manche Frauen freuen sich jeweils, wenn die Münzen am Gürtel so schön klimpern beim Tanzen. Dann fühlen sie sich, als wären sie schon richtige Bauchtanz-Profis. 

Die passende Kleidung gehört natürlich beim Bauchtanz dazu

 

Wie ist deine Reaktion auf Personen, die dir sagen, dass sie von deinem Beruf als Bauchtanzlehrerin nichts halten beziehungsweise der Meinung sind, dass Bauchtanz nicht Teil unserer Kultur ist? Bist du der Meinung, dass Bauchtanz durchaus eine positive Auswirkung auf das Leben der TeilnehmerInnen haben kann?

Ich finde es grundsätzlich ganz normal, dass nicht jeder Bauchtanz toll findet. Und ja, das stimmt, Bauchtanz kommt nicht aus unserer Kultur. In den meisten unserer Tanzformen wird das Becken sehr wenig mit einbezogen. In anderen Kulturen ist das anders.

Ich selbst lerne gerne auch von andersartigen Menschen oder eben von anderen Kulturen. Ein bewegliches Becken und eine ebenso bewegliche Wirbelsäule erachte ich als sehr gesundheitsfördernd. Auch kann uns das ein besseres und geschmeidigeres Körpergefühl schenken.

Wie oben schon beschrieben kann uns der Bauchtanz dabei unterstützen, auf ganz natürliche Weise unsere Weiblichkeit zu leben. Ein Mensch, der sich wohl fühlt als Frau (oder eben als Mann), ist einfach rundum glücklicher und ausgeglichener.

Mehr zu meinen Bauchtanz-Kursen findet man auf meiner Homepage:

https://www.anja-perron.ch/kurse-1/bauchtanz/

Ich habe übrigens auch schon einen einmaligen Bauchtanz-Workshop in anderen Regionen der Schweiz gegeben. Das wäre eine Möglichkeit für Menschen, die den Bauchtanz ein wenig kennenlernen möchten.

 

Mit viel Spaß zurück zu sich finden!

An oberster Stelle steht bei Anja stets die pure Lebensfreude. Sie selbst lebt jeden Tag als ob es ihr letzter wäre und gibt ihren Kunden auch genau dieses Gefühl weiter.

Ob es nun eine Bauchtanzstunde oder eine naturheilkundliche Behandlung ist, versucht sie stets auf die Person vor ihr ehrlich einzugehen um dieser zu einem besseren und ausgewogeneren Leben zu verhelfen. Vielen Dank für deine Zeit Anja!

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