Auch das Auge isst mit

Veröffentlicht am 28 Februar 2020 von Verena Arnold
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Simon Maas, 34 Jahre alt, geboren in Hamburg, hat sich eigentlich zum Restaurantfachmann und Barmixer ausbilden lassen und hat zusätzlich Marketing studiert. Doch heute arbeitet er als Foodfotograf. Wie er dazu gekommen ist, erzählt er im Interview. Eines jedoch ist klar, inzwischen kann der 34-Jährige sehr gut von diesem Job leben.

Dank seiner Vorgeschichte – Simon Maas hat lange Zeit in der Gastronomie gearbeitet, sowohl in freien Bars und in Hotels als auch auf Kreuzfahrtschiffen – weiss der junge Mann genau, worauf es ankommt bei der Foodfotografie. Das kommt vor allem seiner Kundschaft, von denen die meisten Gastronomiebetriebe sind, zugute, Einige von ihnen sind gar Stammkunden, die von Simon Maas regelmässig mit Foodfotos ausgestattet werden.

Inzwischen wohnt Simon Maas in der Schweiz und hat sein eigenes Unternehmen: Food & Beverage Photography Luzern. Der 34-Jährige arbeitet grösstenteils allein. Bei grossen Aufträgen heuert er aber einen oder zwei Assistenten an, die freiberuflich für ihn arbeiten und ihm für einzelne Aufträge zur Verfügung stehen.

 

Simon Maas ist Foodfotograf in Luzern

 

Simon, wie bist du zur Fotografie gekommen und was fasziniert dich besonders daran? Hast du als Kind schon gerne fotografiert oder hast du deine Leidenschaft erst später entdeckt?

Mich fasziniert an der Fotografie, dass es keine kreativen Grenzen gibt. Man kann sich voll und ganz ausleben und in alle Richtungen experimentieren.

Zur Fotografie bin ich eigentlich mehr oder weniger durch Zufall gekommen. Gute Freunde von mir sind Fotografen und hatten mich gebeten, bei einem Fashionshooting am Set auszuhelfen.

Meine Aufgabe war es, zu schauen, dass das Equipment bereit liegt, niemand über das Kabel stolpert, die Akkus der Kameras aufgeladen sind, Speicherkarten parat liegen und dass die Models den Zeitplan kennen sowie rechtzeitig parat sind. Zudem galt es, die Fotografen mit genug Kaffee zu versorgen und das zu erledigen, was halt sonst noch so anfällt.

Während des Shootings haben mir meine Freunde erklärt, was sie genau machen, weshalb der Blitz so eingestellt wird, warum man bestimmte Posings wählt und so weiter. Ich durfte die Kamera auch einmal halten, durch den Sucher schauen und Fotos schiessen.

In dem Moment, in dem ich den Auslöser betätigte, machte es klick und ich wusste: Das ist es, was ich für den Rest meines Lebens machen will!

Das ist jetzt vier Jahre her und seitdem habe ich die Kamera nicht mehr aus der Hand gelegt.

 

Seit wann bist du Foodfotograf und welchen Service bietest du an? Mit welchen Kosten muss man für deine Dienstleistung rechnen?

Ich bin seit zwei Jahren als Foodfotograf selbständig. Meine Dienstleistungen erstrecken sich von der Konzeption über das Foodstyling bis hin zur eigentlichen Foodfotografie.

Innerhalb der Foodfotografie gibt es viele unterschiedliche Bereiche. Ich habe mich auf die Fotografie On-Location spezialisiert. Ich arbeite so gut wie nie in einem Studio und die Gerichte und Getränke werden ganz «natürlich» abgelichtet.

Die Kosten hängen vom Aufwand und von der Dienstleistung ab, die gewünscht wird. Langfristige Kooperationen – wie ich sie mit vielen meiner Kunden pflege – sind selbstverständlich günstiger, da man sich aufeinander eingestellt hat, die Abläufe effizient sind und ich genau weiss, was der Kunde erwartet. Ich berechne grundsätzlich nur die Zeit vor Ort. In diesem Stundensatz sind alle Kosten für die Vorbereitungen, Bildbearbeitung und so weiter enthalten. Daher variiert mein Stundensatz nach Aufwand.

Bei grösseren Projekten, die mehrere Tage in Anspruch nehmen, arbeite ich gerne mit Pauschalbeträgen, die ich vorher genau mit dem Kunden abspreche, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

 

Welche Kamera benutzt du am liebsten bei deinen Aufnahmen? Bevorzugst du ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Marke?

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 5D Mark 4.

Als Objektiv benutze ich hauptsächlich die Sigma Art Serie, wobei meine meistgenutzten Brennweiten 35 und 50 Millimeter sind.

Mir ist an einer Kamera wichtig, dass sie belastbar und zuverlässig ist und dass sie gut in der Hand liegt. Da habe ich mit Canon bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich bin allerdings keiner dieser markenversessenen Fotografen, die meinen, in einem Hersteller oder einem Modell den heiligen Gral gefunden zu haben. Die Kamera ist einfach nur ein technisches Hilfsmittel, ein Werkzeug, das auf das fertige Foto so wenig Einfluss hat wie der Herd auf das darauf zubereitete Essen.

Am Bild erkennt keiner, ob ich mit einer Canon, Sony, Nikon oder Hasselblad fotografiert habe.

 

Warum ist es für einen Gastronomiebetrieb besonders wichtig, gute Fotos von den angebotenen Gerichten und Speisen zu haben?

Es geht um den ersten Eindruck und darum, sich im besten Licht zu präsentieren. Der Gast muss schon vor seinem ersten Besuch ein gutes Bild von uns haben und Lust bekommen, unser Lokal zu besuchen.

Ich denke, dass man guten Gewissens behaupten kann, dass jeder von uns, bevor er in ein Restaurant oder in eine Bar geht, die Website und die Social-Media-Profile der Lokalität besucht, um sich das Angebot anzuschauen. Wenn auf der Seite keine oder nur schlechte Bilder zu sehen sind, ist es extrem unwahrscheinlich, dass man dieses Lokal aufsucht.

Die meisten Menschen sind visuell geprägt. Das müssen wir uns zunutze machen und mit professionellem Bildmaterial auftrumpfen. Es geht aber auch darum, dass sich die Lokalität über einen eigenen Bildlook von der Konkurrenz abhebt und einen Wiedererkennungswert schafft.

 

Innerhalb der Foodfotografie gibt es viele unterschiedliche Bereiche

 

Man muss andere Wege gehen
Wie Simon Maas erklärt, ist die Foodfotografie das Aushängeschild eines jeden Betriebs. Er rät dazu, nichts dem Zufall zu überlassen und sich dabei helfen zu lassen, die Produkte und die Gerichte in das beste Licht zu rücken. Der 34-Jährige achtet stets darauf, dass die Fotos der Gerichte und Getränke ästhetisch, realistisch und ansprechend wirken, dass sie ein Abbild des servierten Gerichts darstellen und Emotionen und Gelüste wecken. Denn: Um sich von der Masse abzusetzen, muss man andere Wege gehen.

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