Aikido – Verteidigungskunst für Jung und Alt

Veröffentlicht am 1 Oktober 2018 von Verena Arnold
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In der Sportwelt des Westens liegt der Fokus schon seit Jahrzehnten auf Fußball oder Formel 1. Wer sich mit dem Thema Kampfsportarten und Verteidigungskünsten nicht beschäftigt, ist sich wahrscheinlich nicht im Klaren darüber, wie viele Varianten es eigentlich gibt, sowohl für Kinder als auch Erwachsene – abgesehen von Karate, Judo und Boxen.

Aikido ist eine der etlichen Verteidigungskünsten. Der Verein in Sursee wurde in 1997 gegründet; seit 2009 ist Markus Steinmann hier Präsident, unterstützt vom fünfköpfigen Vorstand, engagierten Trainern und Verantwortlichen des „Dojo-Ladens“, wo Mitglieder Trainingszubehör einkaufen können.

Steinmann, 1975 in Sursee geboren, spielte in seiner Kindheit und Jugend Fußball und ein Blechblasinstrument. Später widmete sich der gelernte Kaufmann zwei Jahre lang Qi Gong und daraufhin zwei Jahre Tai Chi, doch nachdem beide Lehrer weggezogen waren, kam 2002 Aikido ins Spiel. Durch seine heutige Ehefrau war Steinmann der Verein zu dem Zeitpunkt bereits schon länger bekannt gewesen.

Der Verein Aikido Sursee war von drei Personen gegründet worden, die bis dahin in Luzern trainierten hatten. In den ersten Jahren war der Zulauf sehr stark gewesen – anfänglich mussten die Einführungskurse zweimal pro Jahr doppelt und dreifach geführt werden, mit jeweils zehn Teilnehmenden. Heutzutage gibt es jeweils im Frühling und Herbst einen Einführungskurs für Erwachsene mit zirka sechs bis acht Teilnehmenden. Erwachsene können an vier Abenden pro Woche bei Aikido Sursee trainieren. Zudem setzte der Verein von Beginn an auf die Kinder und nahm an Projektwochen von Schulen teil. Seit 1998 werden jeweils zwei Ateliers beim Ferienpass Sursee angeboten. Mit fünf gut besuchten Kindertrainings pro Woche bietet der Verein ein attraktives Angebot.

Der Aikido Sursee Verein ist seit 21 Jahren erfolgreich tätig, im Mai 2017 fand das 20-jährige Jubiläum statt. Wie wird bei euch Aikido gelehrt? Wie viele Lehrer gibt es und welche Rolle spielen sie im Verein?

Jedes Training wird von einem anderen Trainer geleitet. Unsere höchst gradierten Lehrer sind Armin Müller (6. Dan), Marcel Schriber (5. Dan) und Georges Zahno (5. Dan). Marcel und Georges leiten wöchentlich ein Training, Armin in etwas größeren Abständen. Die anderen Trainings für Erwachsene werden ebenfalls von Dan-Träger (schwarzer Gurt) geleitet. Jeder Trainer legt seine Schwerpunkte unabhängig von den anderen fest. Einzig vor den Prüfungsterminen wird in allen Trainings intensiver an den Techniken und den Prüfungsformen gefeilt.

Die Trainingseinheiten der Kinder werden ebenfalls von verschiedenen Personen mit einem Dan-Grad geleitet. Hier gibt es fast immer auch Spiele. Dabei ist wichtig, dass die Kinder lernen, im Training zwischen Stille und Ordnung, konzentriertem Üben der Techniken und dem fairen Spiel zu wechseln. Allgemein wird im Training viel Wert auf die Struktur gelegt: wenn die Trainer etwas vorzeigen, sitzen die Teilnehmenden still im Fersensitz da, beobachten und hören zu. Danach gilt es, das Gezeigte mit einem Trainingspartner umzusetzen.

Zusätzlich zum ordentlichen Training laden wir mehrmals pro Jahr auswärtige, auch internationale Lehrer für einen Lehrgang am Wochenende ein. Damit können wir unseren Horizont erweitern.

Die Teilnahme an allen Trainings und Lehrgängen ist freiwillig. Für die Kinder ist das Aikido-Training aber meistens ein fixer Bestandpunkt ihres Wochenprogramms. Bei den Erwachsenen wird das etwas flexibler gehandhabt.

Die Trainerinnen sind ein wichtiger Bestandteil des Vereins und sie haben über die Generalversammlung die Möglichkeit, die Geschicke des Vereins mitzugestalten.

 

Aikido ist eine japanische Verteidigungskunst. Geht es hierbei nur um Kraft oder wird auch der Geist angesprochen? Was bedeutet das Wort Aikido und was können Interessierte von dieser Kunst erwarten?

Das Wort Aikido besteht aus drei Silben: „Ai“, was Harmonie, Liebe und Freundschaft bedeutet; „Ki“ steht für Lebensenergie und geistige Kraft; und „Do“ steht Weg. Mittels präziser Bewegungen und richtigen Timings wird der Schwung und die Kraft des Angreifers genutzt. Der Verteidigende wendet selbst nur ein Minimum an Kraft auf. Je heftiger der Angriff, desto schneller wird der Angreifer zu Boden geführt. Dadurch können kleinere und schwächere Personen einen großen und starken Angreifer gewaltlos „besiegen.“

Im Training ist immer abgesprochen, wer angreift und wer verteidigt. Und meistens ist auch vorgegeben, mit welcher Technik die Abwehr erfolgt. Ohne bewusst im Training darauf einzugehen, werden Koordination, Beweglichkeit, Stabilität und vieles mehr geübt.

 

Der Aikido Sursee bietet auch Einführungskurse an. Ab welchem Alter darf man die Kurse besuchen und zu welchem Preis? Sind Prüfungen vorgesehen? Wie läuft eine Prüfung ab?

Kinder ab 5 Jahren – aktuell also ab Jahrgang 2013 – können laufend ins Training am Dienstag einsteigen. Dabei kommen sie häufig zuerst ein- bis zweimal Mal schnuppern. Danach können sie sechsmal etwas intensiver hereinschauen und dann entscheiden, ob ihnen das Aikido-Training wirklich gefällt.

Für Kinder ab 8 Jahren – Jahrgang 2010 – findet je ein Einführungskurs zwischen den Sport- und Osterferien und zwischen den Sommer- und Herbstferien statt, jeweils sechsmal. Danach entscheiden sie, ob sie dabeibleiben wollen. Den Trainingsanzug kaufen sie sich erst, wenn sie sich nach dem Einführungskurs für die Fortsetzung des Trainings entscheiden.

Bei den Erwachsenen ist es ähnlich. Im Frühling startet der Kurs nach der Fasnacht und dauert bis Ostern, im Herbst startet der Kurs anfangs November und ist vor Weihnachten fertig.

Für Kinder kostet der Einführungskurs Fr. 50.-, für Studenten und Lehrlinge Fr. 60.- und für Erwachsene Fr. 90.- Nach dem Einführungskurs zahlen die Trainierenden einen Jahresbeitrag: Kinder Fr. 360.-, Jugendliche Fr. 480.- und Erwachsene Fr. 600.-. Wird eine Quartalsrechnung gewünscht, ist es etwas teurer. Wenn mehrere Familienmitglieder trainieren, gewähren wir einen Rabatt.

Prüfungen finden zweimal jährlich statt. Voraussetzung dafür ist, dass man die geforderten Techniken beherrscht und genügend Trainingsstunden ausweisen kann. Das Prüfungsprogramm für die verschiedenen Grade ist festgelegt. Eine Prüfungskommission unserer Höchstgradierten nimmt die Prüfung ab. Dabei werden die Namen der Techniken gesagt und der Prüfling muss diese demonstrieren. Nach bestandener Prüfung können die Kinder die Gurtfarbe wechseln (gelb, orange, grün, blau). Die Erwachsenen behalten den weißen Gurt bis zur ersten Dan-Prüfung. Dann können sie einen schwarzen Gurt tragen. Allerdings wird das nicht in allen Dojos gleich gehandhabt. Es gibt Aikido-Dojos, in denen auch die Erwachsenen verschiedene Gurtfarben tragen. In unserem Dojo tragen Schüler ab dem braunen Gurt und Personen mit schwarzem Gurt einen Hakama – das ist eine schwarze oder blaue Überhose, die auch in den Samurai-Filmen zu sehen ist. Unter anderem dank dem Hakama sieht Aikido auch so elegant aus.

 

Beim Training wird ein besonderer Anzug benutzt. Ist dieser Anzug immer erforderlich – also auch für Anfänger? Wo kann man sich ihn beschaffen? Was ist eigentlich ein Dojo und wo befindet sich das Dojo des Aikido Sursee?

Sobald sich jemand für das Aikido-Training anmeldet, also in der Regel nach dem Einführungskurs, muss der Trainingsanzug getragen werden. Wir führen einen kleinen Dojo-Laden, wo die Trainingsanzüge in verschiedenen Grössen verfügbar sind. Als Wiederverkäufer können wir die Anzüge etwas günstiger anbieten als im Detailhandel.

Dojo kann mit „Ort des Weges“ übersetzt werden. Bei allen japanischen Kampfkünsten wird das Trainingslokal Dojo genannt. Das Dojo des Vereins Aikido Sursee befindet sich an der Allmendstrasse 11 in Sursee, im zweiten Stock.

Verteidigung und Disziplin trainieren

Aikido ist ein vielseitiger Kampfsport, der nicht nur physische Kraft und Stabilität trainiert. Konzentrationsfähigkeit und Disziplin werden hier ebenfalls gefördert, womit sich der Sport besonders gut als Beschäftigung für Kinder eignet. Wer sich besonders ins Zeug legt und sich für den schwarzen oder braunen Gürtel erreicht, hat zudem das Privileg, in einen Hakama zu schlüpfen, und sich noch einen Hauch von Eleganz verleihen.

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