Bereichernde Töne 

Veröffentlicht am 6 August 2019 von Verena Arnold
Condividi su Facebook Condividi su Twitter Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin

Kaum etwas begeistert, wie die Musik. Kaum etwas ist berührender und bewegender, und kaum etwas ist facettenreicher. Jedes Genre besitzt etwas Besonderes. Jede Stilrichtung besitzt für sich die Fähigkeit, zu bewegen. Mit der richtigen Hintergrundmusik, und ist sie noch so leise, erscheint alles leichter und unbeschwerter. Sie verändert die Atmosphäre, die uns prägt. Die Atmosphäre während einem ersten Date, die Atmosphäre während einer Trauung, die Atmosphäre während einem Theaterstück oder die Atmosphäre auf einer Party. Musik prägt. Musik bleibt in Erinnerung. Sie ruft Erinnerungen wach. Musik heilt. Musik lenkt ab. Sie rettet durch Liebeskummer, Trauer und Angst. Musik schmälert die Antriebslosigkeit und gleichzeitig hebt sie die Euphorie. Musik treibt an, Musik lässt uns schneller laufen, höher klettern, effektiver arbeiten. Sie motiviert. Und gleichzeitig kann sie entspannen.

Mit Musik kann es gelingen, den Rest zu vergessen, Gedanken zu stoppen. Musik entführt aus dem Alltag, sie lädt ein, in andere Welten einzutauchen, zur Ruhe zu kommen. Mit der Musik gelingt es uns, uns auszudrücken, wenn wir die Worte nicht finden. Mit Musik gelingt es uns, einander zu verstehen, unabhängig davon, welche Sprache wir sprechen. Anhand von Musik gelingt es uns zu zeigen, wer wir wirklich sind. Der Ausdruck von Emotionen, das Ausleben von Kreativität – mit Musik wird es möglich. Großartige Werke, die wohl bemerkenswerteste Art der Kunst – Musik.

Mareille Merck ist Musikerin aus Leidenschaft. Nur zu gut weiß sie, welche Größe Musik annehmen kann. Als freiberufliche Gitarristin gibt sie Gitarrenunterricht und spielt selbst im Rahmen diverser Live-Auftritte und mit der Unterstützung unterschiedlichster Formationen. Abgesehen davon widmet sich die 23-Jährige ihrem eigenen Bandprojekt, LARUS. Begleitet von Florian Bollinger, welcher Kontrabass spielt sowie Janic Haller, der Schlagzeuger der Band, setzt Mareille Merck ihre eigenen Kompositionen um.

Bereits als Teenager entdeckt Mareille Merck die E-Gitarre für sich und findet durch die Musikschule, welche sie zu diesem Zeitpunkt besucht, zum Jazz. Was bislang die große Freizeit-Leidenschaft der talentierten Musikerin ist, entwickelt sich schnell zum Berufswunsch. Die Musik beruflich ausüben zu können, das ist der große Wunsch der Jugendlichen. Direkt nach dem Abitur entscheidet sich Mareille Merck also für ein Studium an der Hochschule für Musik, Franz Liszt in Weimar. Sie wählt das Fach Jazz-Gitarre als Schwerpunkt. Später wechselt Mareille Merck an die Hochschule für Musik in Luzern und schließt ihr Studium schließlich 2018 mit einem Bachelor of Arts in Music ab.

Musik zieht sich durch alle Lebensbereiche der jungen Frau. Derzeit nimmt das Bandprojekt LARUS sehr viel ihrer Zeit in Anspruch. Es bietet ihr den Raum, sich musikalisch frei entfalten zu können. So gelingt es der Musikerin, ihre kompositorischen Ideen umzusetzen, zu experimentieren, einzigartigen Sound und ihr eigenes Spiel zu entwickeln sowie herauszufinden, was tatsächlich die Botschaft ihrer Musik sein soll. Die Möglichkeit etwas  Eigenes zu erschaffen, das zählt mit zu den großartigsten Möglichkeiten, welche die Musik bietet. Neben ihrem Einsatz in zahlreichen Formationen und Projekten, studiert Mareille Merck weiterhin in Luzern und strebt den Master-Abschluss an. Es ist ihr größtes Anliegen, Menschen die wunderbare Musik des Jazz näher zu bringen und Lernwillige selbst dazu zu bringen, im Gitarrenspiel Zugang zur Musik zu finden.    

Unsere Interviewpartnerin Mareille Merck ist Musikerin aus Leidenschaft (Copyright by Patrick Principe)

 

Mareille, im Alter von 15 Jahren hast du bereits deine Leidenschaft für die Gitarre und den Jazz entdeckt. An welchen musikalischen Wettkämpfen hast du seither teilgenommen? Welche Preise hast du gewonnen? Auf welche Momente deiner musikalischen Karriere bist du besonders stolz?

Zu Beginn meiner musikalischen Laufbahn habe ich mehrfach am Wettbewerb „Jugend Musiziert“teilgenommen. Dort bekommen Musikschüler die Möglichkeit, auf regionaler Ebene und bei Erfolg auch auf Landes- und Bundesebene vor einer ausgewählten Fachjury ein Konzertprogramm zu präsentieren. Schon wenige Monate nach meiner ersten Gitarrenstunde konnte ich 2011 im Bundeswettbewerb einen 3. Preis erlangen, drei Jahre später wurde es dann sogar ein 1.Preis.Danach habe ich – zumindest bis jetzt – keine Wettbewerbe mehr gespielt, sondern mich darauf konzentriert,mein Spiel, meinen Sound und meine Technik zu entwickeln, mit dem Ziel, einen eigenständigen Klang zu erschaffen. Ein Alleinstellungsmerkmal bzw. einen Wiedererkennungswert zu finden war von Anfang an eines meiner Hauptziele. Auch verbringe ich viel Zeit damit, mit anderen Musikern zusammen zu spielen.

  

Kannst du uns einen Einblick zu deinem Repertoire geben? Auf welchen Veranstaltungen spielst du? Welche Künstler gehören zu deinen größten Vorbildern? Wer hat deine musikalische Laufbahn beeinflusst?

Die meisten meiner Konzerte bewegen sich stilistisch im Jazz. Da gibt es jedoch zahlreiche Facetten. Neben Projekten mit modernen Formen der Jazzmusik bin ich auch regelmäßig mit klassischem Swing- und Bebop-Repertoire zu hören. Auch Funk und Rock sind Genres, in denen ich mich zu Hause fühle. Viele meiner Konzerte finden in Jazzclubs oder auf Jazzfestivals statt, häufig trifft man mich auch auf Jam-Sessions an.Daneben gibt es natürlich auch Auftritte, bei denen es nicht um die künstlerische Selbstverwirklichung geht,sondern die „nur“ Jobs sind – also Begleitmusik zu Veranstaltungen wie Apéros oder Vernissagen.

 

In welchen Bands bist du vertreten? An welchen Projekten arbeitest du? Auf welche Instrumente und auf welches musikalische Zubehör greifst du als leidenschaftliche Musikerin täglich zurück? Worauf kannst du keinesfalls verzichten?

Wie oben schon mehrfach erwähnt, habe ich eine Band (LARUS), mit der ich meine eigenen Kompositionen umsetze. Mit dabei sind Florian Bolliger und Janic Haller.Regelmäßig finden außerdem schweizweit Vorstellungen des Theaterstücks „Der Bummler“ statt, mit Werner Bodinek, Peter Schärli, Madlaina Küng, Pirmin Bossart und Ueli Blum.Daneben spiele ich in verschiedenen kleineren Formationen und Projekten mit.Egal, in welchem Genre sich ein Konzert bewegt, in mein Spiel fließt immer alles mit ein, was ich bis jetzt gelernt habe.

Alles, mit dem ich mich beschäftigt habe oder zurzeit beschäftige, hat einen Einfluss auf meine musikalische Sprache, auf meinen Sound, mein Phrasing, meine Ideen.Als E-Gitarristin habe ich natürlich auch einiges an Zubehör mit auf der Bühne, also eine Vielzahl an Effektgeräten mit denen ich meinen Klang modulieren kann (z.B. Delays, Tremolos, Verzerrer etc.). Ich spiele auch nicht immer dieselbe Gitarre, sondern habe verschiedene E-Gitarren und halbakustische Gitarren, die ich je nach Anlass und Repertoire auswähle.

 

Neben deinen eigenen Projekten begleitest du ebenso Musiker, die mehr über das Gitarrenspiel oder den Jazz lernen möchten? Wie laufen die Unterrichtsstunden bei dir in der Regel ab?

Ich habe kein festes Programm für meinen Unterricht. Natürlich habe ich einen groben Fahrplan,welche Themen wichtig sind und in welcher Reihenfolge ich Sachen erkläre und es gibt Grundlagen,die jeder Schüler/jede Schülerin lernen muss, aber letztendlich passe ich den Unterricht immer an die Bedürfnisse des Schülers/der Schülerin an. Jeder hat einen anderen musikalischen Background und eine eigene Art, zu lernen. Ich bin davon überzeugt, dass man ein Instrument immer am effektivsten lernt, wenn man Spaß dabei hat. Deshalb versuche ich, Stücke auszuwählen, die meinem Schüler/meiner Schülerin persönlich gut gefallen. Das erhöht die Motivation, zu üben.

Auch Musiktheorie, die immer dazugehört, wird leichter verständlich und wirkt weniger abstrakt, wenn man sie sofort praktisch anwenden kann. Natürlich freue ich mich, wenn ich Schüler/Schülerinnen habe, die motiviert und fleißig sind und schnell Fortschritte machen. Es kommen aber auch immer wieder mal Menschen zu mir, die einfach einen Zugang zum Musikmachen finden wollen, bei denenes nicht um technische Finesse und professionelles Handwerk geht, sondern ausschließlich um die Freude am Musizieren. Auch das hat in meinen Augen Berechtigung. Denn ob Hobby oder Beruf -Musik ist in jedem Fall eine wunderschöne Bereicherung im Leben. 

Die meisten Mareilles Konzerte bewegen sich stilistisch im Jazz (Copyright by Hans-Peter Laesser)

 

Im Takt sein 

Musik ist eine Bereicherung. Das trifft wohl am passendsten, damit ist wohl am besten zusammengefasst, welche Möglichkeiten die Musik mit sich bringt. Egal welches Kapitel im Leben beginnt, sich entwickelt oder gerade endet – Musik bereichert. Gehörte Musik, gespielte Musik – sie bereichert. Vielen Dank, liebe Mareille, für dieses Interview mit dir! Es gibt dieses Sprichwort, welches ausgesprochen wird, wenn man sich voneinander verabschiedet – es lautet „Mach’s gut und bleibe im Takt!“. Im Takt zu bleiben, das kann in diesem Fall wortwörtlich genommen werden. Durch jede Musikerin und jeden Musiker genießen wir Bereicherungen in unserem Leben. Vielen Dank für diesen Einblick in deine Welt! 

Artikel teilen:
Condividi su Facebook Condividi su Twitter Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin Condividi su Linkedin
Veröffentlicht am von Verena Arnold
Gepostet unter: Ohne Kategorie, Performing Arts
TAG:
Ähnliche Artikel:

Laveco e.U.

Reinigungsarbeiten in Bockfließ
geschrieben von Gert O. am 26. November
Ermin Kabaklija und seine Lebensgefährtin haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Bei mir wurde letzte Woche die Fas...

Darja Vepritzky Personal Nutrition Training

Ernährungsberater in Brunn am Gebirge
geschrieben von Ekaterina T. am 14. Dezember
Wenn man zu einer Ernährungsberatung geht, dann hofft man auf Verständniss für die eigene Problematik und die Vermi...

DJ Hernandez

DJ in Mutters
geschrieben von Elvedina Z. am 7. März
Sehr gut gewählte Musikauswahl und sorgt für eine gute Stimmung über die gesamte Dauer des Abends. Jederzeit wieder...

TamaraP

Übersetzungen in Leopoldsdorf
geschrieben von Matea T. am 7. Februar
Sie arbeitet detailliert und genau und alles wird innerhalb der Frist geliefert. Eine sehr positive Person und dahe...

Andreas Burgstaller

Fotografie-Dienstleistungen in Wien
geschrieben von Anna S. am 15. Februar
Herr Burgstaller hat von allen Bürokollegen und Kolleginnen Portraitfotos für unser Intranet gemacht und bestens di...

Lacotec e.U

Malerarbeiten in Oberhaag
scritto da Antonio M il 19/11/2017
Ausmalen Altbauwohnung Zimmer, Küche, Kabinett ca. 97. Kompetent, zuverlässig, rasch und ordentlich; Auftrag zur v...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wie es funktioniert

Auftrag einstellen
1

Auftrag einstellen

In nur wenigen Klicks angeben, was du benötigst.
Angebote vergleichen
2

Angebote vergleichen

In wenigen Stunden erhältst du bis zu 5 individuelle Angebote.
Such deinen Pro aus
3

Such deinen Pro aus

Nachdem du deine Angebote erhalten hast und die Anbieter verglichen hast, kannst du einfach den überzeugendsten Pro aussuchen.